Das ist nicht schlimm – aber wichtig, richtig einzuordnen. Denn auch diese Alternativen liefern Zucker. Sie unterscheiden sich in Geschmack, Süßkraft, Kaloriengehalt und Zusammensetzung. Manche enthalten kleine Mengen an Mineralstoffen oder sekundären Pflanzenstoffen.
❗️Das macht sie aber nicht automatisch zu einer gesunden oder zuckerfreien Wahl.
Auch Haushaltszucker kommt ursprünglich aus einer natürlichen Quelle: aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr. »Natürlich« bedeutet deshalb nicht automatisch »besser«. Entscheidend ist am Ende vor allem die Menge und wie deine Ernährung insgesamt aussieht.
Wenn du einen Kuchen mit Datteln backst, kann das geschmacklich super passen. Aber er wird dadurch nicht zuckerfrei. Und wenn du eigentlich Lust auf dein Lieblingsstück Kuchen vom Bäcker hast, darfst du es auch bewusst genießen – statt es zwanghaft durch eine vermeintlich »gesündere« Alternative zu ersetzen.
Wenn du dich im Alltag überwiegend ausgewogen ernährst, sind einzelne süße Ausnahmen völlig in Ordnung. Problematisch wird es eher, wenn dauerhaft viel Zucker gegessen wird und dadurch nährstoffreiche Lebensmittel zu kurz kommen.
Kannst du gerade gut essen und hast kaum Beschwerden? Dann gelten grundsätzlich die allgemeinen Empfehlungen für eine ausgewogene Ernährung. Hast du durch Therapie oder Erkrankung aber Übelkeit, Appetitlosigkeit oder leidest an Gewichtsverlust, zählt manchmal jede Kalorie – egal, woher sie kommt. Wenn Eis, Pudding oder süße Getränke gerade das Einzige sind, was du runterbekommst, dann darf genau das in diesem Moment richtig für dich sein.
Zuckerfrei ist also nicht immer wirklich zuckerfrei. Datteln, Honig und Sirup können Alternativen sein, aber sie bleiben zuckerreiche Lebensmittel. Du musst Zucker nicht verteufeln.
Achte lieber auf die Menge, deine Situation und darauf, Essen auch mit Freude zu verbinden.




FETeV, in: Zucker und Süßungsmittel – Übersicht Zuckeralternativen. Unter: https://fet-ev.eu/kurzprofil/zuckeralternativen/ (16. Juni 2026)