
Der Grund: Chemotherapien und Bestrahlungen können sich negativ auf die Mundschleimhaut auswirken. Entzündungen, Schmerzen, Rötungen, Schwellungen und ein Brennen sind mögliche Nebenwirkungen. Zudem kann Magensäure das Zahnfleisch und die Zähne angreifen, wenn man sich aufgrund von Übelkeit erbrochen hat. Das erhöht das Risiko für Karies. Weiterhin können manche Medikamente dafür sorgen, dass es Schädigungen am Kieferknochen gibt, die die Zähne gefährden. Um all diesen Nebenwirkungen so gut es geht entgegenzuwirken, ist es hilfreich die Zahnärzt:innen vorab aufzusuchen, um abzuklären, was man während der Therapien am besten für seine Zahnhygiene tun kann.

Ein Teil der Patient:innen schafft es trotz der kräftezehrenden Zeit, die obligatorische Zahnpflege weiterzuführen, andere haben damit erhebliche Probleme. Trotzdem ist es sehr wichtig, dass es keine Unterbrechung in Sachen Zahnhygiene gibt. Sollten aufgrund der Krebsbehandlung Schmerzen bei der Reinigung auftreten, können euch Schmerzmittel in Form von Sprays oder Salben helfen.
Eure Zahnärzt:innen helfen euch die richtigen Medikamente zu finden. Um Verletzungen im Mund frühzeitig entgegenzuwirken, empfiehlt es sich zudem, saure, scharfe oder grobkörnige Speisen zu meiden. Zusätzlich sollte nicht geraucht und kein Alkohol konsumiert werden.

🪫Fatigue ist wie ein Smartphone mit kaputtem Akku: Es lädt nicht mehr richtig auf, egal wie lange es am Kabel hängt. Das Ergebnis? Bleierne Erschöpfung, die nicht mit Schlaf verschwindet. Wortfindungsstörungen, Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit, Isolation. Und weil Fatigue unsichtbar ist, kommen gut gemeinte Ratschläge wie »Mach doch einfach mal mehr Sport!« – absolut frustrierend, wenn nichts mehr klappt wie vorher und die Sache offensichtlich nicht so einfach wegzutrainieren geht 😰
Viele verwechseln Fatigue mit Depression. Klar, beide sind sich sehr ähnlich – aber es gibt Unterschiede:

Findest du dich in der Beschreibung wieder? Dann mach doch mal den Fatigue-Selbsttest und du erhältst einen wichtigen Überblick über deine Symptome:👉 http://www.erfolgreich-schlafen.de/Fatigue-selbsttest
Fatigue ist sehr komplex, und leider gibt es keine Pille dagegen. Aber es existieren Wege, um besser damit umzugehen. Und genau hier setzen wir an!
Fatigue bedeutet nicht, dass du gar nichts mehr tun kannst – aber es bedeutet, dass du geschickter mit deiner Energie haushalten solltest. Hier hilft die 12-Löffel-Theorie: Stell dir vor, du hast 12 Löffel Energie pro Tag zur Verfügung. Jede Aktivität kostet dich Löffel: Duschen? 1 Löffel. Einkaufen? 3 Löffel. Sport? 4 Löffel. Was passiert, wenn die Löffel leer sind? Zack: Stecker raus und nichts geht mehr.
Der Trick ist also, deine Löffel weise zu verteilen und nur so viel auszugeben, wie nötig. Nutze für deine eigene Kontrolle am besten ein Energietagebuch! Schreib eine Woche lang auf, welche Aktivitäten dich besonders fertig machen (Energieräuber können bis zu 48 Stunden wirken!) – und welche dir guttun.
Hier findest du eine Vorlage: 👉 https://www.erfolgreichschlafen.de/fatigue/
Gute Pausen sind nicht einfach »Nichtstun« – sie sind gezielte Erholung. Hier ein paar Ideen:
✅ 1 Minute Pause: Augen schließen, dreimal tief durchatmen, Schultern mit jedem Ausatmen tiefer sinken lassen.
✅ 5 Minuten Bewegungspause: Strecken, Schultern kreisen, leicht auf der Stelle gehen.
✅ 10 Minuten-Naturpause: Fenster öffnen, rausgehen, Sonnenlicht tanken.
✅ 20 Minuten Powernap: Handy auf Flugmodus, Wecker stellen, Augen zu.
✅ 30 Minuten Mentale Pause: Meditieren, Musik hören, Atemübungen.
Bewegung ist der größte Fatigue-Killer. Aber viel hilft nicht viel!! Starte mit kleinen Einheiten und steigere dann die Häufigkeit, die Dauer, die Intensität, bis du das Gefühl hast, dein optimales Level erreicht zu haben: Es fühlt es sich währenddessen und auch die Tage danach gut an ohne große Erschöpfung.
✅ 5 Minuten sanftes Yoga morgens.
✅ Ein Spaziergang mit Tempowechseln nach dem Essen.
✅ 2–3 Kräftigungsübungen am Nachmittag.
Wichtig: Regelmäßig kleine Bewegungen sind besser als einmal Vollgas und danach drei Tage k.o.!
Stehst du morgens auf, als wärst du vom LKW überfahren worden, dann probiere Folgendes:
✅ Immer zur selben Zeit ins Bett und wieder raus, erspart dir manchen Graus.
✅ Kaffee am Abend – erquickend und labend – leider auch, wenn es schon Schlafenszeit ist. Keinen Kaffee mehr ab 14, besser 11 Uhr.
✅ Abendrituale einführen (z.B. warme Dusche, leise Musik, Tagebuch schreiben)
Versuche, deine Erschöpfung nicht als Feind zu sehen, sondern als Hinweis deines Körpers, gut für dich zu sorgen. Hier ein paar positive Glaubenssätze:
💡 Ich darf meine Energie einteilen, ohne mich zu rechtfertigen.
💡 Auch kleine Schritte sind Erfolge!
💡 Ich bin nicht meine Erschöpfung – ich bin mehr als das. (AUFGABE: Nimm doch hierzu gerne mal einen Zettel und schreibe dir auf, was du alles bist: Katzenkuschler:in, beste Zuhörer:in, Muffinbäcker:in, Häkel-Queen. Befrag auch gerne deine Liebsten dazu.)
Du bist nicht allein! Fatigue ist real! In der Nachsorge leiden bis zu 30 bis 50 Prozent aller Betroffenen noch darunter. Lass organische Ursachen unbedingt medizinisch abklären. Wenn du mehr über Fatigue-Management erfahren willst, schau auf meiner Website vorbei: 👉 www.erfolgreich-schlafen.de/fatigue und folge mir auf Instagram: www.instagram.com/sabrina_fatiguecoach

KI kann riesige Datenmengen analysieren und so bei der Krebsfrüherkennung (zum Beispiel durch die Analyse von Gewebeproben) helfen. Spezielle mit medizinischen Trainingsdaten gespeiste KIs können bei Diagnoseverfahren unterstützen und Ärzt:innen basierend auf Patient:innendaten und wissenschaftlichen Studien sowie aktuellen medizinischen Leitlinien in Sekundenschnelle Behandlungsoptionen vorschlagen.
‼️ Natürlich kann KI hierbei keine ärztliche Entscheidung ersetzen – sie ist ein Werkzeug, kein Heiler.
Derzeit werden zahlreiche Forschungsprojekte durchgeführt, die die Potenziale von KI für die Verbesserung von Krebsdiagnostik und -therapie untersuchen. So könnte in Zukunft KI die Individualisierung von Krebstherapien verbessern, sodass jede Patient:in ausschließlich wirklich notwendige und für sie:ihn passende Medikamente erhält.
Doch nicht nur für Forschende und Ärzt:innen bietet KI neue Möglichkeiten. Auch Patient:innen und Angehörige können KI nutzen, um Fragen zu stellen, wissenschaftliche Befunde in einfache Sprache übersetzen zu lassen oder auch um drei Uhr nachts noch einen Ansprechpartner zu haben, wenn Ängste oder Sorgen einen gesunden Schlaf verhindern. Teilweise beantwortet KI medizinische Fragen sogar so gut, dass Patient:innen die KI-Antwort nicht mehr von der Ärzt:innen-Antwort unterscheiden können. Studien zufolge bewerten Patient:innen KI-generierte Antworten auf ihre Fragen außerdem als empathischer und hilfreicher als durch medizinisches Personal verfasste Antworten. Hier zeigt sich, dass KI mittlerweile zu einem sehr menschlichen, wertschätzenden und wohlwollenden Umgang mit ihren Nutzer:innen fähig ist.

Dieses empathische Verhalten verleitet dazu, Chatbots auch für therapieartige Gespräche zu nutzen. Dies ist naheliegend, da die KI (im Gegensatz zu echten Menschen) nie müde wird, nicht urteilt und immer verfügbar ist. Chatbots wie ChatGPT, Weobot oder Wysa können auch tatsächlich zunächst sinnvolle Ansprechpartner sein. Sie sind in der Lage, Gespräche zu führen, emotionales Befinden zu erfassen und Coping-Strategien vorzuschlagen. Häufig sind die künstlich generierten Antworten einfühlsam, machen Mut und helfen dabei, die eigenen Gedanken zu sortieren. Je mehr konkrete Informationen die KI erhält, desto individuellere Tipps kann sie dir geben.
Doch hier ist Vorsicht geboten: Persönliche und sensible Daten (wie vollständige Namen und Adressen oder finanzielle Angaben) solltest du keinem Chatbot zur Verfügung stellen! Sind die Daten in der KI eingegeben, kann nicht immer zuverlässig nachvollzogen werden, inwiefern diese weiterverarbeitet werden. Zudem werden deine Eingaben häufig genutzt, um die KI weiter zu trainieren.
Bei ChatGPT kannst du dies in den Einstellungen ändern. Hier kannst du entscheiden, ob du die Funktion »Das Modell für alle verbessern« ein- oder ausschalten möchtest. Allerdings solltest du auch dann, wenn diese Funktion ausgeschaltet ist, keine sensiblen Daten teilen, da KI-Systeme nicht immer vor Cyberangriffen sicher sind. Bezogen auf die Datenschutzproblematik und sicherlich auch auf konkrete Handlungsempfehlungen bei wiederkehrenden Angst- und Unsicherheitsgefühlen oder anderen häufig auftretenden, mentalen Problemen sind, menschliche Therapeut:innen definitiv den Chatbots vorzuziehen. Idealerweise können Chatbots aber eine erste Anlaufstelle darstellen und als Brückenbauer in akuten Momenten fungieren. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie ChatGPT dein Gesundheitsmanagement verbessern kann, dann gibt es hierzu eine interessante Podcastfolge namens »ChatGPT als Therapeut: Wie du KI für deine mentale Gesundheit nutzt« von Dr. Eva Elisa Schneider.
Im Selbstexperiment konnte ich Zeugin der kompetenten und einfühlsamen Antworten von ChatGPT werden. Ich probierte zunächst aus, inwieweit ChatGPT mir helfen konnte, meinen PET-CT-Befund der Erstdiagnose aus dem Jahr 2022 noch besser zu verstehen. Hier erhielt ich auch direkt von der KI den Hinweis, dass ich Klarnamen oder andere sensible Daten schwärzen solle, bevor ich den Befund hochlud. Ich entschied mich dazu, nur die letzten paar Sätze zu kopieren. Hier ging es um die Ausbreitung des Lymphknotenbefalls bei meiner Krebserkrankung. ChatGPT erklärte mir sehr kleinschrittig, dass es sich bei meiner Erkrankung um ein Lymphom handelte, und konnte alle medizinischen Begriffe (wie zum Beispiel »infradiaphragmal«) in verständliche Begriffe (in diesem Fall »unterhalb des Zwerchfells«) übersetzen. Sogar das Stadium konnte die KI richtig benennen und in Abhängigkeit von bestimmten Risikofaktoren konkrete Behandlungsmöglichkeiten vorschlagen. Hier erklärte mir ChatGPT in etwa die gleichen Möglichkeiten, wie mein Onkologe es damals getan hat. Auch die Angaben zur Dauer der Therapie und zu den möglichen Nebenwirkungen waren akkurat.

Als nächsten Schritt schlug die KI vor, mir weitere Informationen zu körperlicher und seelischer Therapieunterstützung zur Verfügung zu stellen. Diese Tipps beinhalteten unter anderem eine eiweißreiche, ausgewogene Ernährung, regelmäßige, moderate Bewegung und eine Suche nach Austauschmöglichkeiten in Form von Selbsthilfegruppen oder Psychoonkologie. Bei genauerem Nachfragen, welche Möglichkeiten ich als junge Patientin für den Onlineaustausch hätte, schlug die KI das junge Krebsportal der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs oder die Yes-We-Cancer-App vor. Unser kleiner Verein Pathly hat es leider noch nicht in die ChatGPT-Vorschläge geschafft, aber als ich der KI von meinen Zukunftsängsten berichtete, nutzte der Chatbot unseren Slogan »Du bist nicht allein«, um mich aufzufangen. Die ausführliche Antwort lautete:
»Es ist okay, dass du Angst hast. Diese Gefühle sind kein Zeichen von Schwäche, sondern eine natürliche Reaktion auf das, was passiert ist. Und es ist ebenso wichtig, dass du dich daran erinnerst: Du bist nicht allein. Menschen um dich herum, Freunde, Partner, Familie, aber auch digitale Communitys und Fachleute können dich begleiten. Du musst nicht alles selbst tragen.«
Diese emotionale und einfühlsame Antwort der KI beeindruckte mich nachhaltig. ChatGPT hat für mich damit bewiesen, dass KI Mut machen und helfen kann. Natürlich ist sie zu keinem Zeitpunkt ein Ersatz für echte Ärzt:innen, Therapeut:innen und Angehörige, die uns in den (manchmal leider ziemlich dunklen) Zeiten als Krebspatient:innen zur Seite stehen. Aber die Zukunft der Krebsmedizin ist nicht menschlich oder künstlich – sondern beides, im besten Fall Hand in Hand.

Es gibt keine »Krebsdiät«, die die Krankheit heilen kann. Was zählt, ist eine Ernährung, die dich mit Energie und Eiweiß stärkt, Beschwerden lindert und zu dir passt. Du darfst essen, was dir guttut – und das kann an manchen Tagen ein Smoothie sein, an anderen auch mal ein Stück Kuchen.
Gerade während einer Therapie kann sich der Appetit, der Geschmack und oft auch die Verträglichkeit von Lebensmitteln verändern. Dann ist Flexibilität wichtiger als Perfektion. Wenn du dich darauf konzentrierst, regelmäßig etwas zu essen und genug zu trinken, machst du schon sehr viel richtig.


Aber ganz wichtig: Sport und Bewegung nach einer Krebserkrankung sollen keine unbarmherzige To-do-Liste sein, sondern dein Schlüssel zu mehr Energie, weniger Schmerzen und einer besseren Lebensqualität. Klingt gut? Ist es auch! Also, schnapp dir eine bequeme Hose und lies weiter.
Wenn du denkst, dass Sport nur etwas für fitte Menschen ist, dann lass mich dir sagen: Das Gegenteil ist der Fall! Gerade nach einer Krebserkrankung kann Bewegung dein Wohlbefinden enorm verbessern:
👉 Mehr Energie: Bewegung hilft, die bleierne Müdigkeit (Fatigue) zu reduzieren. Dein Kreislauf kommt in Schwung, deine Muskeln geben dir Kraft für den Alltag.
👉Nebenwirkungen lindern: Bewegung kann helfen, Beschwerden wie Polyneuropathie, Inkontinenz oder Lymphödeme zu verringern.
👉 Bessere Stimmung: Sport setzt Glückshormone frei. Bewegung kann Ängste lindern und depressive Verstimmungen verbessern.
👉 Rückfallrisiko senken: Studien lassen vermuten, dass regelmäßige Bewegung das Risiko für ein Rezidiv verringern kann.
Das Beste daran? Du kannst in deinem eigenen Tempo starten. Es geht nicht um Höchstleistungen, sondern darum, deinem Körper etwas Gutes zu tun.
Hier ein paar konkrete Schritte, um eine gesunde Bewegungsroutine zu entwickeln:
Warum möchtest du Sport machen? Hier einige mögliche Gründe:
Jetzt kommt der spannende Teil: die Wahl der richtigen Bewegung in Bezug zu deinem persönlichen Grund:
Beantworte dir folgende Fragen:
Plane feste Zeiten ein und belohne dich nach dem Sport – sei es mit einem entspannenden Bad, einem leckeren Snack oder deiner Lieblingsserie. Du hast es dir verdient!
Überstunden, schlechtes Wetter oder der innere Schweinehund – es gibt immer Gründe, Sport aufzuschieben. Überlege dir im Vorfeld Strategien:
Pausen sind kein Zeichen von Schwäche, sondern von smarter Trainingsplanung. Dein Körper braucht Zeit zur Erholung, um nachhaltig von der Bewegung zu profitieren.
Sport soll keine Qual sein, sondern eine Chance. Es geht nicht um Höchstleistungen, sondern darum, deinen Körper wieder besser kennenzulernen und dich Stück für Stück stärker zu machen. Der Anfang mag herausfordernd sein, aber mit der richtigen Motivation, der passenden Bewegung und einem klaren Plan kannst du es schaffen. Und wer weiß – vielleicht wirst du irgendwann merken, dass du dich auf dein nächstes Training freust!

Solltest du merken, dass dir das Kauen und Schlucken schwerfällt, solltest du unbedingt mit deinem Behandlungsteam sprechen. Unbehandelt können diese Beschwerden zu einem Gewichtsverlust führen, der gerade während der Krebstherapie nicht wünschenswert ist, da sich dadurch das Risiko für eine Mangelernährung erhöht.
Statt Knuspermüsli mit Milch und Beerenobst 👉 Grießbrei mit Obstmus
Statt Nüsse 👉 Nussmus
Statt Nudeln ohne Soße 👉 sehr weichgekochte Nudeln mit viel Soße
Bei ausgeprägten Beschwerden kann Trink- oder Zusatznahrung helfen, deinen Energie- und Nährstoffbedarf zu decken. Lass dich dazu von deinem Behandlungsteam oder einer zertifizierten Ernährungsfachkraft beraten – gemeinsam findet ihr die beste Lösung für dich.


Wer mit einer Krebserkrankung konfrontiert wird oder sich Sorgen um Angehörige macht, kennt das: Die Fragen nehmen kein Ende und Online-Recherchen führen schnell in einen Strudel aus widersprüchlichen Informationen und Unsicherheiten. Genau hier hilft das telefonische Angebot und der E-Mail-Service des Krebsinformationsdienstes – kompetent, einfühlsam und individuell auf deine Situation abgestimmt.
Unter der Telefonnummer 0800 – 420 30 40 oder per E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.de erreichst du kostenlos Ärzt:innen, die dir zuhören und weiterhelfen.
Besonders praktisch: Du kannst online sogar einen Rückruf-Service vereinbaren.
Dir werden die unterschiedlichsten Fragen zu verschiedenen Therapieoptionen, Nebenwirkungen, medizinischen Begriffen oder dem Wechsel von Medikamenten beantwortet. Du kannst aber auch zu sozialrechtlichen Themen, zur Ernährung oder rund um die Krebsprävention Fragen stellen.
Damit du es dir besser vorstellen kannst, haben wir ein paar Beispiel-Fragen für dich gesammelt:
Und falls einmal keine Antwort sofort parat ist: Das Team recherchiert gezielt für dich. Es bleibt keine Frage unbeantwortet.
Hinter der Hotline und den E-Mail-Antworten stehen 31 Ärztin:innen mit viel Erfahrung und Herz – Menschen, die dir auf Augenhöhe begegnen. Sie kennen die Sorgen aus unzähligen Gesprächen und bringen neben Wissen auch echtes Mitgefühl mit, was heißt: Du bist nicht allein mit deinen Fragen oder Unsicherheiten. 🤗

Wir von Pathly finden: Dieser tolle Service verdient maximale Aufmerksamkeit und kann dir helfen, wieder Boden unter den Füßen zu bekommen. 💜

Das Problem ist: Dieser neue Alltag ist manchmal scheinbar nicht enden wollendes Neuland. Mit vielen Fragezeichen. Und Unsicherheiten. Wir haben einen Höllenritt hinter uns. Und sind irgendwie noch mittendrin. Und gleichzeitig wissen wir, dass der nächste Schritt irgendwann wieder heißen wird: Ab zur Arbeit.
Manche von uns können’s kaum erwarten. Anderen läuft es eiskalt den Rücken runter, wenn sie nur daran denken. Und wieder andere haben keine Ahnung, was sie eigentlich noch leisten können, wollen, sollen. Sie haben das Gefühl, keinen Boden mehr unter den Füßen zu haben, irgendwie im luftleeren Raum zu schweben, in einem Paralleluniversum.
Und dieser Satz kann – je nachdem, wie wir gerade drauf sind, wie es uns geht, wo wir gerade stehen – die größte Vorfreude oder die blanke Panik auslösen.
Hier sind drei Szenarien, um zu verdeutlichen, was so ein »Willkommen zurück« mit uns Betroffenen anstellen kann.

Und jetzt kannst du dir vorstellen, dass es noch zig Millionen weitere Reaktionen, Gedanken und Emotionen gibt, die uns Betroffenen in den Kopf kommen können. So viele, wie es Menschen gibt. Denn die Krankheit ist für alle anders. Unsere Körper reagieren unterschiedlich auf die Therapien, wir haben alle andere Spät- und Langzeitfolgen, mal mehr intensiv, mal weniger intensiv. Wir haben alle andere Jobs, andere Anforderungen, ein anderes Umfeld, andere Möglichkeiten, Ideen, Wünsche, Ziele.
Wir sind alle anders. Einzigartig.
Und wir müssen selbst herausfinden, wie wir ab dem Moment der Diagnose weitermachen wollen. Nebenbei arbeiten oder nicht? Wie lange Pause? Zurück in den Job? Gleiches Pensum wie vorher? Oder vielleicht was ganz anderes?
Wir müssen uns unseren eigenen Weg suchen, finden und gehen. Und ausprobieren, was für uns funktioniert, wie wir weitermachen können und wollen, wie wir unseren Wiedereinstieg in den Job und vor allen Dingen unser neues Arbeitsleben gestalten wollen. Und das kann ganz schön anstrengend sein.
Aus medizinischer Sicht gibt es standardisierte Verfahren. Tumor X bekommt Medikamente XY, Tumor Y bekommt YZ, … Aber für alles drumherum gibt es keine Regeln. Keine Leitlinien. Keine Leitplanken. Da sind wir auf uns allein gestellt.
Wie schön wäre es, wenn es auch für das, was nach der Therapie kommt (oder sogar währenddessen), einen klaren Masterplan gäbe?
Kleiner Spoiler: So eine Standard-Anleitung mit »mach dies, dann das, dann das« und happily ever after kann es nicht geben. Warum? Du ahnst es: Weil wir viel zu unterschiedlich sind.
Nur du weiß, was für dich richtig ist.
Es mag hart klingen, hat aber etwas sehr Bestärkendes: Du kannst selbst das Steuer in die Hand nehmen. Hier sind 10 Punkte, auf die du beim Wiedereinstieg in den Job unbedingt achten solltest. Wenn du magst, kannst du die Checkliste Schritt für Schritt durchgehen – oder aber dich inspirieren lassen und die Punkte vertiefen, die für dich am wichtigsten sind.

Und denk bitte immer daran: Sei nett zu dir. Bleib flexibel und sei geduldig mit dir selbst. Feiere selbst kleine Erfolge! Akzeptiere, dass es Rückschläge geben kann. Jede Rückkehr ist individuell – gib dir Zeit. Akzeptiere, dass du vielleicht nicht direkt bei 100 % starten kannst. Und dass es Schwankungen geben kann. Das ist total normal. Und ehrlich gesagt sind auch die ganzen vermeintlich gesunden Kolleg:innen nicht jeden Tag gleich fit.
Keep moving. You got this!

Umso mehr kann man sich auf den Herbst freuen, denn der bietet ganz schön viele Glücksmomente. Vielleicht sind einige dieser Vorschläge auch was für dich?! 🍂
Sommervasen und dünne Wolldecken können weggepackt werden, stattdessen wird es Zeit für gemütliche dicke Wolldecken, Kerzen, Teekannen, Kürbisse und Herbststräuße. Lass dich gerne von Social-Media-Posts und Zeitschriften inspirieren, die einem oft kreativen Input geben.
Ein Spaziergang durch einen Park oder den Wald, und sei er noch so kurz, kann Wunder gegen das Gedankenkarussell, das viele von uns begleitet, wirken. Nimm die frische Herbstluft, das durch die sich lichtende Blätter fallende Licht und das Rascheln der herabfallenden Blätter wahr. Vielleicht kannst du ja paar Schnappschüsse mit der Kamera machen, die du dann ausdruckst, oder einige Blätter und Äste für einen Herbststrauß mitnehmen.
Falls du selbst nicht hin kannst, schick einen oder eine deiner Liebsten los, videotelefoniere und such dir einen Kürbis heraus, den man dann schnitzen (lassen) kann. Einen essbaren Kürbis kannst du dir auch gleich mitbringen lassen und ein tolles Rezept daraus zaubern. Kürbisse sind mit ihren vielen wertvollen Inhaltsstoffen nämlich super für das Immunsystem.
Stöbere doch einmal in Kochbüchern, auf Social Media oder frage Freund:innen und Familie nach ihren liebsten Suppengerichten im Herbst. Anschließend kannst du sie – je nach Befinden und deinen Möglichkeiten – selbst kochen oder einen Kochnachmittag oder -abend mit deinen Lieblingsmenschen daraus machen. Gemeinsames Kochen über Videotelefonie ist übrigens auch sehr lustig!
Äpfel haben Saison, sind lecker und reich an Vitamin C. Warum sich also nicht auch einen saftigen Apfelkuchen gönnen? Hole dir eine Schnibbelhilfe und los geht es mit dem Backen! Es gibt kaum etwas Besseres, als wenn es in der Wohnung oder dem Haus nach frischem Kuchen riecht. 🍎🍰👩🏻🤝�
Draußen regnet es und bei dir wird es gemütlich mit deinem Lieblingstee oder Kaffee, einem Stapel Zeitschriften zum Durchblättern oder einem noch-nie-gelesenem oder wieder-neu-für-dich-entdecktem Lieblingsbuch, das du in einem neugegründeten Leseclub mit deinen Freund:innen auch gemeinsam lesen kannst.
Durchstöbere diverse Playlisten und erstelle eine eigene, mit Liedern, die dich an schöne Momente erinnern. Übrigens endet bei vielen Podcasts auch die Sommerpause. Der Herbst ist auch ein wenig Gruselzeit: Wie wäre es mit einem neuen Lieblings-True-Crime-Podcast?
Wir freuen uns auch auf die kühleren Tage, weil Hitzewallungen, unter denen einige von uns leiden, jetzt erträglicher werden können, und man sich auch die eine oder andere süße Mütze anschaffen kann beziehungsweise die Herbstkleidung endlich wieder herausgeholt wird. Sich das erste Mal wieder in einen Herbstpulli einpacken, ist ein tolles Gefühl.
Gibt es möglicherweise etwas, was du schon lange ausprobieren wolltest, zum Beispiel Keramik anmalen? Dafür musst du nicht einmal aus dem Haus, denn es gibt etliche Sets, die man sich nach Hause bestellen kann.
Wir von Pathly bieten übrigens auch Yoga, Achtsamkeitskurse und Meditatives Zeichnen kostenlos online an und freuen uns, wenn du dir damit etwas Gutes tust. Schau doch mal hier vorbei. 💜
Besorge oder lass dir einige Pflegeprodukte besorgen, von denen du weißt, dass du sie gut verträgst, und genieß einen Wellnesstag ganz nach deinen Vorstellungen und Bedürfnissen – sei es ein Tag in Stille oder ein Nachmittag oder Abend – dick eingemummelt, in Masken, mit deiner Lieblingsserie.


Regelmäßige Vorsorge hilft, Brustkrebs früh zu erkennen. Dazu gehören das monatliche Selbstabtasten und die ärztliche Untersuchung – je nach Alter von der Krankenkasse übernommen. Früherkennung verbessert die Heilungschancen deutlich.
💡 Lesetipp: Mehr dazu findest du in unserem Beitrag »Erinnerung zur Brustkrebsvorsorge«.
Die genauen Ursachen von Brustkrebs sind nicht bekannt. Es gibt aber Faktoren, die das Risiko erhöhen – manche unveränderbar wie Alter oder Gene, andere beeinflussbar wie Ernährung, Bewegung oder Alkohol. Ein erhöhtes Risiko bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Brustkrebs entsteht.
💡 Lesetipp: Mehr dazu findest du in unserem Beitrag »Mögliche Ursachen für Brustkrebs«.
Brustkrebs kann sehr unterschiedlich verlaufen und deshalb gibt es nicht die eine Behandlung. Je nach Art und Stadium der Erkrankung werden verschiedene Therapien eingesetzt, um die Heilungschancen bestmöglich zu verbessern.
💡 Lesetipp: Mehr dazu findest du in unserem Beitrag »Therapieformen bei Brustkrebs«.
Eine ausgewogene Ernährung kann während und nach einer Brustkrebserkrankung viel bewirken. Sie unterstützt den Körper bei der Therapie, stärkt das Immunsystem und hilft, Nebenwirkungen zu lindern.
💡 Tipp: Du möchtest mehr zu dem Thema erfahren? Dann melde dich jetzt zu unserem kostenlosen Online-Event »Ernährung bei Brustkrebs« am 10. Dezember an.

Himbeeren sind ohne Zweifel ein gesundes Lebensmittel und enthalten wertvolle Nährstoffe wie Ballaststoffe, Vitamin C, Anthocyane, Ellagitannine und Phenolsäuren. Zell- und Tierstudien konnten antioxidative, entzündungshemmende und potenziell krebshemmende Effekte zeigen.
❌ Diese Ergebnisse sind jedoch nicht ohne Weiteres auf den Menschen übertragbar, da unser Stoffwechsel deutlich komplexer ist. Um konkrete Empfehlungen geben zu können, sind daher randomisierte, kontrollierte Studien notwendig.
Das American Institute for Cancer Research (AICR) äußert sich zum Zusammenhang von Himbeeren und Krebs folgendermaßen:
»Himbeeren bieten eindeutige Vorteile für eine gesunde Ernährung, die darauf ausgerichtet ist, das Krebsrisiko zu senken. Ihre einzigartige Kombination aus hohem Ballaststoffgehalt und Ellagitannin-Verbindungen spielt eine wichtige Rolle bei der potenziellen Senkung des Krebsrisikos.
Himbeeren sind ein gesundes Lebensmittel, was du in normalen Mengen gerne in deine Ernährung integrieren kannst. Aber nicht nur die Himbeere hat mit ihren wertvollen Nährstoffen das Potenzial, deine Gesundheit zu unterstützen, sondern viele Lebensmittel. Es kommt auf die Gesamtheit der Lebensmittel an, die du isst, und nicht nur auf ein einzelnes.
Eine Ernährung, die dein Krebsrisiko senken kann, sollte vor allem reich an pflanzlichen Lebensmitteln wie Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen sein.
🥗 Dass Krebszellen keine Himbeeren mögen, ist daher zu kurz gedacht und sollte eher heißen: Krebszellen mögen keine ausgewogene Ernährung, die reich an pflanzlichen Lebensmitteln ist.

Wenn ein Mangel im Blut nachgewiesen wurde, auf jeden Fall. Wenn nicht, sprich die Einnahme deiner NEM unbedingt mit deinem Behandlungsteam beziehungsweise Onkologen ab. Warum? Weil NEM nicht harmlos sind – auch wenn sie verharmlost werden!
Im Gegensatz zu Arzneimitteln durchlaufen NEM kein Zulassungsverfahren mit Wirksamkeitsnachweis. Hersteller müssen das Produkt lediglich beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) anzeigen – die sogenannte »Verkehrsfähigkeitsanzeige«. Sie sind nicht dazu verpflichtet, einen Wirksamkeits- oder Sicherheitsnachweis gegenüber einer Behörde zu erbringen.
Einige Inhaltsstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln – insbesondere, wenn sie hoch dosiert sind – können Wechselwirkungen mit der Krebstherapie verursachen beziehungsweise die Therapiewirkung abschwächen. Das betrifft vor allem bestimmte Vitamine und Antioxidantien (A, C, E und ß-Carotin).
Nahrungsergänzungsmittel können sehr sinnvoll sein, wenn bei dir ein Mangel im Blut nachgewiesen wurde, aber sie ersetzen keine ausgewogene Ernährung. Und sie sind nicht automatisch harmlos. Einige können die Wirkung der Therapie beeinflussen, wenn sie hoch dosiert eingenommen werden.
Der NRV (Nutrient Reference Value) auf den NEM-Verpackungen gibt die Menge der Vitamine und Mineralstoffe an, die ein durchschnittlicher gesunder Erwachsener täglich zu sich nehmen sollte, um seinen Bedarf zu decken. Er wird in Prozent angegeben. Liegt der NRV bei etwa 100 %, entspricht das einer meist unbedenklichen Dosierung. Alles darüber solltest du nur in Rücksprache mit deinem Arzt einnehmen.
💬 Tipp: Sprich vor der Einnahme von NEM unbedingt mit deinem Onkologen/Behandlungsteam, um deine Therapie bestmöglich zu unterstützen und nicht in der Wirkung zu behindern.

Wie du dir selbst etwas Gutes tun und wieder selbstbewusster in den Spiegel schauen kannst, wissen die ehrenamtlichen Kosmetikexpert:innen von Look Good Feel Better. Im Rahmen des Patientenprogramms der DKMS unterstützen sie Krebspatient:innen dabei, mit den sichtbaren Veränderungen durch die Therapie umzugehen – mit praktischen Tipps zu Hautpflege und Make-up. Hier kommen 8 praktische Tipps – zum Nachmachen und Wohlfühlen:
Über Nacht sammeln sich Talg, Schweiß und Hautschüppchen auf deiner Haut. Eine sanfte Reinigung am Morgen, zum Beispiel mit einem milden Waschgel oder einer Reinigungsmilch, und anschließender Tagespflege sorgen für ein frisches Hautgefühl – dein perfekter Start in den Tag.
Deine Haut ist während der Krebstherapie besonders lichtempfindlich. Verwende einen hohen Lichtschutzfaktor (am besten LSF 50+), wähle sanfte Produkte ohne reizende Stoffe wie Duftstoffe oder Alkohol und creme regelmäßig nach. Auch Kleidung, ein Sonnenhut und Schatten helfen, deine Haut zu schützen.

Sanftes Waschen, Massieren und Eincremen tut nicht nur gut, sondern pflegt die empfindliche Kopfhaut und bereitet sie auf das mögliche Nachwachsen der Haare vor.
Übung macht die Meisterin: Fange am besten frühzeitig an, deine Augenbrauen nachzuzeichnen – auch wenn sie noch vollständig sind. So lernst du den natürlichen Schwung deiner Brauen kennen. Mit einem weichen Stift und kleinen, feinen Strichen wirkt das Ergebnis besonders natürlich. Und denk daran: Augenbrauen sind Schwestern, keine Zwillinge!
Mit einem Kajalstift kannst du Wimpern andeuten: Ziehe eine zarte Linie von der Augenmitte bis zum äußeren Augenwinkel – so nah am Wimpernkranz wie möglich. Entlang des unteren Lids wirken kleine Punkte sehr natürlich. So bekommt dein Blick wieder mehr Ausdruck.
Wähle einen Lidschatten, der deine Augen betont: Blaue Augen wirken besonders intensiv in Kombination mit Pfirsich- und Goldtönen. Grüne Augen werden mit Komplementärfarben wie Pflaume oder Kupfer noch leuchtender. Durch Petrol, Beerentöne und Gold wirken braune Augen noch tiefer und wärmer.
Du möchtest heute etwas mehr Power von deinem Make-up? Suche dir einen Bereich deines Gesichts aus, den du besonders hervorheben magst. Sind es vielleicht deine Augen, die du betonen möchtest? Trage etwas mehr Lidschatten auf oder wähle einen stärkeren Lidstrich. Lieber nicht so viel Produkt am Auge? Gehe all-in beim Rouge und bringe mehr Frische in dein Gesicht! Oder traue dich mal etwas beim Lippenstift und wähle eine auffällige Farbe. Make-up soll dich nicht verstecken, sondern stärken.
Deine Haut hat jetzt ganz neue Bedürfnisse. Was früher gut war, passt gerade vielleicht nicht mehr. Lass dich nicht von Artikeln oder Kommentaren verunsichern. Sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt über Inhaltsstoffe und bring Produkte mit, bei denen du dir unsicher bist. Zusammen findet ihr am besten heraus, welche Wirkstoffe für deine individuelle Therapie geeignet sind.

Du möchtest die Tipps in einem geschützten Rahmen ausprobieren und noch mehr erfahren? Dann melde dich jetzt zu einem kostenfreien »Look Good Feel Better«-Kosmetikseminar an – online oder vor Ort. 💌 Alle Infos und Termine findest du auf: lookgoodfeelbetter.de

Eine Haushaltshilfe unterstützt dich bei den täglichen Aufgaben, wenn du es selbst nicht mehr schaffst – sei es Putzen, Einkaufen oder Kochen. Sie ist keine Luxusleistung, sondern ein Recht, das dir in dieser Situation zusteht.
Die gute Nachricht: In vielen Fällen übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Voraussetzung ist, dass du wegen deiner Erkrankung den Haushalt nicht mehr selbst führen kannst und niemand sonst in deinem Haushalt lebt, der oder sie für dich einspringen könnte.
Achtung: Für jede Haushalthilfe fällt eine Zuzahlung von zehn Prozent der Kosten pro Kalendertag an. Das sind mindestens 5, aber maximal 10 Euro am Tag.
Hab keine Angst davor, Hilfe anzunehmen! Es ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Selbstfürsorge. Nutze die gewonnene Zeit und Energie für das, was dir jetzt wirklich guttut – sei es ein gutes Buch, ein Spaziergang oder einfach mal Durchatmen. Du bist nicht alleine auf diesem Weg. Es gibt Unterstützung – du musst sie nur annehmen. Bleib mutig und denk daran: Dir Hilfe zu holen ist stark!

Die Periode beziehungsweise die Fruchtbarkeit ist für junge Frauen mit Krebs deshalb so wichtig, weil sowohl die Erkrankung selbst als auch die Therapie zu einer Unfruchtbarkeit führen können. Insbesondere die Chemotherapie wirkt im ganzen Körper, wobei nicht zwischen Krebszellen und normalen Zellen unterschieden wird. Alle sich schnell teilenden Zellen werden angegriffen – und dazu gehören auch die der Geschlechtsorgane, da sich in jedem Zyklus Gebärmutterschleimhaut auf- und abbaut sowie Eizellen heranreifen und von den Eierstöcken zur Gebärmutter wandern. (1) Auch eine Bestrahlung des Bauch- oder Beckenbereichs oder von bestimmten Hirnregionen kann zu einer Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit führen. (2) Um dies zu verhindern, ist bei vielen Therapien die regelmäßige Verabreichung von Spritzen (beispielsweise Enantone, Trenantone oder Zoladex) in den Bauch vorgesehen. Sie bewirken, dass es zu keiner Ausschüttung von Hormonen kommt, welche normalerweise die Produktion weiblicher Geschlechtshormone regeln würden. (3) Die betroffenen Geschlechtsorgane werden somit in eine Art Winterschlaf versetzt, um eine Schädigung durch die Chemotherapie zu verhindern.
Prinzipiell gilt leider, dass es keine Garantie für die Rückkehr der Periode gibt. Es muss ebenfalls beachtet werden, dass sich das Risiko einer Unfruchtbarkeit mit zunehmendem Alter erhöht. (4) Und trotzdem gibt es Wege, um den eigenen Zyklus wieder anzukurbeln.
Hier folgen drei Empfehlungen meiner Gynäkologin, die ich befolgt habe und welche (womöglich) mit dazu beigetragen haben, dass meine Periode anderthalb Jahre nach der Therapie wiedergekehrt ist (*Alle Angaben sind ohne Gewähr):
Agnus Castus, auch bekannt als Keuschlamm oder Mönchspfeffer, soll unter anderem bei Hormonstörungen oder Zyklusbeschwerden helfen sowie die Fertilität von Frauen verbessern. Die Wirkung dieses pflanzlichen Mittels wurde auch bereits in Studien nachgewiesen, allerdings erst nach einer mehrmonatigen täglichen Einnahme. (5) Das Medikament ist nicht verschreibungspflichtig und kann rezeptfrei in Apotheken erworben werden. Sprich deine Frauenärztin oder deinen Frauenarzt am besten beim nächsten Termin darauf an, solltest du mit der Einnahme beginnen wollen oder diesbezüglich noch weitere Fragen haben.
Laut meiner Gynäkologin kennt der (junge) Körper nur zwei Modi: Überleben oder Fortpflanzen. Und für zweiteres wird Östrogen benötigt. Dieses Hormon kann jedoch nur gebildet und ausgeschüttet werden, wenn der Körper über genügend Fettreserven verfügt. Denn auch Fettzellen produzieren Östrogene. Viele Krebsbetroffene haben während ihrer Therapie erheblich an Gewicht verloren, was dazu führt, dass der Körper primär mit dem Überleben beschäftigt ist. Das steht wiederum der Produktion von Östrogen und damit der Rückkehr der Periode im Wege. Je nachdem, wie groß die Differenz zwischen dem ursprünglichen und dem aktuellen Gewicht ist, kann auch schon eine Zunahme von nur ein bis zwei Kilo ausreichen, um die Östrogenproduktion anzukurbeln. Wichtig ist jedoch darauf zu achten, dass es sich um eine gesunde Gewichtszunahme handelt, die durch eine ausgewogene Ernährung entsteht.

Ich gebe zu, dass mir diese Empfehlung nicht gerade gefallen hat. Schließlich wurde meine Geduld schon während der Therapie viel zu häufig auf die Probe gestellt. Doch wir sollten nicht vergessen, dass unser Körper monate- oder gar jahrelang einer maximalen Belastung standgehalten hat und sich von den Strapazen der Therapie erholen muss. Da ist es normal, wenn der Zyklus nicht sofort wiederkommt. Gib dir und deinem Körper Zeit und nimm bewusst den Druck raus. Denn zu viel Stress führt häufig dazu, dass das gewünschte Ziel erst recht nicht eintritt. Eine entspannte Grundeinstellung und Akzeptanz des Ist-Zustands hingegen wirkt sich positiv auf deine psychische Gesundheit aus. Das führt wiederum zu einem erhöhten allgemeinen Wohlbefinden – und im besten Fall dann auch zur Rückkehr deiner Periode. ♥️

Nach einer überstandenen Krebserkrankung gelten die gleichen Empfehlungen wie zur Krebsprävention, denn sie können dir helfen, dein Risiko für ein Rezidiv zu senken. Deine Ernährung spielt dabei eine zentrale Rolle – genau wie Bewegung und ein gesundes, stabiles Gewicht.
Laut dem World Cancer Research Fund sind bis zu 40 % aller Krebserkrankungen auf ungünstige Ernährungs-, Bewegungs- und Lebensgewohnheiten zurückzuführen – und damit vermeidbar.
Zu den Hauptrisikofaktoren zählen:
· Rauchen
· Alkohol
· Ungeschützte Sonnenexposition
· Eine unausgewogene, kalorienreiche Ernährung
· Übergewicht (erhöht das Risiko für mindestens 13 Krebsarten)
· Bewegungsmangel
Eine Garantie, dass der Krebs nicht wiederkommt, gibt es leider nie. Aber du kannst viel dafür tun, deinen Körper gut zu versorgen: mit den richtigen Nährstoffen sowie durch einen aktiven und gesunden Lebensstil.
Vollkorngetreide, Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte sollten den Hauptbestandteil deiner Ernährung ausmachen. Sie liefern Ballaststoffe, die deine Darmgesundheit unterstützen sowie eine Vielzahl an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen.
Praxis-Tipp Gemüse: Greif zu frischem oder tiefgekühltem Gemüse – am besten bunt gemischt. Orientiere dich am »Tellerprinzip«. Das heißt, die Hälfte deines Tellers sollte mit Gemüse gefüllt sein.
Empfohlen werden maximal 350 – 500 g gegartes rotes Fleisch pro Woche. Hierunter fallen Rind/ Kalb, Schwein, Lamm, Pferd und Ziege. Bevorzuge mageres, unverarbeitetes Fleisch. Auf verarbeitetes Fleisch wie Würstchen, Schinken oder Speck solltest du verzichten, da es von der WHO als krebserregend eingestuft wurde.
Fast Food und Fertiggerichte enthalten meist viel Fett, Salz und Zucker. Wenn du häufiger zu solchen Produkten greifst, kann das langfristig negative Auswirkungen auf deine Gesundheit haben.
Wichtig ist die Balance. Wenn du dich im Alltag überwiegend ausgewogen ernährst, spricht nichts dagegen, wenn du dir ab und zu auch mal eine Pizza gönnst. Achte aber darauf, dass solche Ausnahmen nicht zur Gewohnheit werden.
Zuckerhaltige Getränke wie Cola solltest du reduzieren, denn sie liefern viele Kalorien und Zucker ohne Sättigung. Greife lieber zu Wasser mit Zitronenscheiben, ungesüßtem Tee oder infused water.
Jedes Glas Alkohol erhöht das Krebsrisiko – auch nach der Erkrankung.
Deshalb gilt: je weniger, desto besser.
Eine einfache Faustregel für deinen Alltag:
· ½ Teller Gemüse
· ¼ Teller Eiweiß (z.B. Hülsenfrüchte, Quark, Fisch, Ei, Tofu, Geflügel)
· ¼ Teller Kohlenhydrate (z.B. Kartoffeln, Vollkornreis, Vollkornnudeln)
· Ergänzt mit hochwertigen Fetten wie Nüssen, Samen oder pflanzlichen Ölen
Dieses Prinzip hilft dir, ausgewogen zu essen – ohne Kalorienzählen oder komplizierte Regeln.

Nicht grundsätzlich und sie werden auch nicht zur Krebsprävention empfohlen. Nahrungsergänzungsmittel können einen Mangel ausgleichen, aber sie ersetzen keine ausgewogene Ernährung. Wichtig: lasse deine Blutwerte regelmäßig kontrollieren und nimm Präparate nur gezielt ein, wenn ein ärztlich bestätigter Mangel vorliegt.

Ursächlich ist eine Veränderung von auf- und abbauenden Prozessen im Körper. Dein Eiweißumsatz und -abbau ist erhöht, was zu einem gesteigerten Abbau von Muskeleiweiß – also Muskelmasse – führt.
Weniger Muskeln = weniger Lebensqualität
Du verlierst deine wertvolle Muskelmasse. Du hast weniger Kraft, bist schwächer und kannst alltägliche Aufgaben schwerer bewältigen. Außerdem ist eine geringere Muskelmasse mit einer ungünstigen Prognose assoziiert.
Aber auch deine Wundheilung nach einer OP kann verzögert und dein Immunsystem durch zu wenig Eiweiß geschwächt sein.
Achte darauf, in jede Mahlzeit und Zwischenmahlzeit eine Eiweißquelle einzubauen. Wechsel dabei zwischen tierischen und pflanzlichen Eiweißquellen ab:
🍗 Fleisch und Wurst
🐟 Fisch
🧈 Milch und Milchprodukte
🥚 Eier
🫘 Hülsenfrüchte
🫛 Soja
🥜 Nüsse und Samen
🌾 Vollkorngetreide und -produkte
Mit diesen Lebensmittelmengen nimmst du jeweils etwa 10 g Eiweiß zu dir:
🥣 90 g Quark
🥚 1 großes Ei
🥪 2–3 Scheiben magere Wurst (50 g)
🧀 2–3 Scheiben Käse (50 g)
🍣 Halber Handteller Fleisch oder Fisch
🥟 Handteller Tofu
🫘 100–150 g Hülsenfrüchte gekocht
🥛 ¼ Liter Milchprodukt (Milch, Buttermilch, Kefir, Joghurt)
🍝 Teller Nudeln gekocht
Dann sind Eiweißpulver und -shakes oder auch Trinknahrung (Astronautenkost) eine Möglichkeit für dich, dich trotzdem gut mit Eiweiß zu versorgen.


Komme stets vorbereitet. Habe deine Fragen griffbereit (aufgeschrieben im Notizbuch oder im Handy), denn in der Aufregung vergisst du sie eventuell und ärgerst dich im Nachhinein.
Mache dir während des Gesprächs Notizen. Nein, das ist nicht unhöflich. Wenn es dir unangenehm ist, sage einfach, warum du es tust.
Bringe jemanden mit oder frage nach, ob du eine Vertrauensperson am Telefon dabei haben kannst (vier Ohren hören mehr als zwei).
Wenn du etwas nicht verstehst, frage stets nach. Tipp: Bitte deine:n Gesprächspartner:in darum, dir die Sachlage so erklären, als würden sie es einer 90-jährigen Oma und/oder einem Kind erklären.
Frage deine:n Ärzt:in, ob er oder sie die Behandlung auch ihrer Tochter/Onkel/Oma empfehlen würde.
Du darfst stets eine Zweitmeinung einholen.
Du darfst emotional werden. Wenn du dich überfordert fühlst. Bitte ggf. darum, kurz innezuhalten bevor es weitergeht.
Frage immer wie es weitergeht und wie die weiteren Behandlungsschritte aussehen, z.B. weitere Check-Ups, Behandlungsreihenfolgen und was dich dann jeweils erwartet.
Wiederhole zusammenfassend, was du gehört hast, um sicherzugehen, dass du alles verstanden hast.

Wir vermeiden es daher bewusst, hier in die Tiefe zu gehen. Denn es geht darum, Transparenz und nicht Panik zu schaffen:
💇 Haarverlust
👃 Taubheitsgefühle
🩹 Hautveränderungen
💅 Brüchige Nägel
🌡️ Gestörter Hormonhaushalt
🧠 Konzentrationsschwäche, auch bekannt als »Chemo-Brain«
⚡ Schmerzen
🔋 Erschöpfungszustände (»Fatigue«)
💪 Geschwächte Ausdauer und Kraft
🪁 Verlust oder Funkstille von Freunden und Familienmitgliedern
💔 Unerfüllte Erwartungen an sich selbst: wieder ganz die:der »Alte« zu sein
Sei achtsam, von wem und woher du Informationen beziehst. Ratschläge sind manchmal genau das: »Schläge«, die nicht guttun, verunsichern oder dich runterziehen. Es ist voll okay, Informationen nach und nach einzuholen und du hast auch immer ein Recht aufs Nichtwissen. Ziehe bewusst Grenzen und umgib dich mit liebevollen Menschen. Höre auf deinen Körper und melde deinen behandelnden Ärzten sofort, wenn dir etwas ungewöhnlich erscheint.

Es ist daher ganz wichtig, dass du bei der Pflege deiner Haut auf ein paar Dinge achtest:
❌ Vermeide langen Wasserkontakt, um die Haut nicht aufzuweichen
❌ Gehe nicht schwimmen oder baden
✅ Wasche dich möglichst nur mit Wasser
✅ Die Wassertemperatur sollte weder zu heiß noch zu kalt sein
✅ Achte darauf, die Markierungen nicht zu entfernen
✅ Trockne dich vorsichtig, aber gründlich ab
‼️ ABER: Sprich jedes Produkt mit deinem Radiologen ab, bestimmte Inhaltsstoffe können die Bestrahlung beeinflussen!
✅ Mild, pH-neutrale Produkte
❌ Parfum
❌ Deodorant
❌ Ätherische Öle
❌ Alkoholhaltige Produkte
✅ Tupfe dich beim Abtrocknen vorsichtig ab anstatt zu rubbeln
❌ Trage keine zu enge Kleidung, keine Pflaster, o.ä.
❌ Vermeide dich zu kratzen, auch wenn es juckt
❌ Auf Rasieren oder Epilieren der bestrahlten Stellen solltest du vorerst verzichten
❌ Vermeide direkte Sonneneinstrahlung


Wichtig ist: Sexualität ist kein Luxus. Sie kann Lebensqualität und Wohlbefinden stärken. Sie verändert sich ein Leben lang – durch hormonelle Umstellungen, neue Beziehungen, Erfahrungen und eben auch durch Krankheit. Dieser Text soll euch Mut machen, mit diesen Veränderungen umzugehen.
Erst das Überleben. Dann das Leben.
»Am Anfang ging's nur ums Überleben«, hören wir oft. Klar – wenn man die Diagnose erfährt, steht alles Kopf. Wer denkt da an Sex? Aber irgendwann kommt der Alltag zurück. Die Sehnsucht nach Berührung und sexuellen Momenten meldet sich wieder.
Doch oft ist da auch viel Unsicherheit. Vielleicht hat sich dein Körper verändert: Du fühlst dich nicht mehr attraktiv, vielleicht tut etwas weh oder die Lust ist ganz verschwunden.
Krebs und seine Behandlung – Operationen, Chemo, Bestrahlung oder antihormonelle Therapie – hinterlassen Spuren. Viele haben mit Schmerzen, trockenen Schleimhäuten, Orgasmusschwierigkeiten, Erektionsproblemen, Libidoverlust oder Empfindungsstörungen zu tun. Auch Narben, ein Stoma oder ein Port verändern das Körperbild. Sich auf eine sexuelle Situation einzulassen, fällt dann oft schwer. Manche ziehen sich zurück, andere wissen nicht, wie sie Nähe wieder zulassen können. Sexualität kann zur Herausforderung werden, doch genau hier liegt die Chance für einen Neuanfang: Offen über Sexualität zu sprechen und Neues auszuprobieren.

Reden mit Partner:innen, Ärzt:innen, Berater:innen. Worte machen Mut.
Spüren Körperwahrnehmung und das Reflektieren von Gefühlen stärken die Selbstakzeptanz.
Selbstberührung kann helfen, neue Bedürfnisse und Grenzen zu entdecken.
Zeit Lust lässt sich nicht erzwingen, aber wiederentdecken.
Grenzen ein achtsamer Umgang mit den eigenen und fremden Grenzen erleichtert Nähe.
Hilfsmittel Gleitgel, Pflegeprodukte, Sextoys oder Beckenbodentraining unterstützen oft.
Fantasie Kopfkino ist erlaubt! Erinnerungen, Sehnsüchte und Träume dürfen sein
Viele Betroffene erleben Unsicherheit und schweigen deshalb lieber. Über Krankheit spricht man nicht gern. Über Sex erst recht nicht. Zwei Tabus treffen aufeinander. Werbung und Filme zeigen perfekte Körper, perfekte Lust – jung, schön, gesund. Doch das Leben nach einer Krankheit sieht oft anders aus. Und das erschwert den Zugang zu einer lustvollen und selbstbestimmten Sexualität.
Scheut euch nicht intime Momente bewusst zu planen: gemeinsam spazieren, baden, reden, sich wieder annähern – langsam.
Probiert unterschiedliche Stellungen aus, um herauszufinden, was guttut. Gestaltet eine für euch passende Atmosphäre – schönes Licht, angenehme Temperatur, Kleidung, in der ihr euch wohlfühlt. Sprecht offen über eure Wünsche, über Unsicherheiten und über Verhütung, damit Vertrauen wachsen kann.
… Dann sind wir für dich da. In unserer Sexualberatung bieten wir Unterstützung für Menschen mit und nach einer Krebserkrankung. In Gesprächen und mit Übungen begleiten wir euch dabei, sich im Körper wieder zu Hause fühlen zu können, Nähe neu zu denken und Sexualität in all ihren Facetten zu verstehen.
Gerade wenn es um Sexualität geht, fehlen oft die Worte. Deshalb ist es wichtig, zu wissen:
Du bist nicht allein und du musst das nicht allein bewältigen.

🥗 Mit der richtigen Ernährung kannst du typische Beschwerden lindern und deine Gesundheit langfristig stärken.
💊 Laut S3-Leitlinie stellt eine Hormonersatztherapie die effektivste Behandlung dar. Dein Arzt sollte dich dabei über kurz- und langfristigen Nutzen und Risiken aufklären.
🌾 Auch eine phytoöstrogenreiche Ernährung mit Soja und Leinsamen kann dir helfen.
🌶️ Scharfe Speisen, Koffein und Alkohol erhöhen deine Körpertemperatur, so dass du sie reduzieren solltest.

🌰 Tryptophanreiche Lebensmittel (Tryptophan gehört zu den aromatischen Aminosäuren) wie Nüsse, Eier und Milchprodukte können deine Melatoninproduktion unterstützen. Melatonin reguliert deinen Schlaf-Wach-Zyklus.
☕ Vermeide Koffein und schwere Mahlzeiten am Abend.
🥦 Eine gute Versorgung mit Kalzium hilft dir, Osteoporose vorzubeugen. Kalziumreich sind Milchprodukte, bestimmte Gemüsesorten wie Grünkohl, Fenchel oder Brokkoli und Mineralwasser mit mindestens 150 mg Kalzium pro Liter.
☀️ Achte darauf, dass du ausreichend mit Vitamin D versorgt bist, um Kalzium überhaupt gut aufnehmen zu können.
🐟 Eine mediterrane Ernährung mit vielen pflanzlichen Lebensmitteln, Fisch und gesunden Ölen kann effektiv das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse, also akut auftretende Erkrankungen im Bereich des Herz-Kreislauf-Systems, reduzieren.

Damit bist du nicht allein! Dieses Phänomen nennt sich Überlebensschuld, auf Englisch »survivor’s guilt«. Laut der Website »compass oncology« handelt es sich dabei um eine Form von posttraumatischer Belastungsstörung. Die Seite gibt Betroffenen fünf Tipps für einen besseren Umgang mit diesen Schuldgefühlen an die Hand, die wir hier für euch auf Deutsch noch einmal aufbereitet haben:
Es ist total normal, nach dem Verlust von Mitkämpfer:innen verzweifelt und traurig zu sein. Versuche jedoch, dich mehr auf die Trauer über den Verlust des Menschen an sich, und weniger auf die Schuldgefühle über das eigene Überleben, zu fokussieren. Denn für die Umstände bist du nicht verantwortlich!
Manchmal helfen kleine Rituale, um die Erinnerung an eine verstorbene Person aufrecht zu erhalten und das eigene Leben gleichzeitig wieder mit Inhalt zu füllen. Vielleicht gibt es ja eine Aktivität, die euch besonders verbunden hat, und die du nun in Andenken an eure gemeinsame Zeit fortsetzen kannst?
Solltest du dich schuldig fühlen, weil du in den letzten Monaten viel auf die Hilfe anderer angewiesen warst: Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um etwas zurückzugeben. Wie wäre es mit einem Dankesbrief oder einem leckeren selbstgekochten Essen?

Schuldgefühle führen zu Stress und Unbehagen. Finde einen Weg, um diesen Stress abzubauen und lass ihn nicht dein Gefühlsleben kontrollieren. Du weißt nicht wie?
💡 Unser Tipp: Probiere doch mal diese Achtsamkeitsübung aus.
Nichts ist isolierender als Schweigen. Deshalb wollen wir dich ermutigen, dich zu öffnen und über genau diese Schuldgefühle zu sprechen. Das kann entweder mit Freund:innen oder der Familie sein, oder aber mit ausgebildeten Psychoonkolog:innen, die mit genau solchen Problemen vertraut sind und eine große Stütze in der Bewältigung von »survivor’s guilt« sein können.


Kohl gehört zur Familie der Kreuzblütler und umfasst viele nährstoffreiche Sorten wie Brokkoli, Grünkohl, Rosenkohl, Rotkohl, Weißkohl oder Kohlrabi.
✅ Kohl ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen wie Vitamin C, K, B-Vitaminen, Kalium, Calcium und Eisen.
✅ Enthält Glucosinolate – das sind sekundäre Pflanzenstoffe, denen krebshemmende Eigenschaften zugeschrieben werden.
✅ Hoher Ballaststoffgehalt – fördert deine Verdauung und sorgt für ein gesundes Mikrobiom.
✅ Liefert Antioxidantien, welche deine Zellen vor freien Radikalen schützen.
✅ Besonders kalorienarm – ideal für eine gesunde Ernährung und zum Abnehmen.
🥦 Rosenkohl: Wusstest du, dass Rosenkohl mehr Vitamin C hat als eine Zitrone? Schon 100 g Rosenkohl decken mit 110 mg Vitamin C deinen gesamten Tagesbedarf ab.
🥦 Brokkoli: Enthält den sekundären Pflanzenstoff Glucoraphanin – eine Vorstufe von Sulforaphan. Sulforaphan entsteht durch enzymatische Umwandlung beim Schneiden und Kauen von Brokkoli. Ergebnisse aus Zell- und Tierstudien weisen eine tumorzellhemmende Wirkung des Pflanzenstoffs auf. Auf den Menschen sind diese Ergebnisse aber nicht übertragbar, sodass weitere Studien nötig sind.
🥦 Grünkohl: Ist Spitzenreiter bei Provitamin A, Vitamin E, Vitamin K, Vitamin B2, Folsäure, Calcium, Phosphor und Eisen im Vergleich zu anderen Kohlsorten. Auch tiefgekühlt ist er das ganze Jahr über verfügbar. Probiere doch mal Grünkohl-Curry, frischen Grünkohl-Salat oder einen grünen Smoothie.
Egal für welchen Kohl du dich entscheidest – alle sind wahre Superfoods, die dein Immunsystem stärken, deine Verdauung unterstützen und wertvolle Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe liefern. 💚

Sogenannte »CATs« - cancer associated thrombosis (Deutsch: krebs-assoziierte Thrombosen) können durch verschiedene Ursachen entstehen. Zum Beispiel können Tumore Gerinnungsfaktoren produzieren, die eine Thrombose auslösen. Aber auch durch den Druck, den ein stetig wachsender Tumor auf umgebendes Gewebe auslöst, besteht die Gefahr einer Thromboseentwicklung. Nicht zuletzt kann auch die Therapie das Risiko für eine Thrombose erhöhen.
Dennoch ist auch wichtig zu wissen, dass nicht alle Krebspatient:innen das gleiche Risiko für eine Thrombose haben.
Einschätzen lässt sich das Risiko zur Entwicklung einer Thrombose unter anderem anhand verschiedener klinischer Gesichtspunkte.

Als Risikofaktoren zählen hier zum Beispiel neben einer aktiven Krebserkrankung:
Auch durch äußerlich erkennbare Veränderungen lässt sich abschätzen, ob das Vorliegen einer Thrombose wahrscheinlich ist. Als Hauptsymptome für eine Thrombose gelten hier:
Solltest Du als Patient:in die Befürchtung haben unter einer möglichen Thrombose zu leiden, ist es ratsam, zeitnah eine:n Ärzt:in aufzusuchen. So kann die Diagnose durch Untersuchungen wie Laborwerte oder eine Ultraschallkontrolle erhärtet oder ausgeschlossen werden.

Neben wichtigen Dokumenten und Hygieneartikeln gibt es vieles, was den Krankenhausalltag erleichtert. Hier ist eine Checkliste für deinen achtsamen Notfallkoffer mit den wichtigsten Dingen für den Krankenhausaufenthalt:


Im Gegensatz zu anderen Tumorerkrankungen, tritt Nierenkrebs relativ selten auf. Laut des Robert-Koch-Instituts erkranken hierzulande jährlich knapp 14.000 Menschen daran. Davon sind etwa 8.864 Männer und circa 5.136 Frauen betroffen. Das »Nierenzellkarzinom« ist die häufigste Form und zählt zu den bösartigen Nierentumoren. Fünf Prozent aller Tumore sind gutartig. Zu ihnen gehören beispielsweise »Onkozytome« und »Papilläre Adenome«.
Die Anzeichen zu erkennen ist gar nicht so leicht. Die Symptome können einen anderen Ursprung haben. Ständige Müdigkeit, Übelkeit, Blutarmut und Verwirrtheit können auf Nierenkrebs hindeuten, aber auch andere Ursachen haben. Deswegen ist es wichtig, sich untersuchen zu lassen. Zu Beginn der Erkrankung bringen Nierenkarzinome nur selten Beschwerden mit sich. Je größer der Tumor ist, desto mehr Probleme bereitet er. Schmerzen im Bereich der Nieren und Urin im Blut können dazugehören.
Das Gute ist, dass 70 Prozent aller Nierenkarzinome zufällig bei einer Routineuntersuchung per Ultraschall entdeckt werden.
Wieso Patient:innen an Nierenkrebs erkrankt sind, lässt sich oft nicht mehr nachweisen. Als Risikofaktoren gelten Übergewicht, Bluthochdruck und Rauchen.
Beschränkt sich der Tumor ausschließlich auf die Niere, so kann dieser durch eine Operation entfernt werden. Hat der Krebs gestreut, werden eine Immuntherapie und eine zielgerichtete Therapie eingesetzt.
Wie bei allen Krebsarten gilt auch hier: Je früher der Tumor entdeckt wird, desto größer ist die Chance auf Heilung.

Jährlich erkranken in Deutschland etwa 6.700 Menschen an einem Multiplen Myelom. Diese Erkrankung geht von veränderten Plasmazellen im Knochenmark aus und wird deshalb auch »Knochenmarkkrebs« genannt. Das Erkrankungsrisiko steigt im höheren Alter an. Da die Lebenserwartung im Allgemeinen steigt, ist in den nächsten Jahren auch mit einer steigenden Anzahl an Diagnosen zu rechnen.
Ein Multiples Myelom ist anfänglich schwer zu erkennen, da Symptome wie Blutarmut, Knochenschmerzen, andauernde Müdigkeit und eine erhöhte Infektanfälligkeit auch völlig andere Ursachen haben können. Mit Hilfe eines Bluttests lässt sich feststellen, ob eine ungewöhnlich hohe Anzahl an Plasmazellen vorliegt. Doch auch diese Auffälligkeit in den Laborwerten ist oftmals harmlos und verläuft in den meisten Fällen gutartig. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind bei Auffälligkeiten in den Blutwerten wichtig, um eine Erkrankung rechtzeitig zu erkennen.
Auch wenn eine vollständige Heilung bei einem Multiplen Myelom in der Regel nicht möglich ist, hat sich in den letzten Jahren die Lebenserwartung mit der Erkrankung deutlich verbessert. Mit Hilfe von Hochdosis-Chemotherapie oder Blutstammzelltransplantation kann die Krankheit häufig über lange Zeit kontrolliert werden und verläuft dann oft symptomarm.
Warum Menschen an einem Multiplen Myelom erkranken, ist nicht eindeutig geklärt. In einigen Fällen tritt eine familiäre Häufung auf und Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Bestimmte Immundefekte oder eine Infektion mit Erregern, die das Immunsystem schwächen (beispielsweise eine HIV-Infektion) können das Erkrankungsrisiko erhöhen. Eine Vorsorge-Routine wie bei Brust- oder Hodenkrebs gibt es für das Multiple Myelom aufgrund seiner Seltenheit und der unspezifischen Symptome nicht.
Es ist daher wichtig, stets auf den eigenen Körper zu hören. Außerdem gilt auch hier, wer viel Gemüse, Fisch und Obst isst, kann sein Erkrankungsrisiko für ein Multiples Myelom und viele andere Erkrankungen verringern.



Dein Körper sendet dir Signale – ob Hunger, Durst oder Unverträglichkeiten. Achte darauf, was dein Körper dir mitteilen möchte und nimm dir die Zeit, die Signale zu verstehen. Gerade in der Hektik des Alltags werden die eigenen Bedürfnisse oft nicht mehr richtig wahrgenommen.
Ob du Energie tanken, dein Immunsystem stärken, Abnehmen oder Symptome lindern möchtest – mach kleine Schritte in deiner Geschwindigkeit. Dein Ernährungsziel sollte kein Sprint sein, sondern eine langsame und nachhaltige Änderung deiner Gewohnheit. So führen deine neuen Strategien auch zum langfristigen Erfolg.
Gesund zu essen bedeutet nicht Verzicht, sondern Genuss. Finde Lebensmittel, die dir schmecken und deiner Gesundheit guttun. Schon mal gerösteten Blumenkohl aus dem Ofen mit Tahin-Dressing gegessen? Oder eine Brokkoli-Tofu Bowl? Probiere Neues aus und lass dich überraschen, wie lecker gesunde Mahlzeiten schmecken.

Ob eine professionelle Ernährungsberatung, Rezepte oder Inspiration – du musst das Rad nicht neu erfinden. Hol dir Unterstützung, wenn du das Gefühl hast, nicht weiter mit deinen Zielen zu kommen.
Dein Leben ändert sich und damit auch deine Bedürfnisse. Was heute für dich gut funktioniert, kann morgen anders sein und das ist okay. Z.B. hast du einen neuen Job und kochen fällt dir aus Zeitgründen schwer? Dann ist Meal-Prep für dich eine gute Option. Passe deine Strategien an, so klappt es auch damit, deine Gesundheit weiterhin zu unterstützen.
Am Tag der gesunden Ernährung erinnern wir daran, wie wichtig es ist, achtsam mit sich selbst zu sein und die Ernährung an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Obwohl es für viele Krebsarten gute Heilungschancen gibt, ist die Angst vor dem Tod auf einmal ganz nah. Werde ich sterben? Wann werde ich sterben? Wird es schmerzlich sein oder ist es wie einschlafen? Habe ich das Leben so gelebt, wie ich es mir immer vorgestellt habe? Ja, nein? Warum eigentlich nicht? Bin ich bereit, zu sterben? …
Viele solcher Fragen können bei deiner Diagnose hochkommen. Die Angst vor dem Tod ist erstmal eine ganz »normale« und verständliche Angst. Wir wissen nicht, was nach dem Tod mit uns passiert. Und egal ob wir an ein Leben danach glauben oder nicht, das Unwissen darüber kann beunruhigen. Was hilft dir dabei diese Angst näher kennenzulernen und es schaffen, dass sie dich im Alltag nicht lähmt?
Bei all den Tipps, mache dir bewusst, dass du nie »fertig« sein wirst, zu leben. Das Leben ist nicht perfekt und man wird nie alles gesehen, erlebt und gefühlt haben. Das ist OK so. Lerne in den Moment zu leben – im Hier und Jetzt. Lerne, das Leben zu genießen – mit all den Hochs und Tiefs. Lenke deine Energie auf die Zeit, die du noch hast. 💜