Antonia

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20

Antonia ist 20 Jahre alt und möchte ihre Geschichte über den Kampf mit dem Leberkrebs mit euch teilen. Dabei ist sie vor allem dankbar für ihre Freunde und ihre Familie, die sie in dieser schweren Zeit unterstützt haben.‍

»Alles begann schon im Oktober 2021 – genau zu dem Zeitpunkt als ich in das erste Semester meines Studiums starten wollte. Damals bekam ich plötzlich starke Schmerzen im Oberbauch und hohes Fieber. Meine Hausärztin schickte mich mit dieser Symptomatik direkt in die Notaufnahme, in der ich rückblickend mehr als sieben Stunden verbracht hatte. Dort wurden sämtliche Untersuchungen gemacht (Blutentnahme, Röntgen, Ultraschall, CT, ...). Viele meiner Organe waren vergrößert, das Blutbild war schlecht und auch meine Vitalparameter waren nicht zufriedenstellend. Am Abend beschloss man, mich erstmal auf die Herzüberwachungsstation zu verlegen, da man trotz der vielen Untersuchungen nicht wusste, was ich habe. Morgens am darauffolgenden Tag kam dann die Ärztin der onkologischen Station zu mir und teilte mit, dass sie mich gerne auf ihrer Station hätte, da man an der Leber eine auffällige Läsion gefunden hatte. Das löste natürlich Panik bei mir aus. Eine Woche lag ich insgesamt im Krankenhaus. In dieser Zeit wurde noch eine Biopsie der Leber gemacht, die jedoch keine eindeutige Aussage über den Befund erbringen konnte. Am Montag der darauffolgenden Woche wurde ich Hals über Kopf mit den Worten: ›Das ist wohl was Gutartiges, da muss man nicht weiter machen‹entlassen. Da mein Bauchgefühl mir aber was anderes sagte und ich auch weiterhin starke Schmerzen hatte, beschloss ich, mir eine Zweitmeinung einzuholen. Rückblickend war das das Beste, was ich hätte machen können. Denn im Januar 2023 wurde bei einem Kontroll-MRT festgestellt, dass der Tumor maligne Züge aufweist und auch die Lymphknoten in der umgebenden Region auffällig sind. Innerhalb einer Woche bekam ich einen OP-Termin.

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Am 10. März 2023 war es dann so weit. Nach einer fünfstündigen OP war die Diagnose klar: Es ist ein HCC, also Leberkrebs. Irgendwie war die Diagnose ein Schock, irgendwie auch nicht. Auf jeden Fall erholte ich mich gut von dem Eingriff, was ich nicht zuletzt auch der Unterstützung meines Freundes und meiner besten Freundin zu verdanken habe. Die beiden waren genauso wie meine Familie immer an meiner Seite und gaben mir sehr viel Kraft. Neben der OP bekam ich keine weiteren Behandlungen, da eine Chemo bei Leberkrebs nicht gut anschlägt. Auf der einen Seite fand ich das beruhigend, auf der anderen Seite schürt das auch eine gewisse Angst in mir, da bereits Krebszellen im Blut nachweisbar waren und ich weiß, dass mein Immunsystem damit allein fertig werden muss. Trotzdem blieb ich positiv und fuhr so ich im April 2023 zur Reha – was eine sehr gute Entscheidung war. Dort lernte ich großartige Menschen kennen und konnte innerhalb kürzester Zeit unheimlich viel Kraft und Energie zurückgewinnen, sodass ich jetzt mit voller Motivation in meinen Alltag als Studentin zurückkehren kann. Aktuell warte ich noch auf die Ergebnisse des ersten Nachsorgetermins und hoffe, dass weiterhin alles positiv ist.

Aus den letzten Monaten nehme ich viele Erfahrungen mit und weiß nun, dass ich stärker bin, als ich jemals zuvor erwartet hätte. Und ich kann mit großer Sicherheit sagen, dass ich immer auf meine Familie und meine Freunde zählen kann. Denn auch in der schwierigsten Zeit standen alle hinter mir und hatten zu jeder Tages- und Nachtzeit ein offenes Ohr für mich. Ich bin dankbar für die Erfahrungen, denn jetzt weiß ich, was wirklich im Leben zählt: Liebe, Gesundheit und Zusammenhalt.«

Antonia hat einen Ahornsamen auf ihrer Nase klebend und lächelt Zähne zeigend in die Kamera.
Name
Antonia
Instagram
@antonia.rbhn
Website
Interviewt von
Erzählt am
17.7.2023
Verstorben am

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