Wenn dein Immunsystem Schutz braucht: Sicherer Umgang mit Pflanzen, Erde und Biomüll

Personen halten eine alte Bananenschale sowie einen Blumentopf ins Bild und in der Mitte liegt ein Haufen Blumenerde mit einer Schaufel.
Tipp
Alltag
Blumenerde, Topfpflanzen oder Biomüll gehören für viele einfach zum Alltag. Bei starker Immunsuppression können sie aber zum Infektionsrisiko werden. Denn genau dort sammeln sich Schimmelpilze und Bakterien, die ein geschwächtes Immunsystem schlechter abwehren kann. Die gute Nachricht: Schon ein paar einfache Anpassungen können helfen, dich im Alltag besser zu schützen. Hier findest du die wichtigsten Tipps – klar, alltagstauglich und ohne Panik.

Pflanzen und Erde: Was gerade besser warten darf

Topfpflanzen, Schnittblumen und frische Blumenerde wirken oft harmlos, können aber viele Pilzsporen und Keime enthalten. Diese gelangen über die Luft oder über die Hände in den Körper. Bei starker Immunsuppression wird deshalb meist empfohlen, Topfpflanzen vorübergehend aus Wohnräumen zu entfernen – besonders aus dem Schlafzimmer. Auch Kompost, feuchte Erde, Laub oder aufgewirbelter Staub im Garten können problematisch sein.

Biomüll und Abfälle: Weniger Kontakt, mehr Schutz

In organischen Abfällen vermehren sich Schimmelpilze besonders leicht. Schon beim Öffnen einer Biotonne oder eines vollen Biomüllbehälters können viele Sporen freigesetzt werden. Deshalb ist es sinnvoll, Küchenabfälle möglichst direkt zu entsorgen und Biomüll nicht länger in der Wohnung stehen zu lassen. Wenn es möglich ist, übernimmt das am besten eine Person, deren Immunsystem nicht geschwächt ist.

Das kann zusätzlich helfen:
  • Küchenabfälle möglichst direkt entsorgen
  • Müllbeutel regelmäßig, am besten täglich, wechseln
  • Mülleimer möglichst geschlossen halten
  • Verschimmelte Lebensmittel möglichst nicht selbst entsorgen

Im Alltag gut geschützt: kleine Schritte, die helfen

Nach Kontakt mit Erde, Biomüll, Blumenwasser oder verschmutzten Oberflächen solltest du dir die Hände gründlich mit Wasser und Seife waschen. Wenn das gerade nicht möglich ist, kann eine Händedesinfektion sinnvoll sein. Einmalhandschuhe können zusätzlich helfen – zum Beispiel beim Putzen oder beim Entsorgen von Abfällen.

Wichtig ist: Es geht nicht darum, alles perfekt oder steril zu machen. Oft reichen schon ein paar bewusste Anpassungen, um dein Infektionsrisiko zu verringern und dir im Therapiealltag mehr Sicherheit zu geben.

Du musst nicht alles schaffen – nur gut auf dich achten

Nicht jede mögliche Infektionsquelle lässt sich komplett vermeiden – und das ist auch okay. Entscheidend ist, Risiken zu kennen und im Alltag gut auf dich zu achten. Schon kleine Veränderungen können viel bewirken. Und wenn du unsicher bist, was in deiner Therapiesituation sinnvoll ist, sprich am besten mit deinem Behandlungsteam.

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Jessica hat lockige braune Haare und trägt ein dunkles Oberteil.Platzhalter Bild
Autor:in
Elisabeth
Designer:in
Jessica Krüger
Datum
9.7.2026

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Deutsche Leukämie- und Lymphom-Hilfe: Infektionen? Nein, danke! Wir tun was dagegen! Unter: https://www.leukaemie-hilfe.de/fileadmin/user_upload/dlh-broschueren/2025_Hygiene_Immunsuppression_Patientenbroschuere_DLH_VAH_web_final.pdf (aufgerufen am 20.05.2026)

Illustration eines rosa Sparschweinchens

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