
Die allermeisten Menschen schweigen sehr lange, bevor sie über Kontinenzprobleme sprechen, gerade, was die Stuhlinkontinenz angeht. Aus Scham oder weil sie denken, man müsse nach einer Krebsbehandlung eben »damit leben«.Doch spätestens dann, wenn Beschwerden den Alltag beeinflussen, Unsicherheit entsteht oder sozialer Rückzug beginnt, lohnt es sich, Hilfe zu suchen. Auch Schmerzen, Blutungen, neu auftretende Veränderungen oder starke Durchfälle sollten ärztlich abgeklärt werden.Je nach Ursache können unterschiedliche Fachrichtungen beteiligt sein:Neben der Proktologie sind es bei bestehender Krebserkrankung Onkologie, häufig Gastroenterologie, zum Teil Chirurgie, oft auch Physiotherapie, Ernährungsberatung, Kontinenz- und Stomaberatung oder Rehabilitationsmedizin.
Gerade nach einer Krebserkrankung spielen Nachsorge und Rehabilitation eine wichtige Rolle. Trotzdem wird über Kontinenzprobleme – genauso wie über das (Er-)Leben von Sexualität – häufig viel zu wenig gesprochen.Dabei können Beratungsangebote, Rehabilitationsmaßnahmen, Beckenbodenphysiotherapie, oder Hilfsmittelverordnungen helfen, den Alltag wieder sicherer und freier zu gestalten.Nicht jede Form der Stuhlinkontinenz lässt sich vollständig rückgängig machen. In aller Regel jedoch kann die Situation deutlich verbessert und der Alltag wieder sicherer werden. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt stark von der Ursache der Stuhlinkontinenz ab. Daher sind eine Abklärung und adäquate Untersuchung notwendig. Wichtig ist vor allem, Beschwerden ernst zu nehmen und nicht aus Scham zu verschweigen. Das sind die allerersten Schritte zur Besserung.
Wenn du dir Unterstützung wünscht, konkrete Fragen hast oder dich weiter belesen möchtest, bieten beispielsweise diese Initiativen dazu Möglichkeiten:



