Kerstin

,

60

Nachdem sie nur kurz an einer Querschnittslähmung vorbeischrammt, erhält Kerstin die dafür ursächliche Diagnose: metastasiertes Mammakarzinom. Wie es ihr seitdem ergeht, erzählt sie uns in ihrer Geschichte.

»Mein Name ist Kerstin, ich bin gerade 60 geworden und im Januar 2026 wurde bei mir metastasierter Brustkrebs links diagnostiziert. Zwei Jahre lang wurde mir gesagt, es wäre ein Fibroadenom. Auf der rechten Seite hatte ich 2007 ein Fibroadenom, welches operiert wurde. Danach begann der Horror, denn nach 14 Tagen platzte mir die komplette Narbe. Deswegen entschied ich mich vor zwei Jahren gegen eine Operation, denn es war ja gutartig und ich wollte nicht noch einmal das Gleiche durchmachen wie 2007.
Im Juli 2025 bekam ich schlimme Schmerzen im rechten Ellenbogen. Laut Ärzten eine Entzündung und ich bekam eine Schiene. Ich war bei vielen Ärzten, aber ich wurde nicht zum Röntgen geschickt. Ich hatte furchtbare Schmerzen. Im Dezember bekam ich eine Cortisontherapie und da explodierte die Brust förmlich. Aber auch dann passierte nichts, außer dass ich Tilidin verschrieben bekam. Am 14. Januar weckte ich meinen Mann und sagte, er solle den Notarzt rufen, da ich mich nicht mehr bewegen konnte.

No items found.

Die Diagnose: Ich stand kurz vor einer Querschnittslähmung ab Hals, weil die Metastasen einen Wirbel fast ganz gefressen hatten. Eine Not-OP an der Wirbelsäule folgte und dann bekam ich die Diagnose metastasierter Brustkrebs – nicht heilbar. Mein Arm ist seit der OP gelähmt, weil er vorher umsonst sieben Monate in einer Schiene stillgelegt wurde.
Nach der Bestrahlung der Halswirbelsäule im Februar, bekomme ich seit März eine Antihormontherapie. Der Tumor ist dadurch bereits kleiner geworden und nun kann die befallene Brust abgenommen werden. Das ist mir wichtig, weil ich den Übeltäter loswerden möchte.
Für mich und meine Familie, bestehend aus meinem Mann, meinen vier Kindern, und deren Partnern sowie drei Enkeln, war die Diagnose natürlich ein Schock. Mein Mann ist immer für mich da und hat sämtliche Arbeiten übernommen. Es gibt natürlich gute Tage, aber auch die, an denen ich in ein Loch falle. Ich versuche, jeden Tag meine Runden mit unserem Hund Pepe zu gehen, was mir sehr gut tut. Mein größtes Problem ist momentan das Essen. Mir schmeckt einfach nichts und oft greife ich zu Trinkmahlzeiten. Wasser trinken ist auch so eine Sache, aber ich zwinge mich dazu. Ansonsten reisen wir gerne in den Harz oder an die See, denn diese Kurzurlaube tun mir sehr gut.«

Kerstin trägt eine Sonnenbrille und hat kurze, rote Haare.
Name
Kerstin
Website
Interviewt von
Erzählt am
19.10.2026
Verstorben am

Schau mal, diese Geschichten könnten dir auch gefallen.

Krebspatient:in
Brustkrebs
Maike
,
39
Krebspatient:in
Brustkrebs
Kerstin
,
60
Krebspatient:in
Knochenkrebs
Florentin
,
30
Krebspatient:in
Speiseröhrenkrebs
Adenokarzinom
Svenja
,
35
Krebspatient:in
Brustkrebs
Dominika
,
34
Krebspatient:in
Brustkrebs
Anonym
,
54
Krebspatient:in
Bauchspeicheldrüsenkrebs
Eva
,
49
Krebspatient:in
Liposarkom
Saskia
,
38
Krebspatient:in
Hirntumor
Mariella
,
33
Krebspatient:in
Leukämie
Akute myeloische Leukämie
Erasmus
,
43
Krebspatient:in
Burkitt-Lymphom
Non-Hodgkin-Lymphom
Nick
,
34
Angehörige:r
Hirntumor
Ricarda
,
39
Krebspatient:in
Non-Hodgkin-Lymphom
Diletta
,
35
Krebspatient:in
Blasenkrebs
Fabian
,
41
Krebspatient:in
Brustkrebs
Marie
,
34
Krebspatient:in
Eierstockkrebs
Sandra
,
50
Illustration eines rosa Sparschweinchens

Hilf uns beim Helfen! Mit deiner Spende.

Damit wir auch zukünftig weiter Geschichten von Patient:innen und Angehörigen erzählen können, sind wir auch deine Spende angewiesen.

Hilf uns beim Helfen! Mit deiner Spende.

Logo PayPal.
Mit PayPal spenden
Logo Betterplace.
Mit Betterplace spenden

Per Überweisung

IBAN DE11 8306 5408 0004 2983 06
BIC GENODEF1SLR
Bank Deutsche Skatbank
IBAN kopieren