
»Ich bin Jana, 27 Jahre alt und hatte bis zum 17. Juli 2025 ein ganz normales Leben, wie alle in meinem Alter. Ich ging arbeiten als Gesundheits- und Krankenpflegerin, spielte Fußball und machte gerade meinen Angelschein.
Im Februar 2025 wurde ein routinemäßiger Brustultraschall gemacht, da meine Mama mit 36 Brustkrebs hatte. Dabei wurde etwas gesehen, was als Fibroadenom (gutartiger Tumor) gedeutet wurde. Da ich den Tumor nach ein paar Monaten spürte und auch Schmerzen hatte, ging ich dann erneut zum Frauenarzt zum Ultraschall. Es wurde wieder gesagt, es sei ein Fibroadenom, zwar gewachsen, aber alles im Rahmen. Mein Bauchgefühl sagte mir aber etwas anderes. Ich bestand auf eine Stanzbiopsie. Am 17. Juli 2025 bekam ich den Anruf von meinem Gynäkologen mit dem Ergebnis – ich habe Brustkrebs. Zack, das saß. Ein großer Schock – alles wie im Film – zurückerinnert, an den Tag, als Mama und Papa mir sagten, dass Mama Brustkrebs hat. Innerlich wusste ich es irgendwie, ich kann nicht beschreiben oder erklären wieso, ich wusste, dass was nicht stimmt, vielleicht genau deswegen wollte ich diese Stanzbiopsie so dringend haben. An diesem Tag veränderte sich mein komplettes Leben: Ein Arzttermin jagte den anderen, Diagnostik (CT, MRT, Knochenszintigrafie, Mammografie), Eizellentnahme, Port-Implantation und dann ab dem 20. August 2025 die Chemotherapie mit 12 Zyklen Paclitaxel/Carboplatin und vier Zyklen Epirubicin/Cyclophosphamid. Nach der darauf folgenden Operation erhalte ich noch neun Mal die Immuntherapie.
In dieser gab es auch viel Gutes – seit dem 31. Dezember 2025 bin ich verlobt und plane schon ein wenig die Hochzeit. Neben der Unterstützung von meiner Familie und Freunden, für die ich sehr dankbar bin, hat das Angeln mir Kraft gegeben, da ich alles vergessen konnte und es für den Zeitraum alles so fern war. Mit meinem Verlobten und seinem besten Kumpel, der mittlerweile auch ein sehr guter Freund von mir ist, hatte ich einfach unfassbar viel Spaß. Die beiden sind meine Angel Buddies. Ich bin den beiden sehr dankbar für jeden Moment, den wir zusammen am Wasser verbracht haben. In der Zeit seit der Diagnose bin ich viel angeln gewesen und habe oft beim Fußball am Wochenende zugeguckt, das lenkt mich immer sehr gut ab. Mittlerweile freue ich mich auf mein Comeback beim Fußball, das wahrscheinlich in ein paar Wochen sein wird, wenn alles gut geht.
Bei Instagram (@jana.rsnk) nehme ich die Leute ein wenig mit auf meinem Weg, das hilft mir irgendwie, das alles zu verarbeiten. Ich möchte anderen Betroffenen sagen, dass es nicht immer leicht ist, mit Krebs positiv zu bleiben, aber dass mir das Positivbleiben sehr viel Kraft geschenkt hat und mich durch die Krankheit und Akuttherapie gebracht hat.Am 18. März 2026 habe ich erfahren, dass ich in PCR, also pathologischer Komplettremission, bin. Es wurden keine Tumorzellen mehr gefunden. Und deswegen: Gebt niemals auf!«
