Gut vorbereitet für einen erfolgreichen Aufenthalt – die Packliste für deine Reha

Packliste mit offenem Koffer
Checkliste
Alltag
Eine Rehabilitationsmaßnahme (Reha) ist für viele Menschen ein wichtiger Schritt auf dem Weg zurück zu mehr Gesundheit, Selbstständigkeit und Lebensqualität. Egal, ob die Reha nach einer Operation oder im Nachgang der Akuttherapie wie Chemo- oder Strahlentherapie erfolgt, eine gute Vorbereitung erleichtert den Start erheblich. Damit du während deines Aufenthalts nichts Wichtiges vermisst, lohnt es sich, rechtzeitig eine vollständige Packliste zu erstellen.

Eine Reha dauert häufig drei bis sechs Wochen, manchmal auch länger. Während dieser Zeit wirst du an verschiedenen Therapien teilnehmen, medizinisch betreut und viel Zeit außerhalb deines eigenen Zuhauses verbringen. Wer gut vorbereitet anreist, kann sich ganz auf die Behandlung konzentrieren, anstatt sich über vergessene Gegenstände Gedanken machen zu müssen.

Was muss mit?

📑 Dokumente: Ganz oben auf die Packliste gehören Dokumente – am besten gesammelt in einer gut erreichbaren Tasche oder Mappe. Ohne diese kann es bei der Aufnahme zu Verzögerungen kommen. Dazu zählen Personalausweis, Krankenversicherungskarte, Einladung oder Aufnahmebescheid der Rehaklinik, Reha-Bewilligung der Krankenkasse oder Rentenversicherung, Medikamentenplan, Arztberichte und Befunde, Impfpass, Allergiepass (wenn vorhanden), Bescheinigung über Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Schwerbehindertenausweis (falls vorhanden) und Telefonnummern wichtiger Angehöriger.

💳 Geld und Zahlungsmittel: Viele Kliniken haben Cafeterien und Automaten. Denke daher an Bargeld, EC-Karte und gegebenenfalls deine Kreditkarte.

💊 Medikamente: Nimm alle regelmäßig benötigten Medikamente in ausreichender Menge für die gesamte Reha mit. Sinnvoll ist es, Medikamente möglichst in der Originalverpackung zu lassen. Auch wenn die Rehaklinik Medikamente teilweise bereitstellen kann, sollte man nicht einfach davon ausgehen. Vor der Abreise empfiehlt es sich deshalb, mit der Klinik zu klären, welche Medikamente selbst mitgebracht werden müssen. Vergiss auch nicht den aktuellen Medikamentenplan.

👕 Kleidung: Bequem ist wichtiger als schick. In der Reha geht es nicht darum, möglichst viele Outfits dabeizuhaben. Bequeme und praktische Kleidung ist meistens die beste Wahl. Empfehlenswert sind T-Shirts, Langarmshirts, Pullover, Sweatjacken, bequeme Hosen, Jogginghosen, Jeans, Schlafanzüge, Unterwäsche, Socken und Sport-BHs. Für Spaziergänge dürfen Regen-, Übergangs- oder Winterjacke (je nach Jahreszeit), Schal, Sonnenhut und Sonnenbrille nicht fehlen. In fast jeder Reha gehören Bewegung und Training zum Therapieprogramm. Du solltest daher ausreichend Sportshirts, -hosen, einen Trainingsanzug, unterschiedliche Sportschuhe für die Halle und draußen, Funktionskleidung und Sportsocken einpacken. Vergiss hierfür die Sporttasche oder Tragetasche nicht. In den Rehakliniken gibt es normalerweise Waschzimmer mit Waschmaschinen und gegebenenfalls sogar Trocknern, so dass du auch immer die Möglichkeit hast – gegen Gebühr – deine Sachen zu reinigen.

Falls du in deiner Behandlung deine Haare verloren hast oder diese noch nicht vollständig nachgewachsen sind, können Mütze, Tuch, Perücke und Sonnenschutz für die Kopfhaut wichtig sein.

👟 Schuhe: Für deinen Reha-Aufenthalt sind gute Schuhe besonders wichtig. Ideal sind bequeme Alltagsschuhe, Sportschuhe, Hausschuhe mit rutschfester Sohle und gegebenenfalls Wanderschuhe oder wetterfeste Schuhe für Spaziergänge.

🪥 Badezimmer: die meisten Kliniken stellen nur wenige oder gar keine Pflegeprodukte bereit. Daher denke unbedingt an Zahnbürste, Zahnpasta, Shampoo, Duschgel, Seife, Deo, Gesichtscreme, Körperlotion, Sonnencreme, Rasierer, Rasierschaum, Bürste oder Kamm und Hygieneartikel. Je nach Klinik werden Handtücher gestellt oder müssen selbst mitgebracht werden. Praktisch sind Duschtuch, Handtuch, Waschlappen und Bademantel.

🩱 Schwimmsachen: viele Rehakliniken verfügen über ein Bewegungsbad, daher solltest du unbedingt an Badeanzug oder Badehose, Bikini, Badelatschen, Schwimmbrille und Badekappe (wenn vorgeschrieben) denken.

🎧 Technik und Unterhaltung: Zwischen den Anwendungen und Therapien gibt es freie Zeit. Persönliche Dinge können dir helfen, diese angenehm zu gestalten. Daher nimm Smartphone, Ladekabel, Tablet, Laptop, Kopfhörer, Mehrfachsteckdose, Powerbank und E-Book-Reader mit. Wer gerne Tagebuch schreibt, kann außerdem ein Notizbuch mitnehmen. Darin lassen sich Termine, Gedanken, Fragen an das Ärzteteam oder persönliche Fortschritte festhalten.

🧸 Etwas Vertrautes mitnehmen: Eine Reha bedeutet auch, für eine gewisse Zeit aus dem gewohnten Umfeld herauszukommen. Gerade beim ersten Aufenthalt kann es deshalb guttun, ein paar persönliche Dinge mitzunehmen. Dazu zählen zum Beispiel ein Lieblingskissen, Fotos, ein vertrauter Duft oder kleine persönliche Gegenstände.

👓 Praktische Dinge, die oft vergessen werden: Brille, Ersatzbrille, Kontaktlinsen, Kontaktlinsenflüssigkeit, Ersatzbatterien, Taschentücher, Regenschirm, Stoffbeutel, Taschenlampe und einen Wecker.

Es lohnt sich, einige Tage vor der Abreise mit dem Packen zu beginnen. So senkst du das Risiko, etwas Wichtiges zu vergessen. Informiere dich zusätzlich bei deiner Rehaklinik, welche Gegenstände vor Ort bereits zur Verfügung gestellt werden und welche du selbst mitbringen solltest.

Und wenn doch einmal etwas fehlt – keine Panik. Viele Dinge lassen sich auch während des Aufenthalts besorgen oder mit Unterstützung der Klinik klären.

Das Wichtigste gehört ohnehin nicht in den Koffer: Die Erwartung, dass man während der Reha nicht alles schaffen muss. Jeder Mensch hat sein eigenes Tempo – und genau darum darf es in der Reha gehen.
Pathly LogoPlatzhalter Bild
Marie trägt einen Zopf und eine weiße Bluse.Platzhalter Bild
Autor:in
Helfer:in
Designer:in
Marie Warskulat
Datum
20.10.2026

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Illustration eines rosa Sparschweinchens

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