
»Ich bin Annika, 36 Jahre jung, bin Mutter von zwei wundervollen Kindern und wohne in der wunderschönen Spargelstadt Beelitz.
Im Oktober letzten Jahres, um genau zu sein am 19. Oktober 2025 um 5:19 Uhr, blieb die Zeit stehen. Nichts ahnend juckte ich mich an der Brust und habe meinen neuen Gegner entdeckt.
Es folgten innerhalb von vier Tagen, Ultraschall, Stanzbiopsie und Mammografie. Dann kam am 23. Oktober 2025 um 8:32 Uhr der Anruf, bei dem klar war, dass ab sofort nichts mehr in Ordnung ist in meiner Welt. Zeiten, die ich nie vergessen werde.
Das Ergebnis: Brustkrebs hormonabhängig mit zusätzlichen HER2+-Rezeptoren.
Die Sätze des Arztes, während des Gespräches werde ich nie vergessen: ›Wenn der Krebs nun noch gestreut hat, gelten sie als unheilbar.‹ Ich dachte sofort: ›Das hat er jetzt nicht gesagt!‹ Als Abschlussinformation wurde mir geraten, nicht zu googeln. Das war zwar leicht gesagt, aber in dieser Situation einfach unnötig. Wer hält sich da schon dran? Danach habe ich natürlich erst recht gegoogelt.
Nachdem ich jedoch auf den Satz gestoßen bin: ›Statistisch gesehen haben sie noch 17 Monate zu leben.‹, war mir sofort klar, dass dies keine Option ist.
Eine Woche voller weiterer Untersuchungen folgte mit der Erleichterung, dass der Krebs nicht gestreut hat.
Ab diesem Zeitpunkt war mir klar, dass der Weg hart sein und es der schwerste Kampf meines Lebens werden würde, jedoch werde ich diesen Weg gehen und gewinnen.
Schließlich bin ich erst 36 und habe zwei unglaublich tolle Kinder, die ich gemeinsam mit meinem Mann noch so viele Jahre aufwachsen sehen möchte.
Nun habe ich bereits 22 Wochen Chemotherapie mit jeweils einer Unterbrechung, wegen Corona und einer wegen Influenza A, geschafft.
Der Gentest ist negativ ausgefallen, sodass die Operation brusterhaltend durchgeführt werden konnte und nun noch die Bestrahlung folgt. Es ist ein anderes, jedoch trotzdem lebenswertes Leben. Ich lebe viel bewusster und mit viel mehr Dankbarkeit. Mein Motto lautet: ›Krebs hat Angst vor Lebensfreude. Dagegen kann er nicht gewinnen!‹ Genau diese Haltung hat mir Kraft gegeben, nach vorne zu schauen und niemals den Mut zu verlieren. Umso glücklicher und dankbarer bin ich, heute sagen zu können, dass ich mich inzwischen in Remission befinde!«
