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Hilfreiche Wegweiser für den Alltag mit Krebs

Themen
Therapiephase
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Ein Mann mit Smartphone in der Hand blickt skeptisch.
Info
Ernährung
Alle Krebsarten
Wer mit einer Krebserkrankung lebt, möchte oft vor allem eines: dem eigenen Körper etwas Gutes tun. Dabei landet man schnell bei Social Media – mit unzähligen Ernährungstipps, Regeln und vermeintlichen Lösungen.

❓ Was hilft wirklich? Was ist gut gemeint? Und was ist nur ein Ernährungstrend?

🤯 Viele Betroffene erleben genau das als zusätzliche Belastung. Denn zwischen laut formulierten Heilversprechen und strengen Ernährungsvorgaben geht oft das verloren, was eigentlich helfen soll: Orientierung und Sicherheit.

Dieser Post soll dir deshalb zeigen, wo du dich seriös, fundiert und ohne Angst vor Falschinformationen über Ernährung bei Krebs informieren kannst. Diese Quellen arbeiten unabhängig, wissenschaftlich fundiert, und patient:innenorientiert:

✅ Der Krebsinformationsdienst (KID) bietet verständliche, evidenzbasierte Informationen und persönliche Beratung – auch telefonisch oder per E-Mail.

‍✅ Die Deutsche Krebshilfe stellt viele gut aufbereitete Broschüren zu Ernährung, Bewegung und Nebenwirkungen zur Verfügung (»blaue Ratgeber«).

✅ Was essen bei Krebs ist ein Projekt der Deutschen Krebsgesellschaft (PRiO) und richtet sich speziell an Betroffene – wissenschaftlich fundiert, mit vielen praktischen Tipps und Rezepten.

‍✅ Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ordnet aktuelle Forschung zu Krebs, Ernährung und Lebensstil sachlich ein.

✅ Der World Cancer Research Fund (WCRF) wertet internationale Studien systematisch aus und gibt evidenzbasierte Empfehlungen zu Ernährung, Bewegung und Krebs. Die Ergebnisse werden verständlich auf Englisch aufbereitet.

Ernährung und Krebs – seriöse Infos statt Social-Media-Heilversprechen
Eine Person erinnert sich an die Krebstherapie zurück.
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Es ist früh am Morgen. Du bist gerade aufgestanden, die akute Therapiezeit ist noch nicht lange vorbei und du freust dich auf ein wenig mehr Normalität. Während du dir ein warmes Getränk zubereitest, um es dir damit an deinem Lieblingsplatz in deiner Wohnung gemütlich zu machen und in den Tag zu starten, kommen plötzlich all die schmerzhaften Erinnerungen aus deiner Zeit der Akut-Therapien hoch, die sich dabei auch sehr echt anfühlen. Du kannst den Stress, der sich damit bei dir bemerkbar macht, nicht nur emotional spüren, er breitet sich auch körperlich durch Symptome, wie Schmerzen, aus. Kommt euch so eine Situation bekannt vor?

Worum handelt es sich bei diesen Erinnerungen?

Menschen, die ein Trauma erlitten haben, zu dem auch eine Krebserkrankung zählt, erfahren manchmal sogenannte »Nachhallerinnerungen« (Intrusionen) oder »Flashbacks«. Während die Intrusionen vor dem inneren Auge ablaufen, hat man bei Flashbacks das Gefühl, wieder in der bedrohlichen Situation zu stecken. Oft werden diese Intrusionen oder Flashbacks durch Trigger ausgelöst, wobei die Symptome, die bei den Betroffenen auftreten, durchaus unterschiedlich sein können. Nach einer solchen Intrusion oder einem Flashback fühlt man sich meist psychisch und körperlich sehr erschöpft.

Wann treten solche Intrusionen oder Flashbacks auf?

Leider kann man das Auftreten dieser sehr realen Erinnerungen nicht wirklich voraussagen, weil die Schlüsselreize, die sie auslösen, bei Krebspatient:innen sehr verschieden sind. Keine Krebserkrankung läuft nach demselben Schema ab, sie ist immer individuell. Genauso wie die Erfahrungen der Betroffenen. Die Erinnerungen können sowohl durch Trigger, wie einen bestimmten Geruch, einen Ort, ein Zusammentreffen mit jemandem oder ein bestimmtes Datum ausgelöst werden.

Wie gehe ich mit Intrusionen oder Flashbacks um?

Das Rezept für den einzig richtigen Umgang gibt es nicht. Es ist allerdings wichtig, nicht in die absolute Vermeidung bestimmter Trigger zu gehen, denn das schränkt das Leben nicht nur extrem ein, sondern kann die Situation auch verschlimmern.

Hier sind einige Tipps, wie man Intrusionen und Flashbacks begegnen kann:

  • Suche dir psychoonkologische oder verhaltenstherapeutische Hilfe: Du musst da nicht alleine durch und es gibt Expert:innen, die dir helfen können, mit den Situationen souveräner umzugehen.
  • Tausche dich mit anderen Betroffenen in Selbsthilfegruppen aus: In vielen Städten gibt es die Möglichkeit, anderen Krebsbetroffenen zu begegnen und sich mit diesen auszutauschen.
  • Führe ein Tagebuch: Das Aufschreiben von Erfahrungen und Emotionen kann dir bei der Verarbeitung des Traumas helfen. Lass deinen Gedanken freien Lauf.
  • Entspanne dich mit einer Meditation, einer Achtsamkeits- oder Atemübung. Angeleitete Übungen findest du zum Beispiel auf diversen Social Media-Plattformen.
  • Aktiviere deine Sinne und nimm das Hier und Jetzt wahr: Wo bist du? Was geschieht um dich herum? Wer ist bei dir? Versuche, dich in die Realität zurückzuholen.
  • Überschreibe schmerzhafte Erinnerungen, indem du neue Erlebnisse mit lieben Menschen schaffst. Wenn ein Ort dich besonders triggert, nähere dich ihm mit einem Lieblingsmenschen. Der kann dir helfen, den Ort zu ent- oder gar zu verzaubern.
Blumen sprießen symbolisch für neue, positive Erinnerungen aus dem Kopf einer Frau.

Es dauert einige Zeit, bis die Intrusionen oder Flashbacks weniger werden. Auch Jahre nach der Akuttherapiephase gibt es manchmal immer noch durch Momente, Orte oder Schlüsselreize, die Ängste auslösen können.

Wichtig ist aber: Die Erinnerungen verblassen von Jahr zu Jahr immer ein wenig mehr. Du wirst lernen, mit diesen Erfahrungen umzugehen. Du bist nicht alleine!

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Unsere Atemübung

Eine Anleitung zur Boxatmung findest du auf unserer Webseite – zum Beitrag Boxatmung

Wenn Erinnerungen uns nicht loslassen wollen
Zwei Handpaare halten sich gegenseitig liebevoll.
Tipp
Angehörige
Alle Krebsarten
Kopf hoch, du schaffst das! Du bist so stark! Bleib positiv! Schau mal, wie viel du schon hinter dich gebracht hast! Ja, das sind alles lieb gemeinte Durchhalteparolen, die aber leider – und das werden viele vom Krebs Betroffene so unterschreiben – kaum bis gar nicht helfen. Zeit, mal darüber zu reden!

Erkrankt ein Mensch, der einem dazu auch noch am Herzen liegt, an Krebs, dann wird es sehr schwer. Für alle, die damit zu tun haben, ob un- oder mittelbar. Denn einen Umgang mit der Krankheit zu finden, ist für keinen einfach. Natürlich aus unterschiedlichen Gründen. Wir wollen uns heute aber mal den Angehörigen widmen und vielleicht ein paar Möglichkeiten finden, wie jeder einen Weg finden kann, mit der Krankheitssituation umzugehen. Im besten Fall irgendwann sogar ganz gut gemeinsam.

Keine Worte? Kein Problem!

Fangen wir von vorn an. Wenn die Diagnose aufgenommen und den Lieben mitgeteilt wird. Auch für Angehörige ist die Diagnose ein niederschmetternder Schlag in die Magengrube, auch wenn sie nicht deshalb akut um ihr Leben fürchten müssen. Aber in diesem Moment passiert auf der emotionalen Ebene auch ganz viel: Überraschung, Überforderung, Sorge, Angst. Alles in verschiedenen Abstufungen – gemessen an der Zeit, die es braucht, um alles zu realisieren. Bei allen Gefühlen in diesem Moment fehlt es an einem: Worten. Während der Kopf gleichzeitig wie verrückt und die Frage rattert, was denn jetzt die darauf beste Reaktion ist, die bestenfalls gleichzeitig tröstet. Um das alles mal abzukürzen: Die gibt es nicht. Alles, was in diesem Moment gefühlt wird, darf sein. Und es ist okay, das auch genau so zu sagen. Ein »Puh, das haut mich gerade total um, ich weiß nicht was ich sagen soll« ist total in Ordnung. Für den an Krebs erkrankten Menschen geht es zu diesem Moment meist nur um die Information. Ehrlichkeit schafft Empathie. Langes Nachdenken führt im Zweifel nur zu den oben genannten Phrasen – die am Ende vielleicht sogar ärgern. Vielleicht hilft hier auch gerade eine wortlose Umarmung oder ein leichter Händedruck mehr. Da aber nicht jeder in dieser Situation körperliche Nähe ertragen kann, lohnt es sich vorher zu fragen. Und ein »Magst du eine lange Umarmung?« löst die Sprachlosigkeit.

Was braucht es nun?

Neben dem Kampf gegen den Krebs bleibt nicht sehr viel Raum für alles andere. Und doch läuft das Leben ja irgendwie weiter. Praktische Hilfen sind ein Gamechanger und wirklich gut zu leisten. Einkaufen gehen, Kochen, im Haushalt helfen, um Kinder kümmern, Haustiere versorgen, Fahrdienste und Begleitungen zu Terminen, all das ist eine riesige Hilfe. Denn nach einer OP ist die Bewegung stark eingeschränkt und in einer Chemo- oder Strahlentherapie wird vieles sehr schnell zur riesigen Kraftanstrengung. Tipp: Vor der Behandlung zusammensetzen und planen. Denn dann gehen einige Sachen im Laufe der Therapie einfacher von der Hand, wenn vorher festgelegt ist, wo Unterstützung nötig ist. Und nebenbei ist dabei auch noch Raum für Trost. Wichtig ist aber, die Hilfe aktiv anzubieten, am besten mit konkreten Angeboten. Ein »Ich bin da, wenn du etwas brauchst. Melde dich jederzeit.« ist etwas, was die erkrankte Person wieder in einen Handlungszwang setzt. Und ganz ehrlich? Sie hat gerade schon genug zu tun. Oft wird dieses Angebot aus reiner Hilflosigkeit gemacht. Dabei muss das gar nicht sein, denn Hilfe kann so unkompliziert sein. Zum Beispiel die Frage, ob genug Kraft für einen Spaziergang da ist.

Eine volle Einkaufstüte mit Gemüse, Obst, Brot und Milch.

Vier Ohren hören mehr

Apropos Fahrdienste und Begleitungen zu Terminen. Diese Hilfestellung ist nicht zu unterschätzen. Denn Arzttermine sind oft überfordernd. Schon für gesunde Menschen. Da werfen Ärzte mit Wörtern um sich, für die dann oft kaum Zeit bleibt, um sie zu erklären. Manche Patienten haben vielleicht auch Hemmungen, dann genau nachzufragen. Denn – let’s face it – das ist alles ganz schön überfordernd. Da hilft es sehr, eine Person mitzunehmen, die zuhört, auch mal nachfragt und später hilft, alles irgendwie einzuordnen. Vielleicht gibt es im Vorfeld sogar die Möglichkeit, mit der Begleitperson den Termin vorzubereiten. Sich schon mal ein paar Fragen zu notieren, damit niemand am Ende aus diesen Terminen mit dem Gefühl herausgeht, dass man irgendwas vergessen hat.

Übrigens, das gilt nicht nur für Arzttermine, sondern auch für Termine bei einer Sozialberatung. Denn im Dschungel von Anträgen und Möglichkeiten verliert es sich als belastete Person nochmal viel leichter.

Trost vs. Hilfe

Auf der Suche nach Unterstützungsmöglichkeiten wird oft von »Hilfe« gesprochen. Nicht zu unterschätzen ist allerdings im täglichen Leben eine gute Portion Trost, denn er kann in Momenten ein gutes Gefühl oder eine kleine Ablenkung bieten. Denn Krankheiten können einsam machen. An Krebs zu erkranken ist, wie auf einer einsamen Insel zu sitzen, an der ab und an mal ein Schiff anlegt. Man muss viel aushalten – körperlich und seelisch. Deshalb ist Trost so wichtig. Jede Nachricht, jeder Gedanke – mag es noch so klein oder kurz sein – tun gut. Das nimmt keine Ängste oder lindert Schmerzen, aber es schafft eine kurze Ablenkung oder auch die Anerkennung des eigenen Leidens und der gerade eben mehr als miesen Situation. Trost ist gar nicht so schwer. Es ist ein »Hey, wie ist dein Tag heute?«, ein »Ich denke an dich« oder ein »Schau mal, ich habe etwas Lustiges/Schönes gefunden«. Auch das Teilen von schönen Erinnerungen lassen Momente ein Augenzwinkern lang leichter machen. Und das Beste? Es geht ganz schnell und kostet gar nichts. Trost bedarf wirklich nicht immer der großen Worte, er funktioniert im Kleinen, im Normalen und zwar mit jeder Geste, die man jemandem entgegenbringt, den man mag. Und genau das bewirkt unendlich viel.

Eine Krebserkrankung ist und bleibt für jeden belastend, egal ob Betroffene oder Angehörige. Gerade Angehörige sollten hier ganz genau auf die eigenen Ressourcen und Gefühle achten. Und dann auch ehrlich und vor allem zeitnah kommunizieren. Denn Hilfe wird immer gebraucht und oft fällt es Betroffenen schwer, darum zu bitten.

Das macht eine Sache sehr wichtig: Wer Hilfe zusagt, sollte sie auch leisten können. Denn ohne Unterstützung – egal welcher Art – ist eine Krebstherapie kaum zu schaffen.
Da sein, wenn’s schwer wird: Wie Freunde und Familie wirklich unterstützen können
Eine Person umarmt sich selbst während sie hilflos im dunklen Weltall schwebt.
Info
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Eine Krebsdiagnose bringt das Leben in einem Atemzug zum Stillstand, und doch geht gleichzeitig alles ganz schnell. Die Welt dreht sich weiter in einem ständigen Schleudergang aus Therapien, Untersuchungsergebnissen, Angst, und Überforderung.

Wenn nicht nur der Körper kämpft, sondern auch die Seele mitleidet

Nicht selten bleibt hier die Seele auf der Strecke, weil gerade alle Kraft mit einer unmenschlichen Anstrengung in die Heilung des Körpers gesteckt wird. Während und gerade nach Abschluss aller Therapien zeigt sich aber eins in voller Größe: Das schwarze Loch.

In Deutschland erkranken jährlich ungefähr 500.000 Menschen an Krebs. Viele davon empfinden die Zeit ihrer Erkrankung als ständigen Balanceakt vor einem dunklen Abgrund, dessen Grund nicht zu sehen ist. Das beginnt mit dem Moment, in dem die Diagnose mitgeteilt wird. Worte, die zwar hörbar, aber kaum zu erfassen sind. Manchmal dauert das sogar Tage, vielleicht auch Wochen. Die Seele macht zu, das Innere ist im Schock- und Angstzustand. Denn da klopft zum ersten Mal das Gefühl der Endlichkeit des eigenen Lebens an. Und das nicht gerade leise. Der Gedanke an den Tod ist bei einer Krebsdiagnose unvermeidlich. Dabei bleibt dieser Gedanke aber immer auch irgendwie abstrakt, weil er doch zu schwer zu erfassen ist. Und gleichzeitig auch wieder nicht. Denn das, was da gerade das eigene Leben bedroht, ist ja real und nicht ausgedacht.

Sorgen und Ängste überall

Eine Krebsdiagnose und die darauf folgenden Therapien bedeuten eine Menge Aushalten – nicht nur körperlich. Während der Körper kämpft, meldet sich nicht selten irgendwann die Psyche, denn die hinkt mit dem Verarbeiten meist hinterher. Was daran liegt, dass dafür kaum die Zeit bleibt. Die Therapien sind anstrengend und verlangen dem Körper alles ab. Denn neben Chemo und Co. gehen Alltag und Leben weiter: Haushalt, Kinder, Sozialleben (oder auch kein Sozialleben). »Normales« Leben, das einerseits gut tun kann, aber eben auch viel Energie und Kraft kostet, die eigentlich gerade an anderer Stelle im Einsatz sind. Soziale Komponenten machen die Sorgenfalten nicht selten noch tiefer. Gehaltsausfälle bei gleichbleibenden und zusätzlichen Kosten für Miete, Lebensmittel, Medikamente oder Physiotherapie, etc. bringen dazu auch Existenzängste. Und eine soziale Isolation aufgrund starker Therapiewirkungen kann Einsamkeit und eine sich damit noch verstärkende Traurigkeit bringen.

Eine Frau liegt zusammen gerollt auf dem Bett, geplagt von Ängsten.

Ängste, Unsicherheiten, Kontrollverlust, Hilflosigkeit, Lähmung, Traurigkeit und Verzweiflung sind ständige Begleiter einer kräftezehrenden Krebstherapie. Vor allem auch danach. Denn das ist die traurige Wahrheit: Das schwarze Loch schließt sich nicht mit der letzten Chemo- oder Strahlentherapie. Wenn der Körper nicht mehr kämpfen muss, wird das Ausmaß der seelischen Belastung erst richtig sichtbar. Nicht nur die Vergangenheit schmerzt und brennt ihre Erlebnisse in die Psyche ein. Die Angst vor einem Rückfall, Langzeitnachwirkungen von Therapien und das seit der Diagnose Erlebte bestimmen Gegenwart und Zukunft. Dazu: Leben in einem erschöpften, vom Krebs gezeichneten Körper, der das eigene Körpergefühl für immer verändert.

Puh, Hand hoch, wem da nicht die Puste ausgeht!

Wenn die Angst zur Krankheit wird

Gefühle wie Angst, Trauer, Frust, Erschöpfung oder Niedergeschlagenheit können ebenfalls Symptome einer Depression sein. Ungefähr 5 Millionen Menschen erkranken jährlich an Depressionen. Eine Krebserkrankung kann ein Auslöser dafür sein. Das Deutsche Ärzteblatt schreibt, dass eine Depression mittlerweile als häufige Begleiterkrankung bei Krebspatienten festgestellt wird, diverse Studien gehen von einer Prävalenz* zwischen 5 und 46 Prozent aus. Und dennoch werden die Symptome leider oft noch nicht rechtzeitig erkannt und behandelt.

Was tun?

Es gibt gute Angebote, die psychische Belastung parallel zu der Krebstherapie aufzuarbeiten. Medikamentöse Unterstützung und eine begleitende Therapie können hier dringend benötigte Atempausen bringen. Sich in einer Therapie alle Ängste von der Seele reden, bringt ein Stück Selbstwirksamkeit zurück. Denn das, was vom Innen ins Außen kommt, kann bei Tageslicht betrachtet werden. Und ist dann oft sogar weniger dunkel und angsteinflössend. Viele Krankenhäuser und Kliniken können hier gute Tipps geben, oft gibt es sogar vor Ort ein psychoonkologisches Angebot mit verschiedenen Therapieangeboten von Gesprächs-, über Kunst oder sogar Körpertherapie.

Hilfreich bei Fragen rund um die Krankheit, Psychosomatik und Sozialberatungen ist auch der Krebsberatungsdienst.

Auch Selbsthilfegruppen, egal ob vor Ort oder Online helfen. Denn neben Therapie und Medikamenten ist der Austausch mit anderen Betroffenen eine wichtige Stütze, um diese schwere Zeit zu überstehen.

Denn - und das ist das Wichtigste - Niemand ist allein mit Krebs.
Wenn Diagnose und Dunkelheit sich treffen: Wie eng Krebs und Depression verbunden sind
Eine junge Familie spaziert mit einem Baggy mit Kleinkind.
Info
Kinderwunsch
Alle Krebsarten
Kinderwunsch – ein Thema, über das sich fast alle von uns irgendwann einmal Gedanken machen. Möchte ich Kinder und wenn ja, wie viele eigentlich? Wann ist dann auch noch der für mich ideale Zeitpunkt und stimmen diese Vorstellungen auch mit denen meines Partners: meiner Partnerin überein?

Für Krebspatient:innen handelt es sich beim Thema Kinderwunsch um ein ganz besonders sensibles Thema, das häufig von Unsicherheiten und vielen Fragen begleitet ist.

Im Vorhinein ist es wichtig zu sagen: Wie bei vielen anderen Themen auch, lässt sich auch beim Thema Kinderwunsch keine allgemeingültige Aussage oder Empfehlung treffen. Jede Art von Krebs ist individuell und wird somit auch auf verschiedenen Wegen therapiert. Für eine persönliche Beratung und Nachfragen hilft es immer, sich an die behandelnden Ärzt:innen zu wenden.

🗓️ Der richtige Zeitpunkt

Kurz gesagt: Den einen richtigen Zeitpunkt gibt es, wie so oft im Leben, nicht. Dennoch gilt: Sobald du dich selbst dazu bereit und danach fühlst, ist es an der Zeit, sich über die Familienplanung Gedanken zu machen. Häufig haben Betroffene mit einer Krebsdiagnose in der fruchtbaren Lebensphase das Gefühl, nicht mehr über eine mögliche Familienplanung nachdenken zu dürfen. Viele berichten von Ängsten, das Thema überhaupt zu erwähnen. Dennoch ist und bleibt die Frage rund um einen möglichen Kinderwunsch kein Tabu und sollte offen angesprochen werden. Abhängig von Ihrer Diagnose und der damit verbundenen Therapie können nämlich bereits vor Beginn einer Therapie Eizellen oder Spermien abgegeben und kryokonserviert werden. Häufig ist so eine frühe und rechtzeitige Planung das Wichtigste, um seinen Wünschen Raum geben zu können.

🫖 Abwarten und Tee trinken

Andere Betroffene möchten erst die Therapie abschließen und entscheiden sich dafür, einfach abzuwarten. Denn nicht bei allen jungen Krebspatient:innen geht mit einer Therapie die Fruchtbarkeit zwangsweise vorbei. Viele erleben nach Abschluss ihrer Therapie eine Rückkehr der Periode, dies kann kürzer oder länger dauern.

Mehr Infos zu dem Thema findest du in unserem Artikel »Periode gesucht: So holst du deinen Zyklus zurück«.

🧸 Leben ohne eigene Kinder

Es gibt leider auch Paare, die auch nach langen Jahren voller Versuchen und unzähligen Beratungen in Kinderwunschzentren kinderlos bleiben. In Deutschland betrifft dies etwa jedes zehnte Paar zwischen 25 und 59. Dabei muss nicht zwangsweise eine Erkrankung eines Elternteils vorliegen. Häufig bleiben die Gründe für Kinderlosigkeit ungeklärt. Bei Krebspatient:innen können die Gründe vielfältig sein: von eingreifenden Operationen, medikamentösen Therapien oder dem zeitlichen »Verpassen« der fruchtbaren Jahre.

Eine Adoption bietet für betroffene Paare die Möglichkeit, dennoch eine Familie zu gründen und einem Kind aus tendenziell unsicheren Verhältnissen stabile Beziehungen und elterliche Liebe zu schenken. Auch hier lohnt es sich, sich frühzeitig um nötige Formalitäten zu kümmern, da eine Adoption häufig einen langwierigen Prozess darstellt. Dennoch solltest du nicht vergessen, erst selbst ganz gesund zu werden und dich auch psychisch stabil zu fühlen, bevor du dich um die Adoption eines Kindes bewirbst. Schließlich übernimmst du mit einer Adoption auch die langfristige Verantwortung für ein Kind. Viele Jugendämter sind bei Bewerbungen von Krebspatient:innen auch tendenziell vorsichtiger, damit adoptierte Kinder nicht direkt mit schweren Themen rund um die Gesundheit der Adoptiveltern konfrontiert werden.

💡Info: Die Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs macht sich derzeit für das »Recht auf Vergessenwerden« stark, um die Benachteiligung von Krebspatient:innen insbesondere bei den Themen »Krebs und Armut« sowie »Krebs und Kinderwunsch« zu reduzieren. Die Idee dahinter ist, dass digitale Informationen mit Personenbezug nicht dauerhaft gespeichert werden, sondern nach einer bestimmten Zeit gelöscht werden, besonders in Bezug auf Gesundheitsdaten.

💭 Abschied vom Kinderwunsch

Für einige Betroffene ändert eine Krebserkrankung die Sicht auf einen möglichen Kinderwunsch. Andere schätzen nach dem Ende der Therapie Ihre Freiheit und priorisieren nun andere Lebensziele. Wieder andere müssen sich nach Jahren voller Versuche eingestehen, dass sie selbst keine Kinder mehr bekommen werden.

Der Abschied vom Kinderwunsch kann also selbst gewählt oder durch äußere Umstände bestimmt sein. In jedem Fall kennzeichnet er ein Ende, das emotional sehr prägend sein kann. Daher kann es hilfreich sein, professionelle psychologische Unterstützung zu suchen, um diese Entscheidung zu akzeptieren. Und trotz aller Schwere sollten wir nie vergessen, dass in jedem Ende auch ein neuer Anfang steckt!

Auf der Website FertiOnco findest du verschiedene Optionen über mögliches Vorgehen bei Kinderwunsch als Krebspatient:in. Dabei kannst du selbst entscheiden und abwägen, welche Faktoren für dich wichtig sind.*

* Achtung: FertiOnco ist ein Angebot aus der Schweiz, nicht alle Methoden sind in Deutschland rechtlich erlaubt.

Kinderwunsch nach Krebs
Eine bunte Vielzahl an Plätzchen.
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
Weihnachten ist für viele eine besondere Zeit und gleichzeitig kann sie unglaublich herausfordernd sein – vor allem, wenn du gerade mit einer Krebserkrankung lebst.

Vielleicht fragst du dich: Darf ich Plätzchen essen? Schadet Zucker meiner Therapie? Sollte ich an den Feiertagen besonders »streng« sein?

Die kurze Antwort: Nein – du musst nicht perfekt essen.

🍪 Ein paar Plätzchen lassen deinen Krebs nicht wachsen.

Was wirklich zählt, ist nicht das einzelne Lebensmittel, sondern deine Ernährung im Gesamtbild – über Wochen und Monate hinweg.

😐 Warum Verzicht oft mehr schadet als hilft

Strenge Regeln erzeugen Druck, Stress und Schuldgefühle. Und genau das ist etwas, was dein Körper jetzt nicht braucht. Stress kann deinen Appetit weiter verschlechtern, dir die Freude am Essen nehmen und soziale Momente belasten.

🎄 Essen ist an Weihnachten mehr als Nährstoffzufuhr

Es ist Zusammensein, Erinnerung, Geborgenheit und Lebensfreude und all das darf – und soll – auch in einer Therapie Platz haben.

🥗 Was dir Orientierung geben kann

Statt Verboten hilft ein sanfter Rahmen:

Iss regelmäßig

Achte auf eine gute Mahlzeitenzusammenstellung (genug Kalorien, Eiweiß und weitere Nährstoffe)

Genieße bewusst – ohne schlechtes Gewissen

Höre auf dein Sättigungsgefühl

Und erlaube dir Ausnahmen

Eine ausgewogene Ernährung ist ohne Genuss nicht ausgewogen für deine Seele!
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Unser Wunsch für dich: Nicht ein »perfekter« Speiseplan, sondern ein Weihnachten mit etwas Leichtigkeit, Wärme und Selbstmitgefühl.
Weihnachten genießen trotz Krebs – so gelingt es!
Eine Tasse mit heißem Apfelpunsch und verschiedenen Gewürzen.
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
Der Winter ist da, überall leuchtet es und die Menschen schlendern über die Weihnachtsmärkte. Für viele Krebspatient:innen ist dies keine einfache Zeit. Manch einer würde selbst gern die Atmosphäre draußen genießen, kann es aufgrund der Erkrankung aber nicht. Wir wollen euch mit ein paar heißen, alkoholfreien Getränken inspirieren, damit ihr euch die Stimmung nach Hause holen könnt. Also: Sucht euch euer Lieblingsgetränk aus, zündet Kerzen an und macht es euch mit einer kuscheligen Decke auf dem Sofa bequem.

Alle Rezepte sind auf auf vier Becher beziehungsweise Gläser ausgelegt. Milchprodukte können durch vegane Varianten ausgetauscht und der Zuckergehalt nach Belieben angepasst werden.

Außerdem solltet ihr keine Zutaten verwenden, die eventuelle Wechselwirkungen mit euren Krebsmedikamenten verursachen. Bei Unsicherheiten sprecht bitte zuerst mit euren Ärzt:innen.

🍫 Wiener Kaffee

Zutaten: 125 g Zartbitter-Schokolade, 1 TL Zucker, 3 EL Schlagsahne, 750 ml frisch gekochter Kaffee

Zubereitung: Schokolade in Stücke brechen und in eine Metallschüssel geben. Die Schokolade im heißen Wasserbad bei schwacher Hitze unter Rühren schmelzen lassen. Zucker und Sahne unterrühren. Den Kaffee nach und nach mit dem Schneebesen unterschlagen. So lange, bis die Masse schaumig ist. Schokoladenkaffee auf Tassen verteilen. Wer mag, kann ihn noch mit geschlagener Sahne garnieren.

🌱🍋 Heißer Hugo

Zutaten: 800 ml Wasser, 16 Zweige frische Minze (alternativ 1 bis 2 Teebeutel Minze), 100 ml Holunderblütensirup, 100 ml Apfelsaft, 2 Bio-Limetten

Zubereitung: Wasser aufkochen und frische Minze oder Teebeutel hinzugeben und circa fünf Minuten ziehen lassen, danach Minze oder Teebeutel herausnehmen. Die Limetten heiß waschen, abtrocknen, die Schale abschälen (mit so wenig Weiß wie möglich) und den Saft auspressen. Vier Streifen der Schale für die Deko beiseite legen. Holunderblütensirup, Apfelsaft, Limettensaft und Limettenschale zum Minztee in den Topf geben und erhitzen. Sobald Dampf aufsteigt, die Hitze etwas reduzieren und fünf Minuten ziehen lassen. Den Hugo in vier Gläser füllen und mit der Limettenschale dekorieren.

🍎 Apfelpunsch

Zutaten: 750 ml Apfelsaft, 250 ml Orangensaft, 2 Zimtstangen, 3 Nelken, 2 Sternanis, 1 Bio-Orange, Apfel zum Garnieren

Zubereitung: Apfel- und Orangensaft in einen Topf geben und auf mittlerer Stufe erwärmen, bis er dampft, aber nicht kocht. Topf von der Herdplatte ziehen, dann Zimtstangen, Nelken und Sternanis hinzugeben. Orange heiß abwaschen, abtrocknen und die Schale mit einem Schäler abziehen und die Schale zur Mischung geben und dann für mindestens 30 Minuten durchziehen lassen. Den Apfelpunsch mit einem Sieb in die Gläser füllen. Apfel in dünne Scheiben schneiden und damit dekorieren und genießen. Tipp: Der Punsch hält sich im Kühlschrank rund sieben Tage und kann nach Bedarf nochmals erwärmt werden.

🍯🍊 Glühwein

Zutaten: 4 Beutel Beerentee, 1 L Wasser, 500 ml schwarzer Johannisbeersaft, 2 Orangen, 2 Zimtstangen, 2 Sternanis, 5 Nelken, 1 Vanilleschote, 2 EL Honig

Zubereitung: Wasser in einem Topf aufkochen, die Teebeutel hineinhängen und fünf Minuten ziehen lassen. Orangen auspressen, die Vanilleschote halbieren und auskratzen. Teebeutel entfernen, dann den Orangensaft und das Vanillemark zu dem Tee geben. Danach Johannisbeersaft, Zimtstangen, Sternanis, Nelken und Honig hinzufügen und alles kurz aufkochen. Anschließend den Topf vom Herd nehmen, Deckel drauf und 15 Minuten ziehen lassen. Abschließend in Gläser oder Becher füllen und servieren.

Heiße Getränke: Köstliches für den Winter
Zwei glückliche Menschen sitzen vorm Weihnachtsbaum und spielen ein Spiel.
Tipp
Alltag
Alle Krebsarten
Die (Vor-)Weihnachtszeit: Sie kann so schön, aber auch bittersüß sein für etliche von uns sein. Wenn man in Therapie ist, sind einige Aktivitäten nicht möglich oder sehr anstrengend. Und wenn man die Therapie abgeschlossen hat, gestaltet man die Weihnachtszeit unter Umständen anders als man es vor der Erkrankung getan hat – einfach weil man möglicherweise etwas Neues ausprobieren möchte, sich die Möglichkeiten geändert haben oder man einfach andere Prioriäten setzt. So oder so – hier kommen einige Tipps für eine besinnliche und schöne (Vor-)Weihnachtszeit:

1. Schreibe Karten 💌

Verfasse für drei Menschen, denen du dankbar bist, eine Weihnachtskarte und lass sie wissen, wieso du dich darüber freust, dass sie Teil deines Lebens sind. Sich dessen bewusst zu werden, warum wir bestimmte Menschen schätzen und gern haben, tut uns selbst auch gut.

2. Gestalte einen kreativen Abend 🎨

‍Wenn es für dich möglich ist, lade Freund:innen zu dir ein und lasst eurer Kreativität freien Lauf, sei es beim Gestalten von Weihnachtskarten, Bemalen von Keramik oder Basteln von Weihnachtssternen.

3. Mach jemand anderem eine Freude 🥧

‍Du kennst deine Lieblingsmenschen am Besten und weißt, was ihnen gefallen würde. Oder du suchst dir jemanden aus, den du gar nicht so gut kennst, und tust ihm oder ihr etwas Gutes. Wie wäre es z.B. mit dem oder der Postbotin?

4. Lies ein kurzes Buch bis Weihnachten 📚

Es gibt einige schöne und kurze Bücher, die man passend zum Thema Weihnachten lesen kann. Mittlerweile bringen Verlage auch Geschichten und Bücher als Adventskalender heraus – such doch einmal in einem Bücherladen oder der Bücherei danach.

5. Bewahre schöne Erinnerungen 📖

Oft fotografieren wir viel, betrachten diese Fotos aber selten oder gar nicht mehr. Schau dir doch Fotos von diesem Jahr bewusst durch und überlege dir, an was du dich gerne erinnern möchtest. Gestalte anschließend ein Fotobuch oder schreibe dir Zettel zu diesen Erinnerungen auf, die du in einer schönen Box aufbewahren kannst. Wenn es dir einmal nicht gut geht, kannst du eine schöne Erinnerung herauskramen.

6. Mache einen Social-Media-Detox-Abend ♟️

‍Wir verbringen alle ganz schön viel Zeit am Smartphone und vergessen darüber oft unsere wahren Verbindungen im richtigen Leben zu pflegen. Wie wäre es statt des Scrollens einen Spieleabend mit einem Lieblingsmensch zu verbringen oder ein Puzzle gemeinsam zu machen?

7. Probiere dich durch verschiedene Wintergetränke ☕️

‍Glühwein und Kinderpunsch aus dem Supermarkt oder auf dem Weihnachtsmarkt enthalten oft ganz schön viel Zucker und schmecken nicht immer.

Die gute Nachricht ist: Am 11.12. kommt ein Artikel bei uns zu Alternativen heraus – vielleicht ist da was für dich dabei?

8. Spaziere oder fahre durch die beleuchteten Straßen ⭐️

‍Weihnachtsbeleuchtung ist besonders stimmungsvoll und kann Glücksgefühle und ein Gefühl der Geborgenheit auslösen. Im besten Fall schneit es bei deiner Unternehmung und du hast ein Heißgetränk dabei, um dich zu wärmen.

9. Gönn’ dir einen neuen (Weihnachts-)Pullover 🎄

‍Was schreit mehr nach Gemütlichkeit als ein warmer, kuscheliger Pullover? Falls du selbst stricken kannst, könnte das ein Winterprojekt werden. Und wenn nicht, kauf dir einen Neuen oder such dir einen richtig kitschigen Weihnachtspullover im Second-Hand Laden oder online heraus.

10. Plane einen Tag nur für dich 🛀

‍Überlege dir, was dich persönlich in der (Vor-)Weihnachtszeit so richtig glücklich machen würde. Ist es ein Tag in Pyjama? Möchtest du deine Lieblingslieder aufdrehen und durch das Haus oder deine Wohnung tanzen? Oder willst du dich mit einem Weihnachtsfilm, Gesichtsmaske und einem Lieblingsessen verwöhnen? Alles ist möglich – lass es dir gut gehen und genieß die (Vor-)Weihnachtszeit!

Zehn Glücksmomente in der (Vor-)Weihnachtszeit
Ein Nussknacker der traurig guckt.
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Eigentlich sollte die Weihnachtszeit die Zeit der Besinnung, Liebe und Harmonie sein. Für viele ist sie einfach nur stressig und eine weitere Herausforderung am Ende des Jahres, wo das innere Energielevel ohnehin schon auf »niedrig« steht. 🥵

Wie kannst du das ändern? Wir haben ein paar Tipps für dich:

Offen dafür sein, etwas anderes auszuprobieren
Oft halten wir an Traditionen fest, weil es eben »schon immer so war«! Aber vielleicht ist dieses Jahr nicht »wie immer« und es setzt dich zusätzlich unter Druck. Frage dich ganz ehrlich, welche Änderung, vielleicht auch eine ganz kleine, kann dir dieses Jahr die Weihnachtszeit einfacher machen? 💫

Zeit statt Zeug schenken
Wie wäre es in diesem Jahr mal etwas anderes zu schenken? Gemeinsame Erlebnisse schaffen gemeinsame Erinnerungen und machen sehr viel Spaß! Ein Spieleabend, ein Essen, ein Konzertbesuch, eine entspannte Zeit zusammen … Es muss nichts Großes sein. Es geht um den gemeinsamen Moment. ⏱

Teile Aufgaben auf und plant gemeinsam
Du musst nicht alles alleine schaffen! Jedes Familienmitglied oder auch Freunde können dir helfen. Plant gemeinsam, wie euer Weihnachtsfest aussehen soll und verteilt die Aufgaben: das Dekorieren, das Kochen, das Organisieren … 📝

Schenke DIR deine Aufmerksamkeit
Denke daran, DIR etwas Gutes zu tun. Halte immer wieder inne und frage dich, was DU gerade brauchst. Ist es Ruhe, Nähe, Bewegung, …? Und dann schenke es dir. Mit einer kurzen Meditation, einem Spaziergang, einem guten Buch, einem guten Gespräch mit deinen Lieben. Setze dich an erste Stelle. 💜

Tipps für ein stressfreies Weihnachten
Ärztin berät Patientin über Nahrungsergänzungsmittel während der Krebstherapie.
Info
Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Viele Betroffene möchten während der Behandlung ihr Immunsystem stärken oder dem Körper »etwas Gutes tun« – oft greifen sie dann zu Vitaminen, pflanzlichen Präparaten oder speziellen Pulvern zurück. Doch genau hier ist Vorsicht geboten. Nahrungsergänzungsmittel können die Wirkung deiner Krebstherapie beeinflussen, sie verstärken, abschwächen oder Nebenwirkungen verändern.

🔍 Wie kommt es zu Wechselwirkungen?

Deine Krebstherapie wirkt über ganz bestimmte Mechanismen im Körper. Viele Nahrungsergänzungsmittel – vor allem hoch dosierte Vitamine oder pflanzliche Stoffe – können diese Prozesse beeinflussen. Manche verändern den Abbau der Wirkstoffe über Enzyme in der Leber, andere wirken direkt auf oxidative Prozesse, die für die Therapie entscheidend sind.

🌿 Besondere Vorsicht bei pflanzlichen Präparaten und Vitaminen

»Natürliche« Produkte sind nicht automatisch ungefährlich – gerade bei Krebs nicht.

  • Johanniskraut kann die Wirksamkeit bestimmter Therapien verringern, indem es den Abbau von Wirkstoffen beschleunigt.
  • Grapefruit hemmt dagegen Abbauprozesse und kann so Nebenwirkungen verstärken.
  • Hoch dosierte Antioxidantien wie Vitamin A, C, E oder Beta-Carotin können die Wirksamkeit von Strahlen- und Chemotherapien beeinträchtigen, da sie die oxidativen Prozesse abschwächen können, auf denen ein Teil der Therapieeffekte beruht.
Eine angeschnittene Blutorange, Johanneskraut und zwei Nahrungsergänzungsmittel-Packungen.

💊 Nahrungsergänzungsmittel nur bei nachgewiesenem Bedarf

Wenn ein Mangel besteht, kann eine gezielte Ergänzung sehr sinnvoll sein. Ohne Laborwerte und Rücksprache solltest du jedoch keine hoch dosierten Präparate einnehmen – selbst scheinbar harmlose Produkte können Wechselwirkungen auslösen.

👩🏼‍⚕️ Was du tun kannst

  • Sprich vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln immer mit deinem Behandlungsteam.
  • Teile alles mit – auch pflanzliche Tropfen, Pulver oder Tees.
  • Bewahre am besten eine Liste deiner Präparate auf, damit alles gut abgestimmt werden kann.
Du musst nicht auf alles verzichten – aber du solltest wissen, was sicher ist. So schützt du dich, stärkst deinen Körper und unterstützt deine Therapie bestmöglich.
Nahrungsergänzungsmittel und ihr Einfluss auf deine Krebstherapie
Ein offener Mund, Zahncreme und -pasta.
Tipp
Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Richtige Zahnpflege ist das A und O. Das gilt für gesunde wie für kranke Menschen gleichermaßen. Vor allem Krebspatient:innen sollten während der Therapie, aber auch in der Nachsorge, regelmäßig ihren Mundraum zahnärztlich kontrollieren lassen.

Der Grund: Chemotherapien und Bestrahlungen können sich negativ auf die Mundschleimhaut auswirken. Entzündungen, Schmerzen, Rötungen, Schwellungen und ein Brennen sind mögliche Nebenwirkungen. Zudem kann Magensäure das Zahnfleisch und die Zähne angreifen, wenn man sich aufgrund von Übelkeit erbrochen hat. Das erhöht das Risiko für Karies. Weiterhin können manche Medikamente dafür sorgen, dass es Schädigungen am Kieferknochen gibt, die die Zähne gefährden. Um all diesen Nebenwirkungen so gut es geht entgegenzuwirken, ist es hilfreich die Zahnärzt:innen vorab aufzusuchen, um abzuklären, was man während der Therapien am besten für seine Zahnhygiene tun kann.

Ein Teil der Patient:innen schafft es trotz der kräftezehrenden Zeit, die obligatorische Zahnpflege weiterzuführen, andere haben damit erhebliche Probleme. Trotzdem ist es sehr wichtig, dass es keine Unterbrechung in Sachen Zahnhygiene gibt. Sollten aufgrund der Krebsbehandlung Schmerzen bei der Reinigung auftreten, können euch Schmerzmittel in Form von Sprays oder Salben helfen.

Eure Zahnärzt:innen helfen euch die richtigen Medikamente zu finden. Um Verletzungen im Mund frühzeitig entgegenzuwirken, empfiehlt es sich zudem, saure, scharfe oder grobkörnige Speisen zu meiden. Zusätzlich sollte nicht geraucht und kein Alkohol konsumiert werden.

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Zahnpflege bei Krebs
 – Worauf du achten solltest
Eine junge Frau sitzt energielos auf einem Sessel.
Tipp
Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Du hast es endlich geschafft: Die Therapie ist vorbei. Vielleicht schon jahrelang vorbei. Das Leben und der Job rufen nach dir, aber Dein Körper brüllt lauter: »Cooouuuch!!!«. Du machst tolle Dinge, die dir früher immer so gut taten und du hörst nur: »Cooouuuch!!!«. Du gehst einkaufen und danach: »Cooouuuch!!!«. Und wie du da so liegst, kommen Gedanken wie: »Stell dich nicht so an, sei nicht so faul!«, oder »Müsste dieses k.o. sein von der Chemo nicht endlich mal vorbei sein?«. Willkommen in der Welt der Fatigue. Und nein, das ist nicht »nur« Müdigkeit.

🪫Fatigue ist wie ein Smartphone mit kaputtem Akku: Es lädt nicht mehr richtig auf, egal wie lange es am Kabel hängt. Das Ergebnis? Bleierne Erschöpfung, die nicht mit Schlaf verschwindet. Wortfindungsstörungen, Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit, Isolation. Und weil Fatigue unsichtbar ist, kommen gut gemeinte Ratschläge wie »Mach doch einfach mal mehr Sport!« – absolut frustrierend, wenn nichts mehr klappt wie vorher und die Sache offensichtlich nicht so einfach wegzutrainieren geht 😰

Fatigue oder Depression?

Viele verwechseln Fatigue mit Depression. Klar, beide sind sich sehr ähnlich – aber es gibt Unterschiede:

Findest du dich in der Beschreibung wieder? Dann mach doch mal den Fatigue-Selbsttest und du erhältst einen wichtigen Überblick über deine Symptome:👉 http://www.erfolgreich-schlafen.de/Fatigue-selbsttest

Was kannst du für dich tun?

Fatigue ist sehr komplex, und leider gibt es keine Pille dagegen. Aber es existieren Wege, um besser damit umzugehen. Und genau hier setzen wir an!

1. ⏱️ Energiemanagement: Dein neuer bester Freund

Fatigue bedeutet nicht, dass du gar nichts mehr tun kannst – aber es bedeutet, dass du geschickter mit deiner Energie haushalten solltest. Hier hilft die 12-Löffel-Theorie: Stell dir vor, du hast 12 Löffel Energie pro Tag zur Verfügung. Jede Aktivität kostet dich Löffel: Duschen? 1 Löffel. Einkaufen? 3 Löffel. Sport? 4 Löffel. Was passiert, wenn die Löffel leer sind? Zack: Stecker raus und nichts geht mehr.

Der Trick ist also, deine Löffel weise zu verteilen und nur so viel auszugeben, wie nötig. Nutze für deine eigene Kontrolle am besten ein Energietagebuch! Schreib eine Woche lang auf, welche Aktivitäten dich besonders fertig machen (Energieräuber können bis zu 48 Stunden wirken!) – und welche dir guttun.

Hier findest du eine Vorlage: 👉 https://www.erfolgreichschlafen.de/fatigue/‍

2. 🪫 Pausenmanagement: Checkliste für mehr Energie

Gute Pausen sind nicht einfach »Nichtstun« – sie sind gezielte Erholung. Hier ein paar Ideen:

✅ 1 Minute Pause: Augen schließen, dreimal tief durchatmen, Schultern mit jedem Ausatmen tiefer sinken lassen.

✅ 5 Minuten Bewegungspause: Strecken, Schultern kreisen, leicht auf der Stelle gehen.

✅ 10 Minuten-Naturpause: Fenster öffnen, rausgehen, Sonnenlicht tanken.

✅ 20 Minuten Powernap: Handy auf Flugmodus, Wecker stellen, Augen zu.

✅ 30 Minuten Mentale Pause: Meditieren, Musik hören, Atemübungen.

3. 🏃 Bewegung: Sanft starten, aber dranbleiben

Bewegung ist der größte Fatigue-Killer. Aber viel hilft nicht viel!! Starte mit kleinen Einheiten und steigere dann die Häufigkeit, die Dauer, die Intensität, bis du das Gefühl hast, dein optimales Level erreicht zu haben: Es fühlt es sich währenddessen und auch die Tage danach gut an ohne große Erschöpfung.

✅ 5 Minuten sanftes Yoga morgens.

✅ Ein Spaziergang mit Tempowechseln nach dem Essen.

✅ 2–3 Kräftigungsübungen am Nachmittag.

Wichtig: Regelmäßig kleine Bewegungen sind besser als einmal Vollgas und danach drei Tage k.o.!‍

4. 🛌 Schlaf: Dein geheimer Superheld

Stehst du morgens auf, als wärst du vom LKW überfahren worden, dann probiere Folgendes:

✅ Immer zur selben Zeit ins Bett und wieder raus, erspart dir manchen Graus.

✅ Kaffee am Abend – erquickend und labend – leider auch, wenn es schon Schlafenszeit ist. Keinen Kaffee mehr ab 14, besser 11 Uhr.

✅ Abendrituale einführen (z.B. warme Dusche, leise Musik, Tagebuch schreiben)

5. 💜 Mindset: Du bist mehr als deine Fatigue

Versuche, deine Erschöpfung nicht als Feind zu sehen, sondern als Hinweis deines Körpers, gut für dich zu sorgen. Hier ein paar positive Glaubenssätze:

💡 Ich darf meine Energie einteilen, ohne mich zu rechtfertigen.

💡 Auch kleine Schritte sind Erfolge!

💡 Ich bin nicht meine Erschöpfung – ich bin mehr als das. (AUFGABE: Nimm doch hierzu gerne mal einen Zettel und schreibe dir auf, was du alles bist: Katzenkuschler:in, beste Zuhörer:in, Muffinbäcker:in, Häkel-Queen. Befrag auch gerne deine Liebsten dazu.)
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Du bist nicht allein! Fatigue ist real! In der Nachsorge leiden bis zu 30 bis 50 Prozent aller Betroffenen noch darunter. Lass organische Ursachen unbedingt medizinisch abklären. Wenn du mehr über Fatigue-Management erfahren willst, schau auf meiner Website vorbei: 👉 www.erfolgreich-schlafen.de/fatigue und folge mir auf Instagram: www.instagram.com/sabrina_fatiguecoach
Impulse zum Umgang mit Fatigue
Ein junge Frau sitzt am Schreibtisch an ihrem Computer und tippt.
Info
Alltag
No items found.
Künstliche Intelligenz ist in aller Munde. Vielleicht nutzt auch du bereits Chatbots wie ChatGPT für alltägliche Aufgaben – zum Beispiel für das Erstellen von Zeitplänen, um Produkte zu vergleichen oder Rezeptideen zu generieren. Auch in der Krebsmedizin ist KI angekommen – und sie kann weit mehr als Daten sortieren. Sie kann helfen, verstehen, begleiten.

KI kann riesige Datenmengen analysieren und so bei der Krebsfrüherkennung (zum Beispiel durch die Analyse von Gewebeproben) helfen. Spezielle mit medizinischen Trainingsdaten gespeiste KIs können bei Diagnoseverfahren unterstützen und Ärzt:innen basierend auf Patient:innendaten und wissenschaftlichen Studien sowie aktuellen medizinischen Leitlinien in Sekundenschnelle Behandlungsoptionen vorschlagen.

‼️ Natürlich kann KI hierbei keine ärztliche Entscheidung ersetzen – sie ist ein Werkzeug, kein Heiler.

🔬 Forschung für personalisierte Krebstherapien

Derzeit werden zahlreiche Forschungsprojekte durchgeführt, die die Potenziale von KI für die Verbesserung von Krebsdiagnostik und -therapie untersuchen. So könnte in Zukunft KI die Individualisierung von Krebstherapien verbessern, sodass jede Patient:in ausschließlich wirklich notwendige und für sie:ihn passende Medikamente erhält.

Doch nicht nur für Forschende und Ärzt:innen bietet KI neue Möglichkeiten. Auch Patient:innen und Angehörige können KI nutzen, um Fragen zu stellen, wissenschaftliche Befunde in einfache Sprache übersetzen zu lassen oder auch um drei Uhr nachts noch einen Ansprechpartner zu haben, wenn Ängste oder Sorgen einen gesunden Schlaf verhindern. Teilweise beantwortet KI medizinische Fragen sogar so gut, dass Patient:innen die KI-Antwort nicht mehr von der Ärzt:innen-Antwort unterscheiden können. Studien zufolge bewerten Patient:innen KI-generierte Antworten auf ihre Fragen außerdem als empathischer und hilfreicher als durch medizinisches Personal verfasste Antworten. Hier zeigt sich, dass KI mittlerweile zu einem sehr menschlichen, wertschätzenden und wohlwollenden Umgang mit ihren Nutzer:innen fähig ist.

💬 Chancen und Grenzen therapeutischer Chatbots

Dieses empathische Verhalten verleitet dazu, Chatbots auch für therapieartige Gespräche zu nutzen. Dies ist naheliegend, da die KI (im Gegensatz zu echten Menschen) nie müde wird, nicht urteilt und immer verfügbar ist. Chatbots wie ChatGPT, Weobot oder Wysa können auch tatsächlich zunächst sinnvolle Ansprechpartner sein. Sie sind in der Lage, Gespräche zu führen, emotionales Befinden zu erfassen und Coping-Strategien vorzuschlagen. Häufig sind die künstlich generierten Antworten einfühlsam, machen Mut und helfen dabei, die eigenen Gedanken zu sortieren. Je mehr konkrete Informationen die KI erhält, desto individuellere Tipps kann sie dir geben.

Doch hier ist Vorsicht geboten: Persönliche und sensible Daten (wie vollständige Namen und Adressen oder finanzielle Angaben) solltest du keinem Chatbot zur Verfügung stellen! Sind die Daten in der KI eingegeben, kann nicht immer zuverlässig nachvollzogen werden, inwiefern diese weiterverarbeitet werden. Zudem werden deine Eingaben häufig genutzt, um die KI weiter zu trainieren.

Bei ChatGPT kannst du dies in den Einstellungen ändern. Hier kannst du entscheiden, ob du die Funktion »Das Modell für alle verbessern« ein- oder ausschalten möchtest. Allerdings solltest du auch dann, wenn diese Funktion ausgeschaltet ist, keine sensiblen Daten teilen, da KI-Systeme nicht immer vor Cyberangriffen sicher sind. Bezogen auf die Datenschutzproblematik und sicherlich auch auf konkrete Handlungsempfehlungen bei wiederkehrenden Angst- und Unsicherheitsgefühlen oder anderen häufig auftretenden, mentalen Problemen sind, menschliche Therapeut:innen definitiv den Chatbots vorzuziehen. Idealerweise können Chatbots aber eine erste Anlaufstelle darstellen und als Brückenbauer in akuten Momenten fungieren. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie ChatGPT dein Gesundheitsmanagement verbessern kann, dann gibt es hierzu eine interessante Podcastfolge namens »ChatGPT als Therapeut: Wie du KI für deine mentale Gesundheit nutzt« von Dr. Eva Elisa Schneider.

💻 Ein Selbstexperiment mit ChatGPT

Im Selbstexperiment konnte ich Zeugin der kompetenten und einfühlsamen Antworten von ChatGPT werden. Ich probierte zunächst aus, inwieweit ChatGPT mir helfen konnte, meinen PET-CT-Befund der Erstdiagnose aus dem Jahr 2022 noch besser zu verstehen. Hier erhielt ich auch direkt von der KI den Hinweis, dass ich Klarnamen oder andere sensible Daten schwärzen solle, bevor ich den Befund hochlud. Ich entschied mich dazu, nur die letzten paar Sätze zu kopieren. Hier ging es um die Ausbreitung des Lymphknotenbefalls bei meiner Krebserkrankung. ChatGPT erklärte mir sehr kleinschrittig, dass es sich bei meiner Erkrankung um ein Lymphom handelte, und konnte alle medizinischen Begriffe (wie zum Beispiel »infradiaphragmal«) in verständliche Begriffe (in diesem Fall »unterhalb des Zwerchfells«) übersetzen. Sogar das Stadium konnte die KI richtig benennen und in Abhängigkeit von bestimmten Risikofaktoren konkrete Behandlungsmöglichkeiten vorschlagen. Hier erklärte mir ChatGPT in etwa die gleichen Möglichkeiten, wie mein Onkologe es damals getan hat. Auch die Angaben zur Dauer der Therapie und zu den möglichen Nebenwirkungen waren akkurat.

Als nächsten Schritt schlug die KI vor, mir weitere Informationen zu körperlicher und seelischer Therapieunterstützung zur Verfügung zu stellen. Diese Tipps beinhalteten unter anderem eine eiweißreiche, ausgewogene Ernährung, regelmäßige, moderate Bewegung und eine Suche nach Austauschmöglichkeiten in Form von Selbsthilfegruppen oder Psychoonkologie. Bei genauerem Nachfragen, welche Möglichkeiten ich als junge Patientin für den Onlineaustausch hätte, schlug die KI das junge Krebsportal der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs oder die Yes-We-Cancer-App vor. Unser kleiner Verein Pathly hat es leider noch nicht in die ChatGPT-Vorschläge geschafft, aber als ich der KI von meinen Zukunftsängsten berichtete, nutzte der Chatbot unseren Slogan »Du bist nicht allein«, um mich aufzufangen. Die ausführliche Antwort lautete:

»Es ist okay, dass du Angst hast. Diese Gefühle sind kein Zeichen von Schwäche, sondern eine natürliche Reaktion auf das, was passiert ist. Und es ist ebenso wichtig, dass du dich daran erinnerst: Du bist nicht allein. Menschen um dich herum, Freunde, Partner, Familie, aber auch digitale Communitys und Fachleute können dich begleiten. Du musst nicht alles selbst tragen.«

Diese emotionale und einfühlsame Antwort der KI beeindruckte mich nachhaltig. ChatGPT hat für mich damit bewiesen, dass KI Mut machen und helfen kann. Natürlich ist sie zu keinem Zeitpunkt ein Ersatz für echte Ärzt:innen, Therapeut:innen und Angehörige, die uns in den (manchmal leider ziemlich dunklen) Zeiten als Krebspatient:innen zur Seite stehen. Aber die Zukunft der Krebsmedizin ist nicht menschlich oder künstlich – sondern beides, im besten Fall Hand in Hand.
KI gegen Krebs: Zwischen Daten, Dialog und Hoffnung
Eine Person macht Yoga in der Natur
Tipp
Bewegung
Alle Krebsarten
Du kennst das sicher: Du willst dich nur kurz auf die Couch setzen – und plötzlich sind zwei Stunden vergangen. Dein Körper fühlt sich schwer an, die Decke ist so gemütlich, und überhaupt, wo sollst du jetzt die Energie für Bewegung hernehmen? Das kennt wohl fast jeder! 😅

Aber ganz wichtig: Sport und Bewegung nach einer Krebserkrankung sollen keine unbarmherzige To-do-Liste sein, sondern dein Schlüssel zu mehr Energie, weniger Schmerzen und einer besseren Lebensqualität. Klingt gut? Ist es auch! Also, schnapp dir eine bequeme Hose und lies weiter.

Warum ist Sport nach Krebs so wichtig?

Wenn du denkst, dass Sport nur etwas für fitte Menschen ist, dann lass mich dir sagen: Das Gegenteil ist der Fall! Gerade nach einer Krebserkrankung kann Bewegung dein Wohlbefinden enorm verbessern:

👉 Mehr Energie: Bewegung hilft, die bleierne Müdigkeit (Fatigue) zu reduzieren. Dein Kreislauf kommt in Schwung, deine Muskeln geben dir Kraft für den Alltag.

👉Nebenwirkungen lindern: Bewegung kann helfen, Beschwerden wie Polyneuropathie, Inkontinenz oder Lymphödeme zu verringern.

👉 Bessere Stimmung: Sport setzt Glückshormone frei. Bewegung kann Ängste lindern und depressive Verstimmungen verbessern.

👉 Rückfallrisiko senken: Studien lassen vermuten, dass regelmäßige Bewegung das Risiko für ein Rezidiv verringern kann.

Das Beste daran? Du kannst in deinem eigenen Tempo starten. Es geht nicht um Höchstleistungen, sondern darum, deinem Körper etwas Gutes zu tun.

Wie fängst du an?

Hier ein paar konkrete Schritte, um eine gesunde Bewegungsroutine zu entwickeln:

1. Finde deinen persönlichen Grund für Sport

Warum möchtest du Sport machen? Hier einige mögliche Gründe:

2. Wähle die passende Sportart

Jetzt kommt der spannende Teil: die Wahl der richtigen Bewegung in Bezug zu deinem persönlichen Grund:

3. Erstelle einen Plan

Beantworte dir folgende Fragen:

Plane feste Zeiten ein und belohne dich nach dem Sport – sei es mit einem entspannenden Bad, einem leckeren Snack oder deiner Lieblingsserie. Du hast es dir verdient!

4. Hindernisse erkennen und überwinden

Überstunden, schlechtes Wetter oder der innere Schweinehund – es gibt immer Gründe, Sport aufzuschieben. Überlege dir im Vorfeld Strategien:

5. Pausen gehören dazu

Pausen sind kein Zeichen von Schwäche, sondern von smarter Trainingsplanung. Dein Körper braucht Zeit zur Erholung, um nachhaltig von der Bewegung zu profitieren.

Fazit: Der Weg zu mehr Bewegung nach Krebs

Sport soll keine Qual sein, sondern eine Chance. Es geht nicht um Höchstleistungen, sondern darum, deinen Körper wieder besser kennenzulernen und dich Stück für Stück stärker zu machen. Der Anfang mag herausfordernd sein, aber mit der richtigen Motivation, der​ passenden Bewegung und einem klaren Plan kannst du es schaffen. Und wer weiß – vielleicht wirst du irgendwann merken, dass du dich auf dein nächstes Training freust!

Dein Weg zu mehr Gesundheit
Mit step into motion!


Falls du dir wünschst, eine Routine zu entwickeln, die wirklich zu dir passt – ohne Druck, aber mit echter Unterstützung – dann bist du bei uns genau richtig!‍

Was erwartet dich?

E-Learning-Kurse zu Sport und Bewegung sowie mentaler Gesundheit und Stressmanagement

Community-Zugang – du bist nicht allein, sondern Teil einer starken Gruppe

Live-Calls mit Expert:innen zu Ernährung, Achtsamkeit, Bewegung und weiteren Themen

Individuelle Gesundheitsroutinen, die wirklich in dein Leben passen

Wissenschaftlich evaluiert, in Zusammenarbeit mit der Sporthochschule Köln und mit Unterstützung der Uniklinik Köln – für einen ganzheitlich gesunden Lebensstil nach Krebs. Starte jetzt mit uns – du bist nicht allein!

Sport und Bewegung nach Krebs: In einfachen Schritten deine Gesundheit stärken
Eine junge Frau hält sich den schmerzenden Kiefer
Tipp
Ernährung
No items found.
Kau- und Schluckbeschwerden sind eine häufige Nebenwirkung, die durch den Tumor selbst oder die Krebstherapie auftreten können. Wenn Essen und Trinken plötzlich weh tun oder schwerfallen, kann das sehr belasten und die Nahrungsaufnahme stark einschränken. Wir geben dir ein paar Erste-Hilfe-Tipps, um mit dieser Situation besser umzugehen.

⚠️ Folgen der Beschwerden

Solltest du merken, dass dir das Kauen und Schlucken schwerfällt, solltest du unbedingt mit deinem Behandlungsteam sprechen. Unbehandelt können diese Beschwerden zu einem Gewichtsverlust führen, der gerade während der Krebstherapie nicht wünschenswert ist, da sich dadurch das Risiko für eine Mangelernährung erhöht.

🍴 So kannst du dir das Essen leichter machen:

Konsistenz anpassen: Je nachdem wie ausgeprägt deine Beschwerden sind, muss die Konsistenz der Speisen individuell angepasst werden, wobei dir dein Behandlungsteam/Logopäde hilft. Möglich sind weiche, pürierte oder cremige Speisen wie Suppen, Pürees, Smoothies oder Milchshakes.

Vorsicht bei trockenen und harten Speisen: Knuspermüsli, Nüsse oder Nudeln ohne Soße können dir Probleme bereiten. Passe die Konsistenz an und achte darauf, dass eine homogene Konsistenz besteht.

💡 Unsere Tipps:

Statt Knuspermüsli mit Milch und Beerenobst 👉 Grießbrei mit Obstmus
Statt Nüsse 👉 Nussmus
Statt Nudeln ohne Soße 👉 sehr weichgekochte Nudeln mit viel Soße

Nutze Saucen und Fette: Sie machen Speisen gleitfähiger. Verwende einen Schuss Öl, etwas Butter oder Sahne.

Kleine Portionen essen: Mehrere kleine Mahlzeiten sind oft bekömmlicher als drei große Hauptmahlzeiten. Ein Teelöffel statt einem Esslöffel zum Essen bringt zudem eine besser schluckbare Menge in den Mund.

Ausreichend trinken: Flüssigkeit hilft beim Schlucken und hält die Schleimhäute feucht – zum Beispiel stilles Wasser und milde Tees.

🥤Wenn das Essen nicht mehr reicht ...

Bei ausgeprägten Beschwerden kann Trink- oder Zusatznahrung helfen, deinen Energie- und Nährstoffbedarf zu decken. Lass dich dazu von deinem Behandlungsteam oder einer zertifizierten Ernährungsfachkraft beraten – gemeinsam findet ihr die beste Lösung für dich.

Kau- und Schluckbeschwerden: Wenn Essen zur Herausforderung wird
Eine Person spricht mit zwei weiteren Personen.
Tipp
Dokumente & Soziales
Alle Krebsarten
Manchmal braucht es einfach eine verlässliche Stimme am Telefon oder ein paar kompetent geschriebene Zeilen per E-Mail. Der Krebsinformationsdienst ist da – für Krebspatient:innen, Angehörige und alle, die Fragen rund um das Thema Krebs haben.

Den Gedankenstrudel stoppen …

Wer mit einer Krebserkrankung konfrontiert wird oder sich Sorgen um Angehörige macht, kennt das: Die Fragen nehmen kein Ende und Online-Recherchen führen schnell in einen Strudel aus widersprüchlichen Informationen und Unsicherheiten. Genau hier hilft das telefonische Angebot und der E-Mail-Service des Krebsinformationsdienstes – kompetent, einfühlsam und individuell auf deine Situation abgestimmt.

Unter der Telefonnummer
0800 – 420 30 40 oder per E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.de erreichst du kostenlos Ärzt:innen, die dir zuhören und weiterhelfen.

Besonders praktisch: Du kannst online sogar einen Rückruf-Service vereinbaren.

Was kann ich fragen?

Dir werden die unterschiedlichsten Fragen zu verschiedenen Therapieoptionen, Nebenwirkungen, medizinischen Begriffen oder dem Wechsel von Medikamenten beantwortet. Du kannst aber auch zu sozialrechtlichen Themen, zur Ernährung oder rund um die Krebsprävention Fragen stellen.

Damit du es dir besser vorstellen kannst, haben wir ein paar Beispiel-Fragen für dich gesammelt:

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Wie kann ich Nebenwirkungen lindern?

An wen kann ich mich in meiner Nähe wenden?

Was empfehlen die medizinischen Leitlinien und warum?

Ich bin HPV-positiv, was soll ich tun?

‍Kann ich mich gegen HPV impfen lassen, auch wenn ich über 18 bin?

Wie kommuniziere ich offen mit meinem Umfeld über Krebs?

Und falls einmal keine Antwort sofort parat ist: Das Team recherchiert gezielt für dich. Es bleibt keine Frage unbeantwortet.

Mit wem werde ich sprechen?

Hinter der Hotline und den E-Mail-Antworten stehen 31 Ärztin:innen mit viel Erfahrung und Herz – Menschen, die dir auf Augenhöhe begegnen. Sie kennen die Sorgen aus unzähligen Gesprächen und bringen neben Wissen auch echtes Mitgefühl mit, was heißt: Du bist nicht allein mit deinen Fragen oder Unsicherheiten. 🤗

Mitarbeiter:innen des Krebsinformationsdienst

Wir von Pathly finden: Dieser tolle Service verdient maximale Aufmerksamkeit und kann dir helfen, wieder Boden unter den Füßen zu bekommen. 💜

Disclaimer

Bitte beachte, dass der Krebsinformationsdienst keine ärztliche Beratung ersetzt.

Du hast Fragen zu deiner Krebserkrankung? – Der Krebsinformationsdienstes hilft dir weiter
Ein überforderter junger Mann
Info
Alltag
Alle Krebsarten
Irgendwann ist er da, der Tag, an dem wir unsere Therapiewelt verlassen. Wir sind vielleicht weiterhin Stammgast bei unseren Onkolog:innen, aber zwischen den Terminen kehrt langsam aber sicher wieder Alltag ein.

Das Problem ist: Dieser neue Alltag ist manchmal scheinbar nicht enden wollendes Neuland. Mit vielen Fragezeichen. Und Unsicherheiten. Wir haben einen Höllenritt hinter uns. Und sind irgendwie noch mittendrin. Und gleichzeitig wissen wir, dass der nächste Schritt irgendwann wieder heißen wird: Ab zur Arbeit.

Manche von uns können’s kaum erwarten. Anderen läuft es eiskalt den Rücken runter, wenn sie nur daran denken. Und wieder andere haben keine Ahnung, was sie eigentlich noch leisten können, wollen, sollen. Sie haben das Gefühl, keinen Boden mehr unter den Füßen zu haben, irgendwie im luftleeren Raum zu schweben, in einem Paralleluniversum.

👋 »Willkommen zurück!« … sagen die Kolleg:innen.

Und dieser Satz kann – je nachdem, wie wir gerade drauf sind, wie es uns geht, wo wir gerade stehen – die größte Vorfreude oder die blanke Panik auslösen.

Hier sind drei Szenarien, um zu verdeutlichen, was so ein »Willkommen zurück« mit uns Betroffenen anstellen kann.

Person A denkt vielleicht: Yes! Aber sowas von! Ich kann’s kaum erwarten!

Person B denkt vielleicht: Ohje, ja, ich freue mich auch, wieder da zu sein – aber bin ich schon fit genug? Oder sollte ich mich lieber noch etwas ausruhen? Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Wiedereinstieg? Kann ich das alles überhaupt noch so »wuppen« wie vorher? Kann ich den alten Job überhaupt noch machen?

Person C denkt vielleicht: Hah, ich hab ja gar keine andere Wahl, ich muss ja wieder arbeiten! Ich muss ja Geld verdienen! Ob ich will oder nicht.

Und jetzt kannst du dir vorstellen, dass es noch zig Millionen weitere Reaktionen, Gedanken und Emotionen gibt, die uns Betroffenen in den Kopf kommen können. So viele, wie es Menschen gibt. Denn die Krankheit ist für alle anders. Unsere Körper reagieren unterschiedlich auf die Therapien, wir haben alle andere Spät- und Langzeitfolgen, mal mehr intensiv, mal weniger intensiv. Wir haben alle andere Jobs, andere Anforderungen, ein anderes Umfeld, andere Möglichkeiten, Ideen, Wünsche, Ziele.

Wir sind alle anders. Einzigartig.

Und wir müssen selbst herausfinden, wie wir ab dem Moment der Diagnose weitermachen wollen. Nebenbei arbeiten oder nicht? Wie lange Pause? Zurück in den Job? Gleiches Pensum wie vorher? Oder vielleicht was ganz anderes?

Wir müssen uns unseren eigenen Weg suchen, finden und gehen. Und ausprobieren, was für uns funktioniert, wie wir weitermachen können und wollen, wie wir unseren Wiedereinstieg in den Job und vor allen Dingen unser neues Arbeitsleben gestalten wollen. Und das kann ganz schön anstrengend sein.

📋 Guidelines für den Wiedereinstieg

Aus medizinischer Sicht gibt es standardisierte Verfahren. Tumor X bekommt Medikamente XY, Tumor Y bekommt YZ, … Aber für alles drumherum gibt es keine Regeln. Keine Leitlinien. Keine Leitplanken. Da sind wir auf uns allein gestellt.

Wie schön wäre es, wenn es auch für das, was nach der Therapie kommt (oder sogar währenddessen), einen klaren Masterplan gäbe?

Kleiner Spoiler: So eine Standard-Anleitung mit »mach dies, dann das, dann das« und happily ever after kann es nicht geben. Warum? Du ahnst es: Weil wir viel zu unterschiedlich sind.

Nur du weiß, was für dich richtig ist.

Es mag hart klingen, hat aber etwas sehr Bestärkendes: Du kannst selbst das Steuer in die Hand nehmen. Hier sind 10 Punkte, auf die du beim Wiedereinstieg in den Job unbedingt achten solltest. Wenn du magst, kannst du die Checkliste Schritt für Schritt durchgehen – oder aber dich inspirieren lassen und die Punkte vertiefen, die für dich am wichtigsten sind.

✔️ 10 Punkte, die du beim Wiedereinstieg in den Job unbedingt beachten solltest

1

Mach einen Check-in mit dir selbst: Nimm dir Zeit für dich und überlege, wo du gerade stehst. Wie geht es dir aktuell – körperlich, mental, emotional? Was sind deine physischen und psychischen Grenzen? Was sind gerade die größten Herausforderungen für dich?

2

Tausche dich mit deinen Ärzt:innen aus: Deine Gesundheit kommt zuerst. Sprich mit deinen Ärzt:innen über deine Belastbarkeit. Was ist aus medizinischer Sicht empfehlenswert? Welche Arbeitszeiten und Belastungen sind realistisch? Welche Termine und welche eventuellen Spät- und Langzeitfolgen solltest du berücksichtigen?

3

Verschaffe dir einen Überblick über deine Rechte und Möglichkeiten: Verschaffe dir einen Überblick über deine Optionen, damit du die für dich beste Lösung finden kannst. Gibt es vielleicht Teilzeitmodelle oder sind flexible Arbeitszeiten und Home-Office eine Option? Möchtest du eine stufenweise Wiedereingliederung?Hah, ich hab ja gar keine andere Wahl, ich muss ja wieder arbeiten! Ich muss ja Geld verdienen! Ob ich will oder nicht.

4

Bereite das Gespräch mit deinem Arbeitgeber vor: Überlege dir, wie du deinen Wiedereinstieg in den Job gestalten möchtest. Mit wem wirst du das Gespräch führen? Welche Informationen bezüglich deiner Krankheit möchtest du in dem Gespräch teilen – und was nicht?Hah, ich hab ja gar keine andere Wahl, ich muss ja wieder arbeiten! Ich muss ja Geld verdienen! Ob ich will oder nicht.

5

Haltet Vereinbarungen schriftlich fest: Fordere eine schriftliche Zusammenfassung des Gesprächs an. Welche Absprachen wurden getroffen? Gibt es eine Möglichkeit für flexible Anpassungen? Wer ist deine Ansprechperson für offene Fragen?Hah, ich hab ja gar keine andere Wahl, ich muss ja wieder arbeiten! Ich muss ja Geld verdienen! Ob ich will oder nicht.

6

Denk an dein Team: Überlege, was dein Team wissen sollte und wie du die Kommunikation gestalten möchtest. Wie offen möchtest du mit Kolleg:innen und Vorgesetzten über deine Erkrankung sprechen? Welche Informationen teilst du, und was bleibt privat? Wie gehst du mit Fragen oder Kommentaren zur Krankheit um?

7

Achte auf deine Ressourcen: Plane deine Energie sinnvoll ein, mache Pausen und beobachte dich gut. Achte auf deine persönliche Leistungsfähigkeit. Wann im Tagesverlauf bist du besonders produktiv? Welche Aufgaben fordern dich besonders? Wo kannst du kleine Auszeiten einplanen, ohne den Arbeitsfluss zu stören?

8

Plane dein Gesundheitsmanagement im Arbeitsalltag: Denke daran, dass das Gesundheitsmanagement Zeit benötigt. Wie baust du Kontrolltermine etc. in deinen Arbeitsalltag ein? Was hilft dir, produktiv zu bleiben, wenn körperliche oder mentale Einschränkungen auftreten? Welche präventiven Gesundheitsmaßnahmen sind wichtig, um auch in Zukunft gut arbeiten zu können.

9

Wiederhole in regelmäßigen Abständen einen Check-in mit dir selbst: Wie geht es dir nach den ersten Wochen? Sind Anpassungen notwendig? Gibt es neue Herausforderungen oder Bedürfnisse? Läuft irgendetwas anders, als gedacht/geplant/gewünscht? Was kannst du tun, um dich zu schützen und Überforderung zu vermeiden? Bleib mit dir selbst im Gespräch: Was tut dir gut? Was brauchst du?

10

Hol dir Hilfe: Falls du Unterstützung brauchst: Trau dich zu fragen. Gibt es Kolleg:innen, die dich besonders unterstützen können? Gibt es interne Netzwerke, Vertrauenspersonen oder externe Anlaufstellen? Wer kann dir privat bei organisatorischen oder alltäglichen Aufgaben helfen?

Und denk bitte immer daran: Sei nett zu dir. Bleib flexibel und sei geduldig mit dir selbst. Feiere selbst kleine Erfolge! Akzeptiere, dass es Rückschläge geben kann. Jede Rückkehr ist individuell – gib dir Zeit. Akzeptiere, dass du vielleicht nicht direkt bei 100 % starten kannst. Und dass es Schwankungen geben kann. Das ist total normal. Und ehrlich gesagt sind auch die ganzen vermeintlich gesunden Kolleg:innen nicht jeden Tag gleich fit.

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Keep moving. You got this!

10 Dinge, auf die du beim Wiedereinstieg in den Job unbedingt achten solltest
Ein Pärchen sitzt auf einer Parkbank mit einem großen Kürbis und zwei Kaffeebechern.
Tipp
Alltag
Alle Krebsarten
Endlich Herbst! – Dieser Gedanke kommt einigen Krebsis sicherlich nach den heißen Sommertagen, die für uns ganz schön viele Herausforderungen, auch nach der Therapie, mit sich bringen.

Umso mehr kann man sich auf den Herbst freuen, denn der bietet ganz schön viele Glücksmomente. Vielleicht sind einige dieser Vorschläge auch was für dich?! 🍂

1. Raus mit der Herbstdeko! 🌻🕯️

Sommervasen und dünne Wolldecken können weggepackt werden, stattdessen wird es Zeit für gemütliche dicke Wolldecken, Kerzen, Teekannen, Kürbisse und Herbststräuße. Lass dich gerne von Social-Media-Posts und Zeitschriften inspirieren, die einem oft kreativen Input geben.

2. Mach einen Herbstspaziergang 🌲🍂

Ein Spaziergang durch einen Park oder den Wald, und sei er noch so kurz, kann Wunder gegen das Gedankenkarussell, das viele von uns begleitet, wirken. Nimm die frische Herbstluft, das durch die sich lichtende Blätter fallende Licht und das Rascheln der herabfallenden Blätter wahr. Vielleicht kannst du ja paar Schnappschüsse mit der Kamera machen, die du dann ausdruckst, oder einige Blätter und Äste für einen Herbststrauß mitnehmen.

3. Auf geht es zu einem Bauernmarkt oder einer Kürbisfarm! 🎃

Falls du selbst nicht hin kannst, schick einen oder eine deiner Liebsten los, videotelefoniere und such dir einen Kürbis heraus, den man dann schnitzen (lassen) kann. Einen essbaren Kürbis kannst du dir auch gleich mitbringen lassen und ein tolles Rezept daraus zaubern. Kürbisse sind mit ihren vielen wertvollen Inhaltsstoffen nämlich super für das Immunsystem. 

4. Endlich ist Suppenzeit! 🍜

Stöbere doch einmal in Kochbüchern, auf Social Media oder frage Freund:innen und Familie nach ihren liebsten Suppengerichten im Herbst. Anschließend kannst du sie – je nach Befinden und deinen Möglichkeiten – selbst kochen oder einen Kochnachmittag oder -abend mit deinen Lieblingsmenschen daraus machen. Gemeinsames Kochen über Videotelefonie ist übrigens auch sehr lustig! ‍

5. An apple a day … 🍎🥧

Äpfel haben Saison, sind lecker und reich an Vitamin C. Warum sich also nicht auch einen saftigen Apfelkuchen gönnen? Hole dir eine Schnibbelhilfe und los geht es mit dem Backen! Es gibt kaum etwas Besseres, als wenn es in der Wohnung oder dem Haus nach frischem Kuchen riecht. 🍎🍰👩🏻‍🤝‍�

6. Der perfekte Herbstnachmittag ☕️📚

Draußen regnet es und bei dir wird es gemütlich mit deinem Lieblingstee oder Kaffee, einem Stapel Zeitschriften zum Durchblättern oder einem noch-nie-gelesenem oder wieder-neu-für-dich-entdecktem Lieblingsbuch, das du in einem neugegründeten Leseclub mit deinen Freund:innen auch gemeinsam lesen kannst. 

7. Es wird Zeit für eine Herbstplaylist! 🍁🎧 

Durchstöbere diverse Playlisten und erstelle eine eigene, mit Liedern, die dich an schöne Momente erinnern. Übrigens endet bei vielen Podcasts auch die Sommerpause. Der Herbst ist auch ein wenig Gruselzeit: Wie wäre es mit einem neuen Lieblings-True-Crime-Podcast? 

8. Endlich niedrigere Temperaturen!🧣

Wir freuen uns auch auf die kühleren Tage, weil Hitzewallungen, unter denen einige von uns leiden, jetzt erträglicher werden können, und man sich auch die eine oder andere süße Mütze anschaffen kann beziehungsweise die Herbstkleidung endlich wieder herausgeholt wird. Sich das erste Mal wieder in einen Herbstpulli einpacken, ist ein tolles Gefühl. 

9. Werde kreativ und aktiv ✏️🧘

Gibt es möglicherweise etwas, was du schon lange ausprobieren wolltest, zum Beispiel Keramik anmalen? Dafür musst du nicht einmal aus dem Haus, denn es gibt etliche Sets, die man sich nach Hause bestellen kann.

Wir von Pathly bieten übrigens auch Yoga, Achtsamkeitskurse und Meditatives Zeichnen kostenlos online an und freuen uns, wenn du dir damit etwas Gutes tust. Schau doch mal hier vorbei. 💜

10. Gönn dir ein wenig Selbstfürsorge und Wellness! 🛁🧖‍♀️

Besorge oder lass dir einige Pflegeprodukte besorgen, von denen du weißt, dass du sie gut verträgst, und genieß einen Wellnesstag ganz nach deinen Vorstellungen und Bedürfnissen – sei es ein Tag in Stille oder ein Nachmittag oder Abend – dick eingemummelt, in Masken, mit deiner Lieblingsserie.

Zehn Glücksmomente im Herbst
Ein Querschnitt einer Brust und eine Lupe.
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Zahlen & Fakten
Brustkrebs
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Etwa jede achte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens daran. Dank Früherkennung und moderner Therapien sind die Heilungschancen heute deutlich besser, sodass Brustkrebs in vielen Fällen gut behandelbar ist.

📖 5 Fakten über Brustkrebs

1

Jedes Jahr bekommen in Deutschland etwa 74.500 Frauen die Diagnose Brustkrebs.

2

Brustkrebs kann selten auch Männer betreffen (etwa 1 %).

3

Je früher Brustkrebs entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

4

Das Risiko steigt ab dem 40. Lebensjahr, besonders ab 50, und nimmt ab 70 leicht ab.

5

Brustkrebs ist nicht gleich Brustkrebs. Eigenschaften wie Hormonabhängigkeit oder HER2-Rezeptor bestimmen die Behandlung.

🔍 Mögliche Veränderungen der Brust

⏰ Brustkrebsvorsorge

Regelmäßige Vorsorge hilft, Brustkrebs früh zu erkennen. Dazu gehören das monatliche Selbstabtasten und die ärztliche Untersuchung – je nach Alter von der Krankenkasse übernommen. Früherkennung verbessert die Heilungschancen deutlich.

30–49 Jahre und ab 70: 1× jährlich Untersuchung der Brustdrüsen und Lymphknoten.

50-69 Jahre: Alle zwei Jahre eine Einladung zur freiwilligen Mammografie.

Bei genetischem Risiko (BRCA1/2) wird empfohlen: ab 25 Jahren bzw. 5 Jahre vor dem jüngsten Erkrankungsalter alle 6 Monate eine Tast- und Ultraschalluntersuchung sowie einmal jährlich eine Kernspintomografie/MRT. Zusätzlich ab dem 40. Lebensjahr jährlich oder alle zwei Jahre eine Mammografie.

💡 Lesetipp: Mehr dazu findest du in unserem Beitrag »Erinnerung zur Brustkrebsvorsorge«.

🔬 Mögliche Ursachen

Die genauen Ursachen von Brustkrebs sind nicht bekannt. Es gibt aber Faktoren, die das Risiko erhöhen – manche unveränderbar wie Alter oder Gene, andere beeinflussbar wie Ernährung, Bewegung oder Alkohol. Ein erhöhtes Risiko bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Brustkrebs entsteht.

Alter: Mit steigendem Alter steigt das Brustkrebsrisiko deutlich, besonders nach den Wechseljahren.

Gene und Familie: Mutationen wie BRCA1/2 oder Brustkrebs in der Familie erhöhen das Risiko.

Hormone: Langes Einwirken von Östrogen (z. B. frühe Periode, späte Wechseljahre, Hormonersatz) oder Kinderlosigkeit begünstigen Brustkrebs.

Lebensstil: Übergewicht, wenig Bewegung, Alkohol und Rauchen steigern das Risiko.

Strahlung: Frühere Bestrahlungen im Brustbereich können das Risiko erhöhen.

💡 Lesetipp: Mehr dazu findest du in unserem Beitrag »Mögliche Ursachen für Brustkrebs«.

🧬 Therapieformen

Brustkrebs kann sehr unterschiedlich verlaufen und deshalb gibt es nicht die eine Behandlung. Je nach Art und Stadium der Erkrankung werden verschiedene Therapien eingesetzt, um die Heilungschancen bestmöglich zu verbessern.

1

Operation: Meist brusterhaltend, vollständige Entfernung nur selten.

2

Strahlentherapie: Unterstützt die Operation und senkt das Rückfallrisiko.

3

Chemotherapie: Kann Tumore vor oder nach der OP verkleinern bzw. restliche Krebszellen bekämpfen.

4

Antihormontherapie: Blockiert das Wachstum hormonabhängiger Tumore.

5

Zielgerichtete Therapie: Greift gezielt Krebszellen an und schont den Rest des Körpers.

💡 Lesetipp: Mehr dazu findest du in unserem Beitrag »Therapieformen bei Brustkrebs«.

🥦 Ernährung bei Brustkrebs

Eine ausgewogene Ernährung kann während und nach einer Brustkrebserkrankung viel bewirken. Sie unterstützt den Körper bei der Therapie, stärkt das Immunsystem und hilft, Nebenwirkungen zu lindern.

Übergewicht reduzieren: Halte ein gesundes Körpergewicht und vermeide Gewichtszunahme während der Therapie.

Ballaststoffe essen: Greife täglich zu Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen.

Fettqualität optimieren: Weniger gesättigte Fette, dafür mehr ungesättigte Fette.

Körperlich aktiv sein: Bewege dich regelmäßig, um dein Immunsystem zu stärken und Nebenwirkungen zu verringern.

💡 Tipp: Du möchtest mehr zu dem Thema erfahren? Dann melde dich jetzt zu unserem kostenlosen Online-Event »Ernährung bei Brustkrebs« am 
10. Dezember an.
Brustkrebsmonat
Eine Schüssel mit Beeren und einer Krebszelle.
Info
Ernährung
Alle Krebsarten
»Du musst viele Himbeeren essen, um den Krebs zu besiegen!« – Wer hat das nicht schon mal gehört? Aber stimmt das wirklich? Schauen wir uns die Beere und Studienlage genauer an.

Himbeeren sind ohne Zweifel ein gesundes Lebensmittel und enthalten wertvolle Nährstoffe wie Ballaststoffe, Vitamin C, Anthocyane, Ellagitannine und Phenolsäuren. Zell- und Tierstudien konnten antioxidative, entzündungshemmende und potenziell krebshemmende Effekte zeigen.

❌ Diese Ergebnisse sind jedoch nicht ohne Weiteres auf den Menschen übertragbar, da unser Stoffwechsel deutlich komplexer ist. Um konkrete Empfehlungen geben zu können, sind daher randomisierte, kontrollierte Studien notwendig.

Das American Institute for Cancer Research (AICR) äußert sich zum Zusammenhang von Himbeeren und Krebs folgendermaßen:

»Himbeeren bieten eindeutige Vorteile für eine gesunde Ernährung, die darauf ausgerichtet ist, das Krebsrisiko zu senken. Ihre einzigartige Kombination aus hohem Ballaststoffgehalt und Ellagitannin-Verbindungen spielt eine wichtige Rolle bei der potenziellen Senkung des Krebsrisikos.

Was bedeutet das für dich?

Himbeeren sind ein gesundes Lebensmittel, was du in normalen Mengen gerne in deine Ernährung integrieren kannst. Aber nicht nur die Himbeere hat mit ihren wertvollen Nährstoffen das Potenzial, deine Gesundheit zu unterstützen, sondern viele Lebensmittel. Es kommt auf die Gesamtheit der Lebensmittel an, die du isst, und nicht nur auf ein einzelnes.

Eine Ernährung, die dein Krebsrisiko senken kann, sollte vor allem reich an pflanzlichen Lebensmitteln wie Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen sein.

🥗 Dass Krebszellen keine Himbeeren mögen, ist daher zu kurz gedacht und sollte eher heißen: Krebszellen mögen keine ausgewogene Ernährung, die reich an pflanzlichen Lebensmitteln ist.

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Mögen Krebszellen keine Himbeeren?
Ein Pillenblister, ein Glasgefäß, Tabletten und Pillen.
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
Fragst du dich seit deiner Erkrankung, ob dir wichtige Nährstoffe fehlen? Brauchst du vielleicht eine Extraportion Vitamin C in Kapselform? Aber sind Nahrungsergänzungsmittel (NEM) bei Krebs überhaupt empfehlenswert?

🩸 Es kommt darauf an:

Wenn ein Mangel im Blut nachgewiesen wurde, auf jeden Fall. Wenn nicht, sprich die Einnahme deiner NEM unbedingt mit deinem Behandlungsteam beziehungsweise Onkologen ab. Warum? Weil NEM nicht harmlos sind – auch wenn sie verharmlost werden!

1. 🔬 Keine Wirkkontrolle

Im Gegensatz zu Arzneimitteln durchlaufen NEM kein Zulassungsverfahren mit Wirksamkeitsnachweis. Hersteller müssen das Produkt lediglich beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) anzeigen – die sogenannte »Verkehrsfähigkeitsanzeige«. Sie sind nicht dazu verpflichtet, einen Wirksamkeits- oder Sicherheitsnachweis gegenüber einer Behörde zu erbringen.

2. 💊 Wechselwirkung mit Krebstherapie möglich

Einige Inhaltsstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln – insbesondere, wenn sie hoch dosiert sind – können Wechselwirkungen mit der Krebstherapie verursachen beziehungsweise die Therapiewirkung abschwächen. Das betrifft vor allem bestimmte Vitamine und Antioxidantien (A, C, E und ß-Carotin).

‼️ Generell wichtig

Nahrungsergänzungsmittel können sehr sinnvoll sein, wenn bei dir ein Mangel im Blut nachgewiesen wurde, aber sie ersetzen keine ausgewogene Ernährung. Und sie sind nicht automatisch harmlos. Einige können die Wirkung der Therapie beeinflussen, wenn sie hoch dosiert eingenommen werden.

✅ NRV für dich als Orientierung

Der NRV (Nutrient Reference Value) auf den NEM-Verpackungen gibt die Menge der Vitamine und Mineralstoffe an, die ein durchschnittlicher gesunder Erwachsener täglich zu sich nehmen sollte, um seinen Bedarf zu decken. Er wird in Prozent angegeben. Liegt der NRV bei etwa 100 %, entspricht das einer meist unbedenklichen Dosierung. Alles darüber solltest du nur in Rücksprache mit deinem Arzt einnehmen.
‍

💬 Tipp: Sprich vor der Einnahme von NEM unbedingt mit deinem Onkologen/Behandlungsteam, um deine Therapie bestmöglich zu unterstützen und nicht in der Wirkung zu behindern.
Nahrungsergänzungsmittel bei Krebs – Viel hilft nicht immer viel
Eine junge Frau im Bademantel, einer Gesichtsmaske und einem Handtuch um ihren Kopf.
Tipp
Alltag
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Während der Krebstherapie kann sich dein Aussehen verändern – das ist oft ungewohnt. Vielleicht fühlst du dich auch ein wenig fremd im eigenen Körper. Kleine Rituale rund um Hautpflege und Make-up können dir helfen, dir selbst wieder näher zu kommen.

Wie du dir selbst etwas Gutes tun und wieder selbstbewusster in den Spiegel schauen kannst, wissen die ehrenamtlichen Kosmetikexpert:innen von Look Good Feel Better. Im Rahmen des Patientenprogramms der DKMS unterstützen sie Krebspatient:innen dabei, mit den sichtbaren Veränderungen durch die Therapie umzugehen – mit praktischen Tipps zu Hautpflege und Make-up. Hier kommen 8 praktische Tipps – zum Nachmachen und Wohlfühlen:

1. 🧖 Morgenroutine als Basis

Über Nacht sammeln sich Talg, Schweiß und Hautschüppchen auf deiner Haut. Eine sanfte Reinigung am Morgen, zum Beispiel mit einem milden Waschgel oder einer Reinigungsmilch, und anschließender Tagespflege sorgen für ein frisches Hautgefühl – dein perfekter Start in den Tag.

2. ☀️ UV-Schutz ist ein Muss!

Deine Haut ist während der Krebstherapie besonders lichtempfindlich. Verwende einen hohen Lichtschutzfaktor (am besten LSF 50+), wähle sanfte Produkte ohne reizende Stoffe wie Duftstoffe oder Alkohol und creme regelmäßig nach. Auch Kleidung, ein Sonnenhut und Schatten helfen, deine Haut zu schützen.

3. 💆 Kopfhaut verwöhnen

Sanftes Waschen, Massieren und Eincremen tut nicht nur gut, sondern pflegt die empfindliche Kopfhaut und bereitet sie auf das mögliche Nachwachsen der Haare vor.

4. ☺️ Augenbrauen zeichnen

Übung macht die Meisterin: Fange am besten frühzeitig an, deine Augenbrauen nachzuzeichnen – auch wenn sie noch vollständig sind. So lernst du den natürlichen Schwung deiner Brauen kennen. Mit einem weichen Stift und kleinen, feinen Strichen wirkt das Ergebnis besonders natürlich. Und denk daran: Augenbrauen sind Schwestern, keine Zwillinge!

5. 👁️ Wimpern optisch imitieren

Mit einem Kajalstift kannst du Wimpern andeuten: Ziehe eine zarte Linie von der Augenmitte bis zum äußeren Augenwinkel – so nah am Wimpernkranz wie möglich. Entlang des unteren Lids wirken kleine Punkte sehr natürlich. So bekommt dein Blick wieder mehr Ausdruck.

6. 🎨 Lidschatten für strahlende Augen

Wähle einen Lidschatten, der deine Augen betont: Blaue Augen wirken besonders intensiv in Kombination mit Pfirsich- und Goldtönen. Grüne Augen werden mit Komplementärfarben wie Pflaume oder Kupfer noch leuchtender. Durch Petrol, Beerentöne und Gold wirken braune Augen noch tiefer und wärmer.

7. 📍Fokus setzen – ganz nach deinem Gefühl

Du möchtest heute etwas mehr Power von deinem Make-up? Suche dir einen Bereich deines Gesichts aus, den du besonders hervorheben magst. Sind es vielleicht deine Augen, die du betonen möchtest? Trage etwas mehr Lidschatten auf oder wähle einen stärkeren Lidstrich. Lieber nicht so viel Produkt am Auge? Gehe all-in beim Rouge und bringe mehr Frische in dein Gesicht! Oder traue dich mal etwas beim Lippenstift und wähle eine auffällige Farbe. Make-up soll dich nicht verstecken, sondern stärken.

8. 🧴 Produkte: Was wirklich zählt

Deine Haut hat jetzt ganz neue Bedürfnisse. Was früher gut war, passt gerade vielleicht nicht mehr.  Lass dich nicht von Artikeln oder Kommentaren verunsichern. Sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt über Inhaltsstoffe und bring Produkte mit, bei denen du dir unsicher bist. Zusammen findet ihr am besten heraus, welche Wirkstoffe für deine individuelle Therapie geeignet sind.

Du möchtest die Tipps in einem geschützten Rahmen ausprobieren und noch mehr erfahren? Dann melde dich jetzt zu einem kostenfreien »Look Good Feel Better«-Kosmetikseminar an – online oder vor Ort. 💌 Alle Infos und Termine findest du auf: lookgoodfeelbetter.de
Hautpflege & Make-up während der Krebstherapie
Tipp
Alltag
Alle Krebsarten
Die Diagnose Krebs wirbelt das Leben einmal komplett durcheinander. Plötzlich steht nicht mehr der Alltag im Mittelpunkt, sondern Arzttermine, Therapien und das eigene Wohlbefinden. Was viele nicht wissen: Du musst nicht alles alleine stemmen! Besonders, wenn die Kräfte schwinden, kann eine Haushaltshilfe Gold wert sein.

Was ist eine Haushaltshilfe?

Eine Haushaltshilfe unterstützt dich bei den täglichen Aufgaben, wenn du es selbst nicht mehr schaffst – sei es Putzen, Einkaufen oder Kochen. Sie ist keine Luxusleistung, sondern ein Recht, das dir in dieser Situation zusteht.

Wer zahlt das?

Die gute Nachricht: In vielen Fällen übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Voraussetzung ist, dass du wegen deiner Erkrankung den Haushalt nicht mehr selbst führen kannst und niemand sonst in deinem Haushalt lebt, der oder sie für dich einspringen könnte.

Achtung: Für jede Haushalthilfe fällt eine Zuzahlung von zehn Prozent der Kosten pro Kalendertag an. Das sind mindestens 5, aber maximal 10 Euro am Tag.

Wie beantragst du eine Haushaltshilfe?

  • Krankenkasse kontaktieren: Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten für eine Haushaltshilfe, wenn die Unterstützung medizinisch notwendig ist. Sprich mit deinem Arzt oder deiner Ärztin. Diese:r stellen dir eine Bescheinigung aus, dass du Unterstützung brauchst. Reich die Bescheinigung am besten zeitnah bei deiner Krankenkasse ein.
  • Kinderbetreuung: Gibt es Kinder unter 12 Jahren im Haushalt, springt die Krankenkasse oft ein – selbst wenn ein Elternteil theoretisch helfen könnte.
  • Zeitrahmen: Die Hilfe wird meist für bis zu vier Wochen pro Krankheitsfall genehmigt, bei besonderem Bedarf auch länger.

Unser Tipp

Hab keine Angst davor, Hilfe anzunehmen! Es ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Selbstfürsorge. Nutze die gewonnene Zeit und Energie für das, was dir jetzt wirklich guttut – sei es ein gutes Buch, ein Spaziergang oder einfach mal Durchatmen. Du bist nicht alleine auf diesem Weg. Es gibt Unterstützung – du musst sie nur annehmen. Bleib mutig und denk daran: Dir Hilfe zu holen ist stark!

Haushaltshilfe bei Krebs – Wenn der Alltag zu viel wird
Ein Kalendar und zwei Periodenprodukte.
Tipp
Kinderwunsch
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Hast du dich schonmal gefragt, wieso die Menstruation überhaupt eine so große Rolle für junge Krebspatientinnen spielt? Und ob es Tipps gibt, damit die Periode wiederkommt? Die Antworten zu diesen Fragen findest du im folgenden Beitrag!

🤔 Warum ist das Thema überhaupt so relevant?

Die Periode beziehungsweise die Fruchtbarkeit ist für junge Frauen mit Krebs deshalb so wichtig, weil sowohl die Erkrankung selbst als auch die Therapie zu einer Unfruchtbarkeit führen können. Insbesondere die Chemotherapie wirkt im ganzen Körper, wobei nicht zwischen Krebszellen und normalen Zellen unterschieden wird. Alle sich schnell teilenden Zellen werden angegriffen – und dazu gehören auch die der Geschlechtsorgane, da sich in jedem Zyklus Gebärmutterschleimhaut auf- und abbaut sowie Eizellen heranreifen und von den Eierstöcken zur Gebärmutter wandern. (1) Auch eine Bestrahlung des Bauch- oder Beckenbereichs oder von bestimmten Hirnregionen kann zu einer Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit führen. (2) Um dies zu verhindern, ist bei vielen Therapien die regelmäßige Verabreichung von Spritzen (beispielsweise Enantone, Trenantone oder Zoladex) in den Bauch vorgesehen. Sie bewirken, dass es zu keiner Ausschüttung von Hormonen kommt, welche normalerweise die Produktion weiblicher Geschlechtshormone regeln würden. (3) Die betroffenen Geschlechtsorgane werden somit in eine Art Winterschlaf versetzt, um eine Schädigung durch die Chemotherapie zu verhindern.

🩸Was kann helfen, damit der Zyklus wiederkommt?

Prinzipiell gilt leider, dass es keine Garantie für die Rückkehr der Periode gibt. Es muss ebenfalls beachtet werden, dass sich das Risiko einer Unfruchtbarkeit mit zunehmendem Alter erhöht. (4) Und trotzdem gibt es Wege, um den eigenen Zyklus wieder anzukurbeln.

Hier folgen drei Empfehlungen meiner Gynäkologin, die ich befolgt habe und welche (womöglich) mit dazu beigetragen haben, dass meine Periode anderthalb Jahre nach der Therapie wiedergekehrt ist (*Alle Angaben sind ohne Gewähr):

1. 🪴 Einnahme von Agnus Castus

Agnus Castus, auch bekannt als Keuschlamm oder Mönchspfeffer, soll unter anderem bei Hormonstörungen oder Zyklusbeschwerden helfen sowie die Fertilität von Frauen verbessern. Die Wirkung dieses pflanzlichen Mittels wurde auch bereits in Studien nachgewiesen, allerdings erst nach einer mehrmonatigen täglichen Einnahme. (5) Das Medikament ist nicht verschreibungspflichtig und kann rezeptfrei in Apotheken erworben werden. Sprich deine Frauenärztin oder deinen Frauenarzt am besten beim nächsten Termin darauf an, solltest du mit der Einnahme beginnen wollen oder diesbezüglich noch weitere Fragen haben.

Aber Achtung!

Wie bei jedem anderen Medikament auch, gibt es auch bei Agnus Castus Patient:innen, die mit Nebenwirkungen auf das Medikament reagieren. Sei also zu Beginn jeder neuen Medikamenteneinnahme achtsam und höre auf deinen Körper.

2. 📈 Gewichtszunahme

Laut meiner Gynäkologin kennt der (junge) Körper nur zwei Modi: Überleben oder Fortpflanzen. Und für zweiteres wird Östrogen benötigt. Dieses Hormon kann jedoch nur gebildet und ausgeschüttet werden, wenn der Körper über genügend Fettreserven verfügt. Denn auch Fettzellen produzieren Östrogene. Viele Krebsbetroffene haben während ihrer Therapie erheblich an Gewicht verloren, was dazu führt, dass der Körper primär mit dem Überleben beschäftigt ist. Das steht wiederum der Produktion von Östrogen und damit der Rückkehr der Periode im Wege. Je nachdem, wie groß die Differenz zwischen dem ursprünglichen und dem aktuellen Gewicht ist, kann auch schon eine Zunahme von nur ein bis zwei Kilo ausreichen, um die Östrogenproduktion anzukurbeln. Wichtig ist jedoch darauf zu achten, dass es sich um eine gesunde Gewichtszunahme handelt, die durch eine ausgewogene Ernährung entsteht.

3. 🫖 Abwarten und Tee trinken

Ich gebe zu, dass mir diese Empfehlung nicht gerade gefallen hat. Schließlich wurde meine Geduld schon während der Therapie viel zu häufig auf die Probe gestellt. Doch wir sollten nicht vergessen, dass unser Körper monate- oder gar jahrelang einer maximalen Belastung standgehalten hat und sich von den Strapazen der Therapie erholen muss. Da ist es normal, wenn der Zyklus nicht sofort wiederkommt. Gib dir und deinem Körper Zeit und nimm bewusst den Druck raus. Denn zu viel Stress führt häufig dazu, dass das gewünschte Ziel erst recht nicht eintritt. Eine entspannte Grundeinstellung und Akzeptanz des Ist-Zustands hingegen wirkt sich positiv auf deine psychische Gesundheit aus. Das führt wiederum zu einem erhöhten allgemeinen Wohlbefinden – und im besten Fall dann auch zur Rückkehr deiner Periode. ♥️

Periode gesucht: So holst du deinen Zyklus zurück
Ein Einkaufskorb voller gesunder Lebensmittel.
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
Vielleicht hast du nach deiner Behandlung viele Fragen: Was darf ich essen? Was sollte ich besser weglassen? Und wie viel davon ist okay?

Nach einer überstandenen Krebserkrankung gelten die gleichen Empfehlungen wie zur Krebsprävention, denn sie können dir helfen, dein Risiko für ein Rezidiv zu senken. Deine Ernährung spielt dabei eine zentrale Rolle – genau wie Bewegung und ein gesundes, stabiles Gewicht.

Laut dem World Cancer Research Fund sind bis zu 40 % aller Krebserkrankungen auf ungünstige Ernährungs-, Bewegungs- und Lebensgewohnheiten zurückzuführen – und damit vermeidbar.

‍Zu den Hauptrisikofaktoren zählen:

·     Rauchen

·     Alkohol

·     Ungeschützte Sonnenexposition

·     Eine unausgewogene, kalorienreiche Ernährung

·     Übergewicht (erhöht das Risiko für mindestens 13 Krebsarten)

·     Bewegungsmangel
‍

Was bedeutet das für dich?

Eine Garantie, dass der Krebs nicht wiederkommt, gibt es leider nie. Aber du kannst viel dafür tun, deinen Körper gut zu versorgen: mit den richtigen Nährstoffen sowie durch einen aktiven und gesunden Lebensstil.
‍

Das sind die wichtigsten Ernährungsempfehlungen auf einen Blick:

1. 🥬 Pflanzliche Lebensmittel als Basis

Vollkorngetreide, Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte sollten den Hauptbestandteil deiner Ernährung ausmachen. Sie liefern Ballaststoffe, die deine Darmgesundheit unterstützen sowie eine Vielzahl an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen.

Praxis-Tipp Gemüse: Greif zu frischem oder tiefgekühltem Gemüse – am besten bunt gemischt. Orientiere dich am »Tellerprinzip«. Das heißt, die Hälfte deines Tellers sollte mit Gemüse gefüllt sein.

2. 🥩 Rotes Fleisch in Maßen

Empfohlen werden maximal 350 – 500 g gegartes rotes Fleisch pro Woche. Hierunter fallen Rind/ Kalb, Schwein, Lamm, Pferd und Ziege. Bevorzuge mageres, unverarbeitetes Fleisch. Auf verarbeitetes Fleisch wie Würstchen, Schinken oder Speck solltest du verzichten, da es von der WHO als krebserregend eingestuft wurde.

3. 🍟 Fast Food & stark verarbeitete Produkte als Ausnahme

Fast Food und Fertiggerichte enthalten meist viel Fett, Salz und Zucker. Wenn du häufiger zu solchen Produkten greifst, kann das langfristig negative Auswirkungen auf deine Gesundheit haben.

Wichtig ist die Balance. Wenn du dich im Alltag überwiegend ausgewogen ernährst, spricht nichts dagegen, wenn du dir ab und zu auch mal eine Pizza gönnst. Achte aber darauf, dass solche Ausnahmen nicht zur Gewohnheit werden.

4. 🧃Süße Getränke in Maßen

Zuckerhaltige Getränke wie Cola solltest du reduzieren, denn sie liefern viele Kalorien und Zucker ohne Sättigung. Greife lieber zu Wasser mit Zitronenscheiben, ungesüßtem Tee oder infused water.

5. 🍹Alkohol? Am besten gar nicht

Jedes Glas Alkohol erhöht das Krebsrisiko – auch nach der Erkrankung.

Deshalb gilt: je weniger, desto besser.

6. 🍽️ Das Tellerprinzip für eine ausgewogene Ernährung

Eine einfache Faustregel für deinen Alltag:

·     ½ Teller Gemüse

·     ¼ Teller Eiweiß (z.B. Hülsenfrüchte, Quark, Fisch, Ei, Tofu, Geflügel)

·     ¼ Teller Kohlenhydrate (z.B. Kartoffeln, Vollkornreis, Vollkornnudeln)

·     Ergänzt mit hochwertigen Fetten wie Nüssen, Samen oder pflanzlichen Ölen

Dieses Prinzip hilft dir, ausgewogen zu essen – ohne Kalorienzählen oder komplizierte Regeln.

7. 💊 Sind Nahrungsergänzungsmittel empfehlenswert?

Nicht grundsätzlich und sie werden auch nicht zur Krebsprävention empfohlen. Nahrungsergänzungsmittel können einen Mangel ausgleichen, aber sie ersetzen keine ausgewogene Ernährung. Wichtig: lasse deine Blutwerte regelmäßig kontrollieren und nimm Präparate nur gezielt ein, wenn ein ärztlich bestätigter Mangel vorliegt.

Fazit

Dein Körper hat viel geleistet und verdient jetzt deine bestmögliche Unterstützung. Mit der richtigen Ernährung, Bewegung und einem bewussten Umgang mit Genussmitteln kannst du viel für deine Gesundheit tun. Setze dir kleine Ziele, probiere neue Rezepte aus und gönne dir Pausen. Und vor allem: sei stolz auf das, was du schon geschafft hast.

Ernährung nach Krebs: Wie du dich stärken und dein Rückfallrisiko senken kannst
Eine Frau hält zwei Teller in die Luft.
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Ernährung
Alle Krebsarten
Warum ist Eiweiß jetzt für dich so wichtig? Wenn du an Krebs erkrankt bist, braucht dein Körper deutlich mehr Eiweiß als sonst. Dein Bedarf steigt von 0,8 g pro kg Körpergewicht auf mindestens 1,2-1,5 g an. Hast du stark erhöhte Entzündungswerte, kann dein Bedarf sogar auf bis zu 2 g ansteigen.

🔍 Was ist der Grund für deinen erhöhten Eiweißbedarf?

Ursächlich ist eine Veränderung von auf- und abbauenden Prozessen im Körper. Dein Eiweißumsatz und -abbau ist erhöht, was zu einem gesteigerten Abbau von Muskeleiweiß ­– also Muskelmasse – führt.

⏱️ Was sind die Folgen, wenn du zu wenig Eiweiß isst?

Weniger Muskeln = weniger Lebensqualität

Du verlierst deine wertvolle Muskelmasse. Du hast weniger Kraft, bist schwächer und kannst alltägliche Aufgaben schwerer bewältigen. Außerdem ist eine geringere Muskelmasse mit einer ungünstigen Prognose assoziiert.

Aber auch deine Wundheilung nach einer OP kann verzögert und dein Immunsystem durch zu wenig Eiweiß geschwächt sein.

🍳 Was kannst du tun?

Achte darauf, in jede Mahlzeit und Zwischenmahlzeit eine Eiweißquelle einzubauen. Wechsel dabei zwischen tierischen und pflanzlichen Eiweißquellen ab:

Tierische Eiweißquellen:

🍗 Fleisch und Wurst
🐟 Fisch
🧈 Milch und Milchprodukte
🥚 Eier

Pflanzliche Eiweißquellen:

🫘 Hülsenfrüchte
🫛 Soja
🥜 Nüsse und Samen
🌾 Vollkorngetreide und -produkte

🥘 Hier steckt Eiweiß drin

Mit diesen Lebensmittelmengen nimmst du jeweils etwa 10 g Eiweiß zu dir:

🥣 90 g Quark
🥚 1 großes Ei
🥪 2–3 Scheiben magere Wurst (50 g)
🧀 2–3 Scheiben Käse (50 g)
🍣 Halber Handteller Fleisch oder Fisch
🥟 Handteller Tofu
🫘 100–150 g Hülsenfrüchte gekocht
🥛 ¼ Liter Milchprodukt (Milch, Buttermilch, Kefir, Joghurt)
🍝 Teller Nudeln gekocht

🥤 Fällt es dir schwer, deinen Eiweißbedarf mit Lebensmitteln zu decken?

Dann sind Eiweißpulver und -shakes oder auch Trinknahrung (Astronautenkost) eine Möglichkeit für dich, dich trotzdem gut mit Eiweiß zu versorgen.

Stärke deinen Körper mit der nötigen Eiweiß-Power
Eine junge Frau sitzt gemütlich auf einem Sitzkissen und liest.
Motivation
Gefühle & Achtsamkeit
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Was brauchst du jetzt gerade besonders? Horche in dich hinein und schaue, was dein Körper und Geist braucht oder sich wünscht. Gönne dir kleine oder größere Auszeiten im Alltag. Manchmal reichen auch nur 5 Minuten, um deine leeren Batterien eine neue Ladung Energie zu schenken.
Selbstfürsorge-Bingo für achtsame Auszeiten in deinem Alltag
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Selbstfürsorge-Bingo
Eine junge Frau überprüft eine Checkliste für ein Arztgespräch.
Checkliste
Dokumente & Soziales
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Das Arztgespräch. Manchmal versteht man nur Bahnhof, oft vergisst man, was alles besprochen wurde und nicht selten verlässt man das Gespräch überfordert, verloren und eingeschüchtert. Damit dies bei deiner nächsten Besprechung mit deinem Ärzt:innen-Team nicht passiert, haben wir für dich neun Tipps zusammengestellt:

1. Fragenkatalog:

Komme stets vorbereitet. Habe deine Fragen griffbereit (aufgeschrieben im Notizbuch oder im Handy), denn in der Aufregung vergisst du sie eventuell und ärgerst dich im Nachhinein.

2. Notizen:

Mache dir während des Gesprächs Notizen. Nein, das ist nicht unhöflich. Wenn es dir unangenehm ist, sage einfach, warum du es tust.

3. Vier-Ohren-Prinzip:

Bringe jemanden mit oder frage nach, ob du eine Vertrauensperson am Telefon dabei haben kannst (vier Ohren hören mehr als zwei).

4. Frage nach!

Wenn du etwas nicht verstehst, frage stets nach. Tipp: Bitte deine:n Gesprächspartner:in darum, dir die Sachlage so erklären, als würden sie es einer 90-jährigen Oma und/oder einem Kind erklären.

5. Geheimtipp:

Frage deine:n Ärzt:in, ob er oder sie die Behandlung auch ihrer Tochter/Onkel/Oma empfehlen würde.

6. Rechte:

Du darfst stets eine Zweitmeinung einholen.

7. Fühlen erlaubt:

Du darfst emotional werden. Wenn du dich überfordert fühlst. Bitte ggf. darum, kurz innezuhalten bevor es weitergeht.

8. Fahrplan:

Frage immer wie es weitergeht und wie die weiteren Behandlungsschritte aussehen, z.B. weitere Check-Ups, Behandlungsreihenfolgen und was dich dann jeweils erwartet.

9. In deinen Worten:

Wiederhole zusammenfassend, was du gehört hast, um sicherzugehen, dass du alles verstanden hast.

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Checkliste für dein Arztgespräch
Eine Frau sitzt geschwächt auf einem Sessel.
Info
Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Nebenwirkungen gibt es zahlreiche während und nach einer Chemotherapie, ­Bestrahlung, Operationen und in der Nachsorge. Hier möchten wir lediglich ein paar Bereiche anreißen, worauf deine Behandlung Einfluss nehmen kann. Nicht muss.

Wir vermeiden es daher bewusst, hier in die Tiefe zu gehen. Denn es geht darum, Transparenz und nicht Panik zu schaffen:
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💇 Haarverlust
👃 Taubheitsgefühle
🩹 Hautveränderungen
💅 Brüchige Nägel
🌡️ Gestörter Hormonhaushalt
🧠 Konzentrationsschwäche, auch bekannt als »Chemo-Brain«
⚡ Schmerzen
🔋 Erschöpfungszustände (»Fatigue«)
💪 Geschwächte Ausdauer und Kraft
🪁 Verlust oder Funkstille von Freunden und Familienmitgliedern
💔 Unerfüllte Erwartungen an sich selbst: wieder ganz die:der »Alte« zu sein

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Sei achtsam, von wem und woher du Informationen beziehst. Ratschläge sind manchmal genau das: »Schläge«, die nicht guttun, verunsichern oder dich ­runterziehen. Es ist voll okay, Informationen nach und nach einzuholen und du hast auch immer ein Recht aufs Nichtwissen. Ziehe bewusst Grenzen und umgib dich mit liebevollen Menschen. Höre auf deinen Körper und melde deinen behandelnden Ärzten sofort, wenn dir etwas ungewöhnlich erscheint.

(Be)LAST(ung) während und nach der Krebsbehandlung
Eine Badewanne mit Dusche, ein Handtuch und Badeschaum.
Tipp
Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Im Wesentlichen treffen bei der Radiotherapie Strahlen auf die Haut, treten in den Körper ein und an anderer Stelle wieder aus. Da dabei jedoch nicht nur bösartige, sondern auch gesunde Zellen geschädigt werden, wird die Haut sehr stark beansprucht. So kann es an Strahlenein- und austrittsstellen zu einer Überempfindlichkeit der Haut kommen, die Hautirritationen, Jucken, Trockenheit oder Erröten hervorrufen.
Es ist daher ganz wichtig, dass du bei der Pflege deiner Haut auf ein paar Dinge achtest:

🧽 Wie wasche ich mich richtig während der Bestrahlung?

❌ Vermeide langen Wasserkontakt, um die Haut nicht aufzuweichen

❌ Gehe nicht schwimmen oder baden

✅ Wasche dich möglichst nur mit Wasser

✅ Die Wassertemperatur sollte weder zu heiß noch zu kalt sein

✅ Achte darauf, die Markierungen nicht zu entfernen

✅ Trockne dich vorsichtig, aber gründlich ab
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🧼 Nur Wasser reicht dir nicht? Achte auf diese Inhaltsstoffe:

‼️ ABER: Sprich jedes Produkt mit deinem Radiologen ab, bestimmte Inhaltsstoffe können die Bestrahlung beeinflussen!

✅ Mild, pH-neutrale Produkte

❌ Parfum

❌ Deodorant

❌ Ätherische Öle

❌ Alkoholhaltige Produkte
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🪒 Beanspruche deine Haut nicht zusätzlich durch mechanische Reize!

✅ Tupfe dich beim Abtrocknen vorsichtig ab anstatt zu rubbeln

❌ Trage keine zu enge Kleidung, keine Pflaster, o.ä.

❌ Vermeide dich zu kratzen, auch wenn es juckt

❌ Auf Rasieren oder Epilieren der bestrahlten Stellen solltest du vorerst verzichten

❌ Vermeide direkte Sonneneinstrahlung

Sanfte Hautpflege während der Bestrahlung
Zwei Personen küssen sich
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Sexualität – Was bedeutet das eigentlich? Unsere Vorträge beginnen wir oft mit der Frage: Was verstehst du unter Sexualität? Die Antworten reichen von Intimität, Nähe, Kuscheln, Streicheln bis hin zu Penetration, Oral- und Analsex. Und alle haben recht! Sexualität bedeutet nicht nur Geschlechtsverkehr. Sie ist vielschichtig und spielt für jede Person eine andere Rolle in ihrem Leben.
Wichtig ist: Sexualität ist kein Luxus. Sie kann Lebensqualität und Wohlbefinden stärken. Sie verändert sich ein Leben lang – durch hormonelle Umstellungen, neue Beziehungen, Erfahrungen und eben auch durch Krankheit. Dieser Text soll euch Mut machen, mit diesen Veränderungen umzugehen.

Veränderung bringt Herausforderungen und Chancen

Erst das Überleben. Dann das Leben.

»Am Anfang ging's nur ums Überleben«, hören wir oft. Klar – wenn man die Diagnose erfährt, steht alles Kopf. Wer denkt da an Sex? Aber ­irgendwann kommt der Alltag zurück. Die Sehnsucht nach Berührung und sexuellen Momenten meldet sich wieder.

Doch oft ist da auch viel Unsicherheit. Vielleicht hat sich dein Körper verändert: Du fühlst dich nicht mehr attraktiv, vielleicht tut etwas weh  oder die Lust ist ganz verschwunden.

Krebs und seine Behandlung – ­Operationen, Chemo, Bestrahlung oder antihormonelle Therapie – hinterlassen Spuren. Viele haben mit Schmerzen, trockenen Schleimhäuten,­­ Orgasmusschwierigkeiten, Erektionsproblemen, Libidoverlust oder Empfindungsstörungen zu tun. Auch Narben, ein Stoma oder ein Port ­verändern das Körperbild. Sich auf eine sexuelle Situation einzu­lassen, fällt dann oft schwer. Manche ziehen sich zurück, andere wissen nicht, wie sie Nähe wieder zulassen können. Sexualität kann zur Herausforderung werden, doch genau hier liegt die Chance für einen ­Neuanfang: Offen über Sexualität zu sprechen und Neues auszuprobieren.

Was wir von Betroffenen  hören:

Wieder in Kontakt kommen – Was helfen kann

Reden mit Partner:innen, Ärzt:innen, Berater:innen. Worte machen Mut.
Spüren Körperwahrnehmung und das Reflektieren von Gefühlen stärken die Selbstakzeptanz.
Selbstberührung kann helfen, neue ­Bedürfnisse und Grenzen zu entdecken.
Zeit Lust lässt sich nicht erzwingen, aber ­wiederentdecken.
Grenzen ein achtsamer ­Umgang mit den eigenen und fremden Grenzen erleichtert Nähe.
Hilfsmittel Gleitgel, Pflegeprodukte, Sextoys oder Beckenbodentraining unterstützen oft.
Fantasie Kopfkino ist erlaubt! Erinnerungen, Sehnsüchte und Träume dürfen sein

Sexualität und Krankheit – ein doppeltes Tabu

Viele Betroffene erleben Unsicherheit und schweigen deshalb lieber. Über Krankheit spricht man nicht gern. Über Sex erst recht nicht. Zwei Tabus treffen aufeinander. Werbung und Filme zeigen perfekte Körper, perfekte Lust – jung, schön, gesund. Doch das Leben nach einer Krankheit sieht oft anders aus. Und das erschwert den Zugang zu einer lustvollen und selbstbestimmten Sexualität.

Kleine Impulse für Nähe und Intimität

Scheut euch nicht intime Momente bewusst zu planen: gemeinsam spazieren, baden, reden, sich wieder annähern – langsam.

Probiert unterschiedliche Stellungen aus, um herauszufinden, was guttut. Gestaltet eine für euch passende Atmosphäre – schönes Licht, angenehme Temperatur, Kleidung, in der ihr euch wohlfühlt. Sprecht offen über eure Wünsche, über Unsicherheiten und über Verhütung, damit Vertrauen wachsen kann.

Und wenn du Hilfe brauchst?

… Dann sind wir für dich da. In unserer Sexualberatung bieten wir Unterstützung für Menschen mit und nach einer Krebserkrankung. In Gesprächen und mit Übungen begleiten wir euch dabei, sich im Körper wieder zu Hause fühlen zu können, Nähe neu zu denken und Sexualität in all ihren Facetten zu verstehen.

Gerade wenn es um Sexualität geht, fehlen oft die Worte. Deshalb ist es wichtig, zu wissen:

Du bist nicht allein und du musst das nicht allein bewältigen.
Wenn Sexualität nach Krebs plötzlich anders ist
Eine Frau jongliert verschiedene Lebensmittel und eine Sanduhr.
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
Die Wechseljahre bringen hormonelle Veränderungen mit sich, die sich auf dein Wohlbefinden auswirken können. Hitzewallungen, Schlafstörungen und Gewichtszunahme sind typische Beschwerden. Auch das Risiko für Osteoporose und Herz-Kreislauferkrankungen nimmt zu.

⏳ Die gesamte Zeit der hormonellen Umstellung dauert zehn bis 15 Jahre:

In der Prämenopause (Dauer: etwa vier Jahre) finden erste hormonelle Veränderungen statt, wobei die Regelblutung weiterhin da ist.

In der Perimenopause (Dauer: etwa sechs bis sieben Jahre) stellen die Eierstöcke ihre Arbeit ein, so dass die Periode letztendlich ausbleibt. Man spricht dann von der Menopause.

Die Postmenopause beginnt 12 Monate nach der letzten Periode. Nach der Menopause pendelt sich der Hormonhaushalt neu ein.

🥗 Mit der richtigen Ernährung kannst du typische Beschwerden lindern und deine Gesundheit langfristig stärken.

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🔥 Hitzewallungen und Schweißausbrüche reduzieren

💊 Laut S3-Leitlinie stellt eine Hormonersatztherapie die effektivste Behandlung dar. Dein Arzt sollte dich dabei über kurz- und langfristigen Nutzen und Risiken aufklären.

🌾 Auch eine phytoöstrogenreiche Ernährung mit Soja und Leinsamen kann dir helfen.

🌶️ Scharfe Speisen, Koffein und Alkohol erhöhen deine Körpertemperatur, so dass du sie reduzieren solltest.

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💤 Besser schlafen

🌰 Tryptophanreiche Lebensmittel (Tryptophan gehört zu den aromatischen Aminosäuren) wie Nüsse, Eier und Milchprodukte können deine Melatoninproduktion unterstützen. Melatonin reguliert deinen Schlaf-Wach-Zyklus.

☕ Vermeide Koffein und schwere Mahlzeiten am Abend.


🦴 Knochen schützen

🥦 Eine gute Versorgung mit Kalzium hilft dir, Osteoporose vorzubeugen. Kalziumreich sind Milchprodukte, bestimmte Gemüsesorten wie Grünkohl, Fenchel oder Brokkoli und Mineralwasser mit mindestens 150 mg Kalzium pro Liter.

☀️ Achte darauf, dass du ausreichend mit Vitamin D versorgt bist, um Kalzium überhaupt gut aufnehmen zu können.


❤️ Herzgesundheit stärken

🐟 Eine mediterrane Ernährung mit vielen pflanzlichen Lebensmitteln, Fisch und gesunden Ölen kann effektiv das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse, also akut auftretende Erkrankungen im Bereich des Herz-Kreislauf-Systems, reduzieren.

Ernährung in den Wechseljahren: So unterstützt du deinen Körper

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Illustration, in der eine Hand zu sehen ist, die ein Smartphone in der Hand hält. Dadrüber ist ein Vergrößerungsglas, das über dem Smartphone schwebt.
Illustration eines Smartphones, aus dem eine Person heraus kommt und winkt.

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