Internationaler HPV-Tag

Ein Bett mit Herzen, die über der Bettdecke fliegen.
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Zahlen & Fakten
Heute, am 4. März, ist internationaler HPV Awareness Day. HPV (Humane Papillom-viren) gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen – etwa 85–90 % aller sexuell aktiven Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mindestens einmal. Die Übertragung erfolgt über direkten Haut- und Schleimhautkontakt.

In den meisten Fällen verläuft eine HPV-Infektion unbemerkt und heilt – nach aktuellem Wissensstand – innerhalb von ein bis zwei Jahren von selbst aus. Ein Teil der HPV-Typen kann über längere Zeit im Körper verbleiben. Einige sogenannte Hochrisiko-HPV-Typen können  über Jahre hinweg zu zunehmend schweren Zellveränderungen führen. Unbehandelt können daraus letztlich Krebserkrankungen entstehen – zum Beispiel am Gebärmutterhals, seltener aber auch am Anus, im Mund-Rachen-Bereich oder am Penis. Bestimmte HPV-Niedrigrisiko-Typen können Feigwarzen auslösen.

Wichtig ist:

Eine HPV-Infektion bedeutet nicht automatisch Krebs. Krebs kann nur entstehen, wenn Zellveränderungen über längere Zeit bestehen, nicht entdeckt werden und so voranschreiten. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sollen genau dies verhindern.

Seit einigen Jahren etabliert ist die gynäkologische Vorsorge mit Pap-Test und HPV-Test und im Weiteren die Scheiden-spiegelung (Kolposkopie), um frühe Zellveränderungen erkennen und behandeln zu können.

Bei Frauen im Alter von 20–34 Jahren erfolgt dabei zur Vorsorge jährlich 
ein Pap-Abstrich. Ab 35 Jahren wird alle drei Jahre 
ein Kombitest aus Pap- und HPV-Test gemacht. Je nach Befund erfolgt dann eine weiterführende Abklärung, wie beispielsweise eine Scheidenspiegelung.1

Ein routinemäßiges HPV-Screening für den Afterbereich existiert bisher nicht. Hier gibt es risikobezogene Screeningempfehlungen, insbesondere für HIV-infizierte Personen sowie mittlerweile auch für Menschen mit anderweitig reduziertem Immunsystem und auch für Frauen, die bereits eine höhergradige HPV-assoziierte Zellveränderung im gynäkologischen Bereich in der Vorgeschichte haben.

Im HNO-Bereich sind die Abstriche bisher noch nicht wirklich aussagekräftig. Dennoch gibt es Situationen, in denen eine HNO-Untersuchung sinnvoll ist, denn HPV ist eine sexuell übertragbare Erkrankung. Auch hier sollte spätestens bei anhaltenden Beschwerden oder sichtbaren Veränderungen eine ärztliche Untersuchung stattfinden.

Eine Impfung vor dem ersten Sexualkontakt – idealerweise zwischen 9 und 14 Jahren – schützt vor den wichtigsten neun HPV-Typen. Findet sie zu einem späteren Zeitpunkt statt, kann sie natürlich dennoch sinnvoll sein, insbesondere, wenn noch kein Sexualkontakt erfolgt ist oder es wenige Partner:innen gab.

Gerade hier ist eine persönliche Beratung und Aufklärung wichtig, denn egal in welchem Alter, Wissen und Vorsorge ist wichtig!

Stay safe! Mehr Informationen findest du auch auf den Seiten vom RKI unter »Impfungen A-Z«2 oder dem Krebsinformationsdienst unter »Krebs vorbeugen«3.

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Jessica hat lockige braune Haare und trägt ein dunkles Oberteil.Platzhalter Bild
Autor:in
Dr. Caterina Schulte-Eversum
Designer:in
Jessica Krüger
Datum
3.3.2024

Du hast Lust auf noch mehr Infos?
Schau dir hier unsere Quellen an.

  1. BMG, Früherkennungsuntersuchungen, die von den gesetzlichen Kassen erstattet werden: www.bundesgesundheitsministerium.de/krebsfrueherkennung (zuletzt aufgerufen 02.03.2026)
  2. RKI, Schutzimpfung gegen Humane Pa­pil­lom­viren (HPV): https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Impfen/Impfungen-A-Z/HPV-Humane-Papillomviren/hpv-node.html (zuletzt aufgerufen 02.03.2026)
  3. dkfz., Humane Papillomviren (HPV) als Krebs-Auslöser: www.krebsinformationsdienst.de/krebs-vorbeugen/krebsrisiko-hpv (zuletzt aufgerufen 02.03.2026)
Illustration eines rosa Sparschweinchens

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