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Hilfreiche Wegweiser für den Alltag mit Krebs

Themen
Therapiephase
Krebsart
Therapieform
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Grünes Gemüse
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
Wir haben 4 Tipps für Dich zusammengestellt, die bei deiner Ernährung nach der Diagnose Krebs beachten solltest.
1

💪🏻 Achte auf dein Gewicht
Sitzt deine Hose lockerer als sonst? Bereits vor der Diagnose nehmen Krebsbetroffene oft an Gewicht ab. Das liegt daran, dass der Krebs den Stoffwechsel verändert. Vergiss nicht, dein Körper braucht Nährstoffe, um gesund zu werden. Also achte darauf, dass du dein Gewicht hältst – auch wenn du dich vielleicht für zu speckig hältst! Eine Gewichtsabnahme von mehr als 5 % in sechs Monaten zählt schon als Mangelernährung. Wenn du also 70 kg wiegst, sind das nur 3,5 kg. Freue dich also nicht, wenn du endlich deine überschüssigen Pfunde verlierst, sondern nimm die Gewichtsabnahme ernst und steuere ihr entgegen. Wiege dich regelmäßig und versorge deinen Körper mit ausreichend Energie. Auch voll bilanzierte Trinknahrung aus der Apotheke kann dich dabei unterstützen, deinen Körper zu stärken (voll bilanziert = enthält alle wichtigen Nährstoffe, die dein Körper braucht).

2

🧀 Iss genügend Eiweiß
Eiweiß ist wichtig für den Erhalt deiner Muskelmasse und für dein Immunsystem. Durch deine Krebserkrankung ist dein Eiweißbedarf erhöht und liegt bei mindestens 1,2 g pro kg Körpergewicht. Wenn du also 70 kg wiegst, solltest du täglich mindestens 85 g Eiweiß zu dir nehmen. Baue dafür in jede Haupt- und Zwischenmahlzeit eine Eiweißquelle ein und wechsle auch zwischen tierischen und pflanzlichen Eiweißquellen. Geeignete Eiweißquellen sind Fleisch, Fisch, Milch und Milchprodukte, Eier, Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen oder Soja sowie Getreideprodukte.

3

🩹 Passe deine Ernährung an deine Beschwerden an
Der Krebs oder die Therapie können Nebenwirkungen hervorrufen, die dein Wohlbefinden und dein Essverhalten beeinflussen. Dazu zählen Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Durchfall oder Geschmacksveränderungen. Du darfst und solltest in solchen Fällen angepasst an deine Beschwerden essen, statt zwingend ausgewogen und gesund. Ist z. B. dein Darm durch die Krebstherapie geschädigt, kann es sein, dass du ein Weißbrot besser als ein Vollkornbrot verträgst. Nimmst du ständig an Gewicht ab, solltest du nicht besonders fettarm essen, sondern dein Essen sogar mit Fetten wie Pflanzenölen, Sahne oder Mandelmus anreichern.

1

💡 Empfehlung: Suche dir professionelle Hilfe
Es ist ganz normal, dass dir die Umstellung deiner Ernährung in dieser herausfordernden Zeit schwerfallen kann. Suche dir in diesem Fall die professionelle Unterstützung einer zertifizierten Ernährungsfachkraft, die dich individuell berät und begleitet. Die Beratungen werden in der Regel von deiner Krankenkasse bezuschusst und können dir dabei helfen, eine geeignete und für dich passende Ernährungsstrategie zu entwickeln.

Ernährung und Krebs. 4 Tipps für nach der Diagnose.
Eine Hand die Stopp signalisiert auf dunkel-lila Hintergrund.
Info
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Eine Krebserkrankung wirft deine Gefühlswelt ganz schön durcheinander. Verständlicherweise. Es kann passieren, dass dir bestimmte Unterhaltungen oder Menschen, die dir früher Energie geschenkt haben, auf einmal nicht mehr guttun.

Bestimmte Gesprächsthemen belasten dich, die Gefühle scheinen dich zu überrollen oder die einfachste Unterhaltung erscheint dir anstrengend und kräftezehrend. Zuerst sollte gesagt sein, dass das ganz normal ist. Eine Erkrankung, die Behandlung, die Nebenwirkungen – all das – kostet ziemlich viel Kraft und entzieht körperliche und mentale Energie. Deine eigenen Bedürfnisse rücken in den Vordergrund und der Körper und Geist versuchen auf Hochdruck deine inneren Ressourcen zu schützen. Oft bleibt dann einfach nicht genug für andere übrig.

Und nein, ein schlechtes Gewissen brauchst du deshalb nicht zu haben. Deine mentale Aufstellung und dein Zustand sind wichtig für deine Gesundheit.

Doch was kannst du jetzt tun, um dich zu schützen?

Das Zauberwort heißt: Abgrenzung 🚧. Grenze dich ganz klar ab und kommuniziere deine Bedürfnisse. Abgrenzung kann ganz unterschiedlich aussehen:

💫 Begegne Mitmenschen mit Mitgefühl anstatt Mitleid.
💫 Spreche deine Überforderung an und wechsle das Thema.
💫 Meide einen Menschen oder eine Situation (temporär) oder lasse sie ganz ziehen.
💫 Nimm dir bewusst Zeit für dich.
💫 Tue mehr von den Dingen, die dir guttun.
💫 Sage »Nein«.

Ganz wichtig:

Wie der andere auf deine Abgrenzung reagiert, liegt nicht in deiner Macht. Vielleicht hast du Angst, dass du deren Gefühle verletzt, aber denke immer daran: Du bist nicht verantwortlich für die Gefühle anderer!

Es geht natürlich auch andersherum: Viele Krebserkrankte kennen das Phänomen, dass einige Freunde und Bekannte sich nach der Diagnose abwenden oder den Kontakt meiden. Versuche, dies nicht persönlich zu nehmen. Einige Menschen grenzen sich ab, weil sie sich nicht mit den eigenen Gefühlen auseinandersetzen möchten und/oder können. Dies hat wenig mit dir zu tun, sondern mehr mit ihnen. Das ist ein schwacher Trost, aber deren Verhalten liegt außerhalb deiner Kontrolle. Konzentriere dich auf die Dinge, die DU kontrollieren kannst.

Schütze deine Gefühle. Ziehe Grenzen.
Illustration eines Ports
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Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Ein Portkatheter, kurz Port, ist ein dauerhafter unter die Haut gepflanzter Venenzugang, der das Zuführen von Medikamenten erleichtern soll. Besonders bei Patienten, bei denen Venenzugänge wiederholt erforderlich sind, ist ein Port vorteilhaft, da andernfalls bei jeder Infusion erneut ein Venenkatheter gelegt werden muss. Es müsste also jedes Mal wieder eine neue Vene angestochen werden – autsch.

Was ist ein Port?

Ein Port ist ein Zugang, der vor der Therapie etwa unterhalb des Schlüsselbeines gesetzt wird in einer kleinen Operation. Er bringt den Vorteil, dass nicht immer eine Nadel in die Armvenen gelegt werden muss. Außerdem kann man darüber sehr gut Blut abnehmen und muss sich somit nicht immer am Arm picken lassen.

Sieht man einen Port von außen? Wie fühlt sich das an?

Und tut der Port immer weh? Wird er stören? Das ist sehr unterschiedlich, bei ausgesprochen schlanken Menschen ist der Port von außen sichtbar. Bei etwas kräftigeren Menschen ist er nicht so auffällig. Er liegt unter der Haut und wird mit einer Port-Nadel angestochen. Manchmal ist ein kleiner Hubbel unter der Haut zu sehen. Ansonsten kann man den Port von außen nicht erkennen.

Zu Beginn kann es etwas schmerzhaft sein, wofür der Schnitt der OP Narbe sorgt. Sofern keine Komplikationen entstehen, wird er dich nicht weiter stören.

Was muss ich beachten?

Ein Port wird in der Therapiezeit regelmäßig benutzt und angestochen. Wichtig ist, dass er immer gut durchspülbar ist und nicht verstopft.

Kann ich mit einem Port schwimmen gehen oder Sport machen?

Ja, wenn die OP Narbe verheilt ist.

Kann es zu Komplikationen mit einem Port kommen?

Ein Port kann sich entzünden, oder nicht mehr gut durchspülbar sein. In so einem Fall kann es sein, dass man ihn nochmal in einer Operation erneut setzten muss oder ihn erstmals ganz entnimmt. Meistens wird dann die andere Seite für einen neuen Portkatheter benutzt.

Wann trennt sich der Port von mir?

Nach einer Krebstherapie wird der Port meistens nicht sofort entfernt, jedoch ist das sehr individuell. Wenn nach den ersten Nachsorgeuntersuchungen alles gut ist, kann der Port meistens nach einem Jahr wieder heraus. Es jedoch auf deine Diagnose und dein Krankheitsbild an. Bei älteren Patient:innen bleibt der Port oft drinnen, damit ihnen eine weitere Operation erspart bleibt. Den Port muss man alle 3 Monate spülen lassen, oft kann man dies auch mit seiner Nachsorgeuntersuchung verbinden. Junge Erwachsene können den Port nach Abschluss der Therapie entfernen lassen. Nicht immer sofort danach, aber oft nach einigen Monaten.

Was passiert, wenn der Port wieder herausoperiert wurde?

Nach der Operation darf man ihn als Erinnerung an eine ganz besondere Zeit im Leben behalten. Der Port, sofern dieser für dich infrage kommt, was immer mit dem Arzt davor besprochen wird. Wird einige Zeit dein Begleiter im Leben werden. Ganz nahe begleitet er dich unter deiner Haut.

Der Port – ein neuer Begleiter auf Zeit
Ein Querschnitt einer Brust und eine Lupe.
Info
Zahlen & Fakten
Brustkrebs
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Etwa jede achte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens daran. Dank Früherkennung und moderner Therapien sind die Heilungschancen heute deutlich besser, sodass Brustkrebs in vielen Fällen gut behandelbar ist.

📖 5 Fakten über Brustkrebs

1

Jedes Jahr bekommen in Deutschland etwa 74.500 Frauen die Diagnose Brustkrebs.

2

Brustkrebs kann selten auch Männer betreffen (etwa 1 %).

3

Je früher Brustkrebs entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

4

Das Risiko steigt ab dem 40. Lebensjahr, besonders ab 50, und nimmt ab 70 leicht ab.

5

Brustkrebs ist nicht gleich Brustkrebs. Eigenschaften wie Hormonabhängigkeit oder HER2-Rezeptor bestimmen die Behandlung.

🔍 Mögliche Veränderungen der Brust

Brustkrebsvorsorge

Regelmäßige Vorsorge hilft, Brustkrebs früh zu erkennen. Dazu gehören das monatliche Selbstabtasten und die ärztliche Untersuchung – je nach Alter von der Krankenkasse übernommen. Früherkennung verbessert die Heilungschancen deutlich.

30–49 Jahre und ab 70: 1× jährlich Untersuchung der Brustdrüsen und Lymphknoten.

50-69 Jahre: Alle zwei Jahre eine Einladung zur freiwilligen Mammografie.

Bei genetischem Risiko (BRCA1/2) wird empfohlen: ab 25 Jahren bzw. 5 Jahre vor dem jüngsten Erkrankungsalter alle 6 Monate eine Tast- und Ultraschalluntersuchung sowie einmal jährlich eine Kernspintomografie/MRT. Zusätzlich ab dem 40. Lebensjahr jährlich oder alle zwei Jahre eine Mammografie.

💡 Lesetipp: Mehr dazu findest du in unserem Beitrag »Erinnerung zur Brustkrebsvorsorge«.

🔬 Mögliche Ursachen

Die genauen Ursachen von Brustkrebs sind nicht bekannt. Es gibt aber Faktoren, die das Risiko erhöhen – manche unveränderbar wie Alter oder Gene, andere beeinflussbar wie Ernährung, Bewegung oder Alkohol. Ein erhöhtes Risiko bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Brustkrebs entsteht.

Alter: Mit steigendem Alter steigt das Brustkrebsrisiko deutlich, besonders nach den Wechseljahren.

Gene und Familie: Mutationen wie BRCA1/2 oder Brustkrebs in der Familie erhöhen das Risiko.

Hormone: Langes Einwirken von Östrogen (z. B. frühe Periode, späte Wechseljahre, Hormonersatz) oder Kinderlosigkeit begünstigen Brustkrebs.

Lebensstil: Übergewicht, wenig Bewegung, Alkohol und Rauchen steigern das Risiko.

Strahlung: Frühere Bestrahlungen im Brustbereich können das Risiko erhöhen.

💡 Lesetipp: Mehr dazu findest du in unserem Beitrag »Mögliche Ursachen für Brustkrebs«.

🧬 Therapieformen

Brustkrebs kann sehr unterschiedlich verlaufen und deshalb gibt es nicht die eine Behandlung. Je nach Art und Stadium der Erkrankung werden verschiedene Therapien eingesetzt, um die Heilungschancen bestmöglich zu verbessern.

1

Operation: Meist brusterhaltend, vollständige Entfernung nur selten.

2

Strahlentherapie: Unterstützt die Operation und senkt das Rückfallrisiko.

3

Chemotherapie: Kann Tumore vor oder nach der OP verkleinern bzw. restliche Krebszellen bekämpfen.

4

Antihormontherapie: Blockiert das Wachstum hormonabhängiger Tumore.

5

Zielgerichtete Therapie: Greift gezielt Krebszellen an und schont den Rest des Körpers.

💡 Lesetipp: Mehr dazu findest du in unserem Beitrag »Therapieformen bei Brustkrebs«.

🥦 Ernährung bei Brustkrebs

Eine ausgewogene Ernährung kann während und nach einer Brustkrebserkrankung viel bewirken. Sie unterstützt den Körper bei der Therapie, stärkt das Immunsystem und hilft, Nebenwirkungen zu lindern.

Übergewicht reduzieren: Halte ein gesundes Körpergewicht und vermeide Gewichtszunahme während der Therapie.

Ballaststoffe essen: Greife täglich zu Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen.

Fettqualität optimieren: Weniger gesättigte Fette, dafür mehr ungesättigte Fette.

Körperlich aktiv sein: Bewege dich regelmäßig, um dein Immunsystem zu stärken und Nebenwirkungen zu verringern.

💡 Tipp: Du möchtest mehr zu dem Thema erfahren? Dann melde dich jetzt zu unserem kostenlosen Online-Event »Ernährung bei Brustkrebs« am 
10. Dezember an.
Brustkrebsmonat
Eine Frau blickt mit Fernglas in die Ferne.
Tipp
Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Die Krebserkrankung und damit verbundene Therapien können Veränderungen mit sich bringen, die über die eigentliche Behandlung hinaus wirken. Der folgende Überblick zeigt einen Ausschnitt aus möglichen Langzeit- und Spätfolgen und gibt dir Hinweise zum Umgang damit.

Disclaimer!

Zunächst muss gesagt werden, dass die hier aufgelisteten Langzeit- und Spätfolgen auftreten können und nicht unbedingt müssen. Diese Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Lies bitte nur weiter, wenn du dich informieren möchtest. Sollten dich solche Informationen eher belasten, lies den Text lieber zu einem späteren Zeitpunkt. Alternativ kannst du eine Vertrauensperson bitten, sich zu informieren und dich aufzuklären, sollten Symptome auftreten und diese Person einen Handlungsbedarf sieht.

Schlafstörungen

Durch die Therapie, Medikamente, Veränderungen im Hormonhaushalt kann der gesunde Schlaf gestört werden. Nicht einschlafen können, Durchschlafprobleme oder zu früh wach? Von Schlaflosigkeit (Insomnie) spricht man, wenn diese Störungen dreimal pro Woche über einen Zeitraum von einem Monat auftreten.

Unser Tipp

Lerne verschiedene Entspannungstechniken kennen, die dir beim Ein- und Wiedereinschlafen helfen. Eine ruhige Abendroutine kann auch helfen, deinen Körper auf den Schlaf vorzubereiten.

Konzentrationsschwierigkeiten

Viele berichten nach der Therapie von Konzentrationsproblemen, Orientierungsschwierigkeiten, Wortfindungsstörungen, plötzlicher Vergesslichkeit, mentale Erschöpfung oder dem Gefühl, keinen klaren Gedanken fassen zu können. Dies nennt man auch »Brain Fog« (Nebel im Kopf).

Unser Tipp

Ein gesunder und achtsamer Lebensstil wie etwa eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung und genügend Pausen im Alltag können diese Symptome lindern. Wasser trinken nicht vergessen!

Fatigue

Wenn du nach geistiger oder körperlicher Anstrengung eine extreme Müdigkeit und/oder Erschöpfung verspürst und diese nach einer angemessenen Ruhephase nicht verschwindet, kann das ein Anzeichen für ein Fatigue-Syndrom sein. Diese können auch Jahre nach der Therapie anhalten und  chronisch werden.

Unser Tipp

Sei dir deines persönlichen Limits bewusst, ohne dich selber zu verurteilen. Ziehe Grenzen und kommuniziere offen, was du gerade brauchst. Pausen einhalten und Stressmanagement sind zwei Werkzeuge, die dir helfen können.

Angstzustände und andere psychische Erkrankungen

Die Krebsdiagnose und Therapie verlangen nicht nur körperlich viel ab, auch mental musst du ziemlich viel durchmachen. Daher können Ängste, Sorgen und andere psychische Zustände verstärkt werden.

Unser Tipp

Fühlst du dich eingeschränkt in deinem Alltag? Dann hole dir Hilfe bei Psychoonkologen. Du musst dich deinen Ängsten nicht alleine stellen.

(Chronische) Schmerzen (z.B. durch Narben, Amputationen und Polyneuropathie)

Grundsätzlich kann zwischen akuten und chronischen Schmerzen unterschieden werden. Bei akuten Schmerzen solltest du dir zunächst klarmachen, was die Ursache hierfür darstellt. Im nächsten Schritt gilt es dann, aktiv dagegenzuwirken. Wenn es sich um chronische Schmerzen handelt, ist es besonders wichtig, einen guten Umgang damit zu erlernen und Wege zu finden,  trotz des Schmerzes entspannen zu können.

Unser Tipp

In beiden Fällen kann eine ärztliche Beratung sehr hilfreich sein und zu einer erheblichen Verbesserung der Lebensqualität führen.

Hilfsmittel

Vielleicht bist du nach deiner Therapie kurz-, mittel- oder langfristig auf Hilfsmittel (Medizinprodukte) angewiesen wie etwa Implantate, Prothesen, Stoma oder Medikamente. Das kann zunächst sehr befremdlich sein.

Unser Tipp

Der Krebs führt viele Veränderungen herbei. Eine Psychotherapie kann unterstützend helfen, sich mit dem Verlust des alten Lebens auseinanderzusetzen, neue Träume und Ziele zu formulieren und erste Schritte in das neue Leben mit Hilfsmitteln zu gehen.

Schleimhäute

Vor allem Krebspatienten sollten während der Therapie, aber auch in der Nachsorge, regelmäßig ihren Mundraum ärztlich kontrollieren lassen. Aber auch andere Schleimhäute, etwa im Magen, Darm und in Sexualorganen, können durch die Chemotherapie, Medikamente und Bestrahlungen angegriffen werden.

Unser Tipp

Um all diesen Nebenwirkungen so gut es geht entgegenzuwirken, ist es hilfreich, Ärzt:innen vorab aufzusuchen, um abzuklären, was man während und nach den Therapien am besten tun kann, um seine Schleimhäute zu schützen und wieder aufzubauen.

Hormonveränderungen

Chemotherapie, antihormonelle Medikamente nach der Therapie und Eingriffe wie zum Beispiel die Entfernung der Eierstöcke nehmen großen Einfluss auf deinen Hormonhaushalt. Dies kann vielfältige Nebenwirkungen hervorrufen, die vergleichbar mit den Wechseljahren sind. Auch die Libido kann darunter leiden.

Unser Tipp

Lasse dich von deinen behandelnden Ärzten beraten, ob eine Hormonersatztherapie oder auch eine nicht hormonelle Therapie für dich infrage kommt.

Langzeit- und Spätfolgen – was erwartet mich?
Eine Person mit lila Haaren hat die Augen geschlossen und umarmt ein Herz.
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Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Liebe ist … Ganz unromantisch und emotionslos definiert Wikipedia »Liebe« als »eine Bezeichnung für stärkste Zuneigung und Wertschätzung«.

Doch so einfach ist es nicht. Liebe ist komplex. Sie lässt sich nur schwer erfassen und kategorisieren. Liebe ist subjektiv und umfasst viele Facetten und das macht sie zu einem unserer schönsten Gefühle.

Wenn wir lieben, durchströmt uns ein tiefes Gefühl der Wärme, des Verbunden-Seins. Es scheint, als würden wir auf wunderbare Weise den Boden unter den Füßen verlieren.

Wenn wir gefragt werden, was und wen wir lieben, denken wir vielleicht an unsere Familie, unsere Partner:innen, unsere Kinder, Freunde, Haustiere. Wir denken an unser Lieblingsessen, die Natur, Musik, unser Zuhause, Orte und Plätze, einen Sonnenuntergang.

Doch denken wir in unserer Aufzählung auch an uns selbst? Oft kommt die Selbstliebe in unserem Leben zu kurz und doch ist sie so wichtig.

(Selbst-)Liebe kann gerade in Zeiten, die für uns nicht einfach sind, der Motor sein und uns Kraft geben.

Wir können lernen, Momente, die wir lieben, bewusster zu erleben. Diese manchmal vielleicht auch nur kurzen Momente können uns Energie geben, in uns das Vertrauen wecken, dass wir nicht alleine sind und stärker sind, als wir manchmal denken.

Leider scheinen wir gerade diese schönen Momente im Alltag schnell wieder zu vergessen. Das ist auch ganz normal, denn so funktioniert unser Gehirn. Um unserer Erinnerung und unserem Bewusstsein auf die Sprünge zu helfen, kannst du dir z. B. jeden Abend deine Lieblingsmomente aufschreiben, die du am Tag erlebt hast. Diese können manchmal auch nur ganz klein sein. Mit der Zeit wirst du sehen, dass es mehr Momente gibt, als du vorher angenommen hast. Und brauchst du eine Portion Liebe an Tagen, an denen wirklich alles sch*** ist, dann lies dir deine Notizen durch und schenke dir selbst eine feste innere Umarmung.

(Selbst-)Liebe – der Motor, der uns Kraft schenkt.
Eine Frau balanciert zwei volle Teller in ihren Händen. Um sie herum schweben süße Kleinigkeiten.
Tipp
Ernährung
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Stellst du dir vielleicht die Frage, ob du auch an Weihnachten besonders ausgewogen essen musst? Oder zögerst beim erneuten Zugreifen der leckeren Plätzchen?
Kurz und knapp gesagt: Nein. Du musst an Weihnachten NICHT besonders ausgewogen essen!

❗️Natürlich ist es wichtig, dass du dich während und nach deiner Krebserkrankung gesund und ausgewogen ernährst, beziehungsweise angepasst an deine individuellen Beschwerden isst und deinen Körper somit stärkst.

🧁 ABER: Du möchtest aber an Weihnachten auch mal schlemmen und dir ein deftiges Essen oder die leckeren selbst gebackenen Plätzchen gönnen?

😋 Dann greif zu und lass es dir schmecken! Ein einzelnes deftiges Gericht oder die Süßigkeit an Weihnachten darfst du guten Gewissens essen und solltest das auch ganz bewusst genießen. Beides steht einer sonst ausgewogenen Ernährung nicht im Weg und sollte dich nicht davon abhalten, die Festtage in vollen Zügen zu genießen!

Musst du auch an Weihnachten besonders ausgewogen essen?
Ein Erste Hilfe Koffer mit einer Weihnachtslichterkette.
Tipp
Alltag
Alle Krebsarten
🎄 Weihnachten mit Krebserkrankung bedeutet, dass neben dem alljährlichen organisatorischen Stress auch noch weitere gesundheitliche Aspekte plötzlich beachtet werden müssen. Wir haben dir hier eine kleine Check-Liste zusammengestellt, die dir hoffentlich hilft, problemlos und optimal vorbereitet durch die Feiertage zu kommen.
Medikamentencheck: Habe ich alles, was ich für die nächsten Tage benötige? Bestenfalls genügend Medikamente zu Hause parat haben, ansonsten: Wo befindet sich die nächste Notfallapotheke?

Hausarztcheck: Wie sehen die Öffnungszeiten meiner Hausarztpraxis über die Feiertage aus? Wer übernimmt gegebenenfalls bei Urlaub die Vertretung?

Krankenhaus- oder Ambulanzcheck: Wann wird meine Therapie fortgeführt? Fallen Sitzungen aufgrund der Feiertage aus? Unbedingt mit den Ärzt:innen über den Therapieablauf und mögliche Änderungen sprechen! Auch besprechen, wie bei einem medizinischen Notfall am besten vorzugehen ist.

🚨 Natürlich kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu einem Notfall kommt und eine medizinische Versorgung unverzüglich stattfinden muss.

🚑 Ein Rettungswagen sollte erst gerufen werden, wenn akute Lebensgefahr besteht oder ein schwerer gesundheitlicher Schaden zu befürchten ist. In allen anderen Fällen ist es besser, selbstständig zur Notaufnahme zu fahren oder sich fahren zu lassen. Auch musst du dich auf lange Warte- und Behandlungszeiten einstellen, da während der Feiertage nur wenig Personal im Einsatz ist.
Notfall über die Feiertage
Verschiedene Lebensmittel wurden zusammengelegt und bilden ein Herz.
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
Eine gesunde Ernährung ist so individuell wie du selbst. Heute, am Tag der gesunden Ernährung, wollen wir die Vielfalt feiern – und daran erinnern, dass gesunde Ernährung nicht für alle gleich ist.

👂🏻 Hör auf deinen Körper:

Dein Körper sendet dir Signale – ob Hunger, Durst oder Unverträglichkeiten. Achte darauf, was dein Körper dir mitteilen möchte und nimm dir die Zeit, die Signale zu verstehen. Gerade in der Hektik des Alltags werden die eigenen Bedürfnisse oft nicht mehr richtig wahrgenommen.

⏳ Deine Ziele, dein Tempo:

Ob du Energie tanken, dein Immunsystem stärken, Abnehmen oder Symptome lindern möchtest – mach kleine Schritte in deiner Geschwindigkeit. Dein Ernährungsziel sollte kein Sprint sein, sondern eine langsame und nachhaltige Änderung deiner Gewohnheit. So führen deine neuen Strategien auch zum langfristigen Erfolg.

🍲 Genuss ist gesund:

Gesund zu essen bedeutet nicht Verzicht, sondern Genuss. Finde Lebensmittel, die dir schmecken und deiner Gesundheit guttun. Schon mal gerösteten Blumenkohl aus dem Ofen mit Tahin-Dressing gegessen? Oder eine Brokkoli-Tofu Bowl? Probiere Neues aus und lass dich überraschen, wie lecker gesunde Mahlzeiten schmecken.

🔎 Hol dir Hilfe:

Ob eine professionelle Ernährungsberatung, Rezepte oder Inspiration – du musst das Rad nicht neu erfinden. Hol dir Unterstützung, wenn du das Gefühl hast, nicht weiter mit deinen Zielen zu kommen.

🍱 Bleib flexibel:

Dein Leben ändert sich und damit auch deine Bedürfnisse. Was heute für dich gut funktioniert, kann morgen anders sein und das ist okay. Z.B. hast du einen neuen Job und kochen fällt dir aus Zeitgründen schwer? Dann ist Meal-Prep für dich eine gute Option. Passe deine Strategien an, so klappt es auch damit, deine Gesundheit weiterhin zu unterstützen.

Am Tag der gesunden Ernährung erinnern wir daran, wie wichtig es ist, achtsam mit sich selbst zu sein und die Ernährung an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Tag der gesunden Ernährung
Frau die ihre haare verliert. Um sie herum schweben ein Hut, eine Mütze, eine Kappe und ein Rasierer
Info
Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Eine der häufigsten Nebenwirkungen bei der Chemotherapie ist der Haarausfall. Nicht nur die Haare auf dem Kopf können ausfallen, auch Wimpern, Augenbrauen und Körperbehaarung können gänzlich nach und nach oder stellenweise ausfallen. Doch, was tun? Hier ein paar Ideen – es gibt kein richtig oder falsch. Schau selbst, womit du dich wohlfühlst.
Rasieren: Ja oder nein? Zunächst ist wichtig zu erwähnen: Du musst gar nichts tun, wenn du das nicht möchtest. Lass die Schwerkraft ihr Ding machen und pflege die Haare, die dir eventuell noch bleiben.
Du kannst Mützen tragen, dir einen Turban wickeln, Perücken aufsetzen oder auch mit deiner Glatze glänzen. Du entscheidest, womit du dich wohlfühlst.
Falls dich die Haarbüschel in der Dusche, auf deinem Kopfkissen oder in der Wohnung nerven, kannst du dir die Haare stutzen oder komplett abrasieren. Du musst das nicht alleine durchstehen, frage ein:e gute:n Freund:in oder Familienmitglied dich bei dem schwierigen und oft auch emotionalen Akt zu unterstützen.
Falls du dich für eine eigenständige Haarentfernung entscheidest, vermeide dabei eine radikale Nassrasur. Stell sie dir vor wie viele kleine Mikroverletzungen: Deine Haare können einwachsen, was sehr schmerzhaft sein kann. Außerdem verursacht es starken Juckreiz.
Pflege deine nackte Kopfhaut mit parfümfreier Lotion und Sonnencreme.
Dir fehlen deine Augenbrauen und Wimpern? Du kannst dir während der Zeit die Augenbrauen nachmalen und/ oder falsche Wimpern tragen. Aber auch ohne kannst du strahlen.
Heutzutage gibt es auch sogenannte ›Cool-Caps‹. Dieser Kühlakku-Helm, den man sich während der Chemo aufsetzt, soll dem Haarausfall entgegenwirken. Informiere dich gerne weiter, falls dies eine Option für dich wäre.
Bei den meisten Patient:innen wächst das Haar ein paar Wochen nach der letzten Chemo wieder. Viele berichten von einem Flaum, von Chemo-Locken oder auch, dass ihre Haare ein paar Nuancen dunkler nachwachsen. Nun hast du die Wahl: Du kannst den ersten Flaum abrasieren oder jedes Haar abfeiern und beim Wachsen zuschauen.
Team Glatze, Perücke oder Cool-Cap?
Pinker Briefumschlag
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Stell dir deinen Krebs vor, als wäre er eine Person (oder auch gerne eine Fantasiegestalt) und du schreibst ihm:ihr:es einen Brief.

Was würdest du diesem Wesen gerne einmal alles sagen? Was liegt dir auf dem ­Herzen, was hast du dich vielleicht nie getraut laut auszusprechen, welche ­Ängste, Bedürfnisse oder auch Geheimnisse möchtest du dir von der Seele schreiben?

Nutze die Chance und schreib alles auf, was dir in den Sinn kommt. Welche Gefühle kommen bei dir hoch? Benenne sie, lasse sie kurz ­verweilen – was möchten diese Gefühle dem Krebswesen vielleicht mitteilen? Lass sie durch deine Feder sprechen. Lies den Brief am Ende gerne nochmal in Ruhe durch.

Wie fühlst du dich jetzt und was für eine Art Brief hast du gesch­rieben? Eine Hassrede, einen Dankesbrief, einen Abschiedsbrief oder ein Klärungsgespräch? Alles ist erlaubt. Du hast jetzt die Wahl, was du mit deinem Brief machst. Vielleicht möchtest du ihn zerreißen, verbrennen, vergraben, aufheben oder verschicken. Gehe dem nach, was sich für dich gut anfühlt.

Hallo Krebs! Wir müssen reden.
Spekulatius Kekse
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
Spekulatius, wer liebt es nicht? 😍 Aber wusstet ihr, dass man mit Spekulatius auch was anderes machen kann, außer sie nur wegzunaschen? Wie wäre es zum Beispiel mit dieser tollen Spekulatius-Schichtspeise.
Checkliste mit Stift auf rosanem Hintergrund.

Für dasRezeptbrauchst du:

8 Gewürzspekulatius

100 g Naturjoghurt

100 g Quark

200 g Apfelkompott

1 EL Vanillezucker

Zucker oder Honig

Etwas Zimt

🥄 Zubereitung:

Den Spekulatius in einer Schüssel zerbröseln. Naturjoghurt und Quark cremig rühren und mit Zucker und Vanillezucker abschmecken. Spekulatius, Apfelkompott und die Joghurt-Quarkcreme in Gläser füllen und in den Kühlschrank stellen. Vor dem Servieren mit zerbrochenem Spekulatius und etwas Zimt verzieren.

Spekulatius Nachtisch
vier Hände, von denen eine Hand ein Herz hält und die andere einen Blumenstrauß
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Heute haben wir eine kleine Achtsamkeitsübung für dich mitgebracht. Sich in Dankbarkeit zu üben, ist nachweislich gut für unser allgemeines Wohlbefinden und macht uns glücklicher! Eine kleine Sache mit großer Wirkung. 💫

Diese Routine hilft dir, deinen Fokus auf die positiven Dinge im Leben zu lenken. So ist dein Gehirn besser geschult, dich schneller wieder aus einem Tief herauszuholen, wenn du mal einen schlechten Tag hattest. Ja – es kann so einfach sein!

Pro-Tipp: Lege dir ein Dankbarkeitstagebuch zu. ✍️📔 Wenn du magst, kannst du dir jeden Abend kurz notieren, wofür du dankbar bist oder Dinge festhalten, die über den Tag gut gelaufen sind. Es muss kein Roman sein! Und es müssen auch nicht immer die großen Erlebnisse sein: ein Lächeln von der Sitznachbarin in der U-Bahn, ein leckeres Abendessen oder der Spaziergang an der frischen Luft kann deinen Tag schon viel besser machen.
3 Dinge für die ich heute dankbar bin …
Frau die hinter einem Korb voll mit Essen sitzt und Eis isst
Info
Ernährung
Alle Krebsarten
Kennst du das auch? Du hast einen blöden Tag hinter dir und zu Hause führt dann einfach kein Weg am Süßigkeiten-Depot vorbei? Wenn ja, bist du damit nicht allein.

Studien zufolge reagieren nämlich drei von vier Personen auf ihre Gefühle mit Essen. Meist sind es Emotionen wie Frust, Sorgen oder Ängste, die uns zu Fruchtgummi, Schokoriegeln und Co. greifen lassen. Doch woran liegt das?

Ein Blick in unseren Körper

Einige Emotionen sorgen in unserem Körper für Stress und dieser schüttet dann das Hormon Cortisol aus. Das war in der Steinzeit ein lebenswichtiger Prozess, da Cortisol uns in kürzester Zeit viel Energie bereitgestellt hat, um vor dem gefährlichen Säbelzahntiger davonlaufen zu können. Heutzutage steht uns jedoch äußerst selten ein gefährliches Tier gegenüber, vor dem wir die Beine in die Hand nehmen müssen. Folglich wird die ungenutzte, bereitgestellte Energie in unserem Körper wieder eingelagert und das zu allem Übel größtenteils am Bauch.

Und damit noch nicht genug: Der Körper versucht sich in stressigen Situationen selbst vor dieser Cortisol-Flut zu schützen, um schnell wieder zu entspannen. Dafür benötigt er Zucker, was uns unser Körper häufig auch ganz deutlich spüren lässt und weshalb wir ihm oft geben, was er so dringlich fordert. Daher holen uns Süßigkeiten schnell von unserem Stresslevel wieder runter … bis zu dem Tag, an dem uns die Waage ohne Vorwarnung auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Aber was können wir dagegen tun?

Eine mögliche Lösungsstrategie

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Erster Schritt: Zwischen dem Reiz (einem aufkommenden Gefühl) und der Reaktion (dem Essen der Schokolade) gibt es eine klitzekleine Phase, in der wir das Ruder übernehmen können, indem wir bewusst über das nachdenken, was gerade passiert. Wir können uns in dieser Phase die Frage stellen »Warum esse ich gerade wirklich und brauche ich das wirklich?«

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Zweiter Schritt: Die Emotionen zulassen und spüren. »Woher kommt dieses Gefühl und was ist in mir los?«

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Dritter Schritt: »Wie kann ich das Problem lösen und was könnte mir jetzt guttun?« In diesem Schritt ordnen wir unsere Gedanken und überlegen uns alternative Handlungen – unser Gehirn mag es nämlich gar nicht, wenn Handlungen (wie das Schokolade essen) einfach ersatzlos gestrichen werden. Kann mir ein Spaziergang in der Natur helfen? Oder ein Gespräch mit einem lieben Menschen? Für viele erweisen sich auch Atemübungen als sehr hilfreich. Hier gibt es leider nicht die eine Lösung für alle, weshalb wir am besten mit einer wohlwollenden Haltung unterschiedliche Strategien ausprobieren und gespannt sein dürfen, was passiert.

Wichtig!

Mit dem Beitrag möchten wir nicht den Eindruck erwecken, dass Süßigkeiten bei einer Krebserkrankung zu meiden sind. Vielmehr möchten wir denjenigen eine Hilfestellung geben, für die das gefühlsbedingte Essen eine Belastung darstellt..

Emotionales Essen
Gelber Zug der von links kommt und weiße Krebsschleifen
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Zahlen & Fakten
Adenokarzinom
Das Adenokarzinom ist ein bösartiger Tumor, der sich aus dem Drüsengewebe entwickelt. Dieser kann sich an verschiedene Bereiche des Körpers ausbilden. Sie kommen bei verschiedenen Krebsarten vor und bereiten sich im fast gesamten Körper aus.

Davon betroffen sind insbesondere Brustkrebs, Magenkrebs und Darmkrebs. Auch kommen sie beim Lungenkrebs, Nierenkarzinom und Prostatakarzinom vor. Sie wachsen unterschiedlich und äußern sich häufig durch Brechreiz, ungewollten Gewichtsverlust, Blutungen und Kraftlosigkeit.

Die Symptome hängen davon ab, wo das Karzinom entsteht und welche Art sie besitzt und sind daher individuell. Häufig beobachtete Symptome sind Blut im Urin/Stuhl, Erbrechen von Blut, Schmerzen in den betroffenen Regionen, Verdauungsstörungen, Schlaflosigkeit und Kraftlosigkeit.

Die Ursachen sind nicht so ganz klar. Bei einigen Menschen liegen genetische Dispositionen vor, welche vererbt oder durch Mutationen entstehen können. Ein geschwächtes Immunsystem kann zum Wachstum einer Tumorerkrankung beitragen. Bei einer vermehrten Zellteilung durch eine langfristig starke Belastung auf den Körper kann ebenfalls eine Ursache sein.

Die Behandlung hängt von Größe und Entstehungsort des Tumors ab. In den meisten Fällen wird mittel Operation der Tumor entfernt. Anschließend kommt es zur Chemo- oder Strahlentherapie.

Adenokarzinom der listige Tumor ohne Fahrschein
Terminerinnerung
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Zahlen & Fakten
Brustkrebs
Was kannst du selbst tun, um die Gesundheit deiner Brüste im Blick zu behalten? Neben dem regelmäßigen Abtasten – idealerweise einmal im Monat – hängt der Umfang ärztlicher Untersuchungen tatsächlich von deinem Alter ab und wird von den gesetzlichen Krankenkassen entsprechend festgelegt.

Bist du zwischen 30–49 Jahre oder älter als 70 Jahre?

Dann kontrollieren Ärzte:innen:

1x Jahr Brustdrüsen, Lymphknoten in den Achselhöhen, Schlüssel- und Brustbein.

Form und Größe der Brust und Brustwarzen.

Bist du zwischen 50–69 Jahre?

Dann erhältst du zusätzlich:

Alle zwei Jahre eine Einladung zur freiwilligen Mammografie.

Bist du erblich vorbelastet oderliegt eine Genveränderung vor (BRCA1/BRCA2)?

Dann wird ab dem 25. Lebensjahr oder fünf Jahre vor dem jüngsten Erkrankungsalter in der Familie empfohlen*:

Alter: Mit steigendem Alter steigt das Brustkrebsrisiko deutlich, besonders nach den Wechseljahren.

Alle sechs Monate eine Tast- und Ultraschalluntersuchung durchführen zu lassen.

Jährlich eine Kernspintomografie/MRT zu machen.

Zusätzlich: ab dem40. Lebensjahr jährlich oder alle zwei Jahre eine Mammografie

*Dafür schließen Kliniken besondere Verträge mit den Krankenkassen. Es ist eingesondertes Vorsorgeprogramm an dem dudann teilnehmen kannst. Extra Kostenkommen nicht auf dich zu.

Erinnerung zur Brustkrebsvorsorge
Eine Person macht Yoga in der Natur
Tipp
Bewegung
Alle Krebsarten
Du kennst das sicher: Du willst dich nur kurz auf die Couch setzen – und plötzlich sind zwei Stunden vergangen. Dein Körper fühlt sich schwer an, die Decke ist so gemütlich, und überhaupt, wo sollst du jetzt die Energie für Bewegung hernehmen? Das kennt wohl fast jeder! 😅

Aber ganz wichtig: Sport und Bewegung nach einer Krebserkrankung sollen keine unbarmherzige To-do-Liste sein, sondern dein Schlüssel zu mehr Energie, weniger Schmerzen und einer besseren Lebensqualität. Klingt gut? Ist es auch! Also, schnapp dir eine bequeme Hose und lies weiter.

Warum ist Sport nach Krebs so wichtig?

Wenn du denkst, dass Sport nur etwas für fitte Menschen ist, dann lass mich dir sagen: Das Gegenteil ist der Fall! Gerade nach einer Krebserkrankung kann Bewegung dein Wohlbefinden enorm verbessern:

👉 Mehr Energie: Bewegung hilft, die bleierne Müdigkeit (Fatigue) zu reduzieren. Dein Kreislauf kommt in Schwung, deine Muskeln geben dir Kraft für den Alltag.

👉Nebenwirkungen lindern: Bewegung kann helfen, Beschwerden wie Polyneuropathie, Inkontinenz oder Lymphödeme zu verringern.

👉 Bessere Stimmung: Sport setzt Glückshormone frei. Bewegung kann Ängste lindern und depressive Verstimmungen verbessern.

👉 Rückfallrisiko senken: Studien lassen vermuten, dass regelmäßige Bewegung das Risiko für ein Rezidiv verringern kann.

Das Beste daran? Du kannst in deinem eigenen Tempo starten. Es geht nicht um Höchstleistungen, sondern darum, deinem Körper etwas Gutes zu tun.

Wie fängst du an?

Hier ein paar konkrete Schritte, um eine gesunde Bewegungsroutine zu entwickeln:

1. Finde deinen persönlichen Grund für Sport

Warum möchtest du Sport machen? Hier einige mögliche Gründe:

2. Wähle die passende Sportart

Jetzt kommt der spannende Teil: die Wahl der richtigen Bewegung in Bezug zu deinem persönlichen Grund:

3. Erstelle einen Plan

Beantworte dir folgende Fragen:

Plane feste Zeiten ein und belohne dich nach dem Sport – sei es mit einem entspannenden Bad, einem leckeren Snack oder deiner Lieblingsserie. Du hast es dir verdient!

4. Hindernisse erkennen und überwinden

Überstunden, schlechtes Wetter oder der innere Schweinehund – es gibt immer Gründe, Sport aufzuschieben. Überlege dir im Vorfeld Strategien:

5. Pausen gehören dazu

Pausen sind kein Zeichen von Schwäche, sondern von smarter Trainingsplanung. Dein Körper braucht Zeit zur Erholung, um nachhaltig von der Bewegung zu profitieren.

Fazit: Der Weg zu mehr Bewegung nach Krebs

Sport soll keine Qual sein, sondern eine Chance. Es geht nicht um Höchstleistungen, sondern darum, deinen Körper wieder besser kennenzulernen und dich Stück für Stück stärker zu machen. Der Anfang mag herausfordernd sein, aber mit der richtigen Motivation, der​ passenden Bewegung und einem klaren Plan kannst du es schaffen. Und wer weiß – vielleicht wirst du irgendwann merken, dass du dich auf dein nächstes Training freust!

Dein Weg zu mehr Gesundheit
Mit step into motion!


Falls du dir wünschst, eine Routine zu entwickeln, die wirklich zu dir passt – ohne Druck, aber mit echter Unterstützung – dann bist du bei uns genau richtig!‍

Was erwartet dich?

E-Learning-Kurse zu Sport und Bewegung sowie mentaler Gesundheit und Stressmanagement

Community-Zugang – du bist nicht allein, sondern Teil einer starken Gruppe

Live-Calls mit Expert:innen zu Ernährung, Achtsamkeit, Bewegung und weiteren Themen

Individuelle Gesundheitsroutinen, die wirklich in dein Leben passen

Wissenschaftlich evaluiert, in Zusammenarbeit mit der Sporthochschule Köln und mit Unterstützung der Uniklinik Köln – für einen ganzheitlich gesunden Lebensstil nach Krebs. Starte jetzt mit uns – du bist nicht allein!

Sport und Bewegung nach Krebs: In einfachen Schritten deine Gesundheit stärken
Ein offener Koffer mit zerstreuten Dingen, die herumliegen.
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Ein Krankenhausaufenthalt kann unerwartet kommen und Hektik auslösen. Ein gut vorbereiteter Notfallkoffer hilft, den Überblick zu bewahren und den Aufenthalt angenehmer zu gestalten.

Neben wichtigen Dokumenten und Hygieneartikeln gibt es vieles, was den Krankenhausalltag erleichtert. Hier ist eine Checkliste für deinen achtsamen Notfallkoffer mit den wichtigsten Dingen für den Krankenhausaufenthalt:

Checkliste mit Stift auf rosanem Hintergrund.

🧳 Ich packe meinen Koffer:

💜 Wenn du dir die Checkliste ausdrucken möchtest…

…besuche unsere Seite unter dem Punkt Downloads. Dort findest du diese Liste, aber auch zum Beispiel weitere hilfreiche Anleitungen und lustige Bingospiele.

Mein achtsamer Notfallkoffer für den Krankenhausaufenthalt
Ein illustrierter Organspendeausweis in Mitte von illustrierten Organen.
Info
Zahlen & Fakten
Alle Krebsarten
Es klingt drastisch! Darf es auch, denn es ist wichtig: Eine Organspende entscheidet über Leben oder Tod! Erkrankte sind von anderen genauso abhängig, wie beispielsweise Leukämiepatient:innen von einer Stammzellspende eines Gesunden. Deswegen befassen wir uns heute, am Tag der Organspende, mit diesem (im wahrsten Sinne des Wortes) ›überlebenswichtigen‹ Thema – auch in Bezug auf Krebs.

Zahlen und Fakten:

Rund 8.500 Menschen in Deutschland stehen auf der Warteliste für ein Spenderorgan. Die meisten Patient:innen benötigen eine Niere, gefolgt von Leber, Herz, Lunge und Bauchspeicheldrüse. Laut der Deutschen Stiftung Organtransplantation haben im vergangenen Jahr 965 Menschen nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe (insgesamt 2.877) gespendet. Diese wurden sowohl in Deutschland als auch im Ausland transplantiert. In Summe wurden 2.986 Organe nach einer postmortalen Spende in Deutschland transplantiert, die bundesweit und im Ausland entnommen wurden.

4.996 Erkrankte in Deutschland warteten 2023 auf ein passendes Organ, 667 von ihnen starben.

Am 18. März 2024 ist das zentrale Organspende-Register online gegangen. Damit soll die Bereitschaft zur Organspende in Deutschland erhöht werden – im europäischen Vergleich gilt die Bundesrepublik als eines der Schlusslichter. Laut neuestem Stand (Ende Mai 2024) haben sich bereits 119.000 Menschen im Register eingetragen. Die Entscheidung kann jederzeit geändert beziehungsweise widerrufen werden.

Organspende und Krebs:

Zwei bis drei Prozent der Organspender sind Menschen, die zuvor an Krebs erkrankt waren.

Es werden nur solche ehemaligen Krebspatienten als Organspender akzeptiert, bei denen die Krebserkrankung schon lange zurückliegt und eine Heilung der Erkrankung als sehr wahrscheinlich gilt.

Jede Transplantation berge neben dem grundsätzlichen immunologischen Risiko einer Abstoßung auch Risiken im Hinblick auf die potenzielle Übertragung von Erkrankungen. Die können den Transplantationserfolg gefährden oder für die Organempfänger:innen in seltenen Fällen sogar lebensbedrohlich sein.

Vor einer Organentenahme werden Spender:innen unter Einhaltung notwendiger Qualitäts- und Sicherheitsstandards medizinisch untersucht.

Bei Krebspatienten werden hierbei insbesondere Informationen über den Zeitpunkt der Erstdiagnose und Art der Krebserkrankung, das initiale Tumorstadium, die erfolgte Therapie, die Ergebnisse der Nachsorgeuntersuchungen sowie der Nachweis einer ausreichend langen und aktuell gegebenen Rezidivfreiheit zur Beurteilung der medizinischen Machbarkeit einer Organspende herangezogen.

Dr. Schleicher ergänzt: »Mit Ausnahme von Malignomen des Zentralen Nervensystems, stellen zum Zeitpunkt einer potenziellen Organspende bestehende maligne Tumorerkrankungen in der Regel ein Ausschlusskriterium für eine Organspende dar.«

Jeder Einzelfall werde jedoch mit Blick auf das Risiko-Nutzen-Verhältnis für die Patient:innen auf den Wartelisten geprüft.

Und wie sieht es mit Krebspatient:innen aus, die auf ein neues Organ angewiesen sind?

Eindeutige Zahlen darüber, wie viele Erkrankte in Deutschland ein Organ benötigen, gibt es nicht. Das liegt daran, dass Organtransplantationen bei Betroffenen eher selten sind, da die Behandlung und Kontrolle der Krebserkrankung Vorrang hat, so die Stiftung.

Organspende: Eine lebensrettende Entscheidung
Notfallpass auf einem iPhone
Info
Dokumente & Soziales
Alle Krebsarten
💬 Kennt ihr eigentlich den Notfallpass? Der Notfallpass ist ein praktischer Alltagsbegleiter. Immer da, immer sichtbar.📱 Im Notfallpass sind medizinische Informationen gespeichert, die im Notfall wichtig sein können. Zum Beispiel Allergien, Vorerkrankungen und Medikamente. Der Notfallpass kann auch im Sperrzustand deines Smartphones aufgerufen werden.

📝 Wir finden der Notfallpass ist ein total wichtiges und hilfreiches Feature, deswegen haben wir euch eine praktische Anleitung fertiggestellt, damit ihr den Notfallpass auf eurem Smartphone einrichten könnt.

❗️ Aber aufgepasst! Da ihr euer Smartphone auch mal vergessen könnt, der Akku nur allzu gerne leer ist oder es auch kaputtgehen kann. Ist es immer ratsam, einen »Notfallpass« in Papierform dabei zu haben. Hierfür haben wir euch einen praktischen Vordruck angefertigt.

Der Notfallpass in Papierform.
Download

Anleitung für Apple

1

Unter iOS findet ihr den Notfallpass in den Einstellungen unter dem Punkt »Notruf SOS«

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Hier könnt ihr entscheiden, wie der Notruf auf eurem Smartphone ausgelöst werden soll, außerdem könnt ihr den Pass an dieser Stelle einrichten.

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Im Notfallpass könnt ihr alle wichtigen Infos hinterlegen wie z. B. Allergien, Medikamente, Blutgruppe und Vorerkrankungen. Zusätzlich könnt ihr eure Notfallkontakte festlegen.

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Um den Notruf zu wählen, halte eine Lautstärketaste und die Seitentaste gedrückt oder drücke die Seitentaste 5x hintereinander.

Achtung! Beim zweiten Fall ertönt ein lautes Sirenengeräusch.

Anleitung für Android

1

Unter Android findet ihr die Notfallinformationen in den Einstellungen unter Sicherheit und Datenschutz, wählt dort den Punkt »Notruf-SOS« aus.

2

Die Notfallinformationen beinhalten alle wichtigen Informationen wie z.B. Medikamente, Allergien, Blutgruppe und Vorerkrankungen. Außerdem könnt ihr hier eure Notfallkontakte festlegen.

3

Um einen Notruf auszulösen, drückt ihr schnell 5x hintereinander auf die Seitentaste eures Smartphones. Ihr könnt zudem festlegen, ob eure Notfallkontakte euren Standort gesendet bekommen sollen.


Notfallpass auf dem Handy einrichten
Verschiedene Muffins auf einem hellblauem Hintergrund.
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
Yaaaaaaaaaaaaamie, wer verspürt sie denn nicht? Die Lust auf leckere Muffins. 🧁 Damit wir uns beim Naschen nicht ganz so schlecht fühlen, lasst uns doch ein bisschen Gemüse dazutun, das macht die Muffins sogar extra Saftig. ☝️
Checkliste mit Stift auf rosanem Hintergrund.

Für 12 Muffinsbrauchst du:

25 g Backkakao

150 g Vollkornmehl

10 g Backpulver

1/2 TL Zimt (oder nach Belieben mehr 🙂)

200 g Zucchini

2 Eier

70 g Zucker

1 TL Vanillezucker

50 g Rapsöl

🥣  Zubereitung:

Kakao, Mehl, Backpulver und Zimt durch ein feines Sieb geben. Zucchini raspeln. Die Eier mit einer Prise Salz, Zucker, Vanillezucker und dem Rapsöl mittels Schneebesen gut verschlagen, bis eine homogene Masse entsteht. Die Mehlmischung und die Zucchini mit einem Löffel unterheben. Den Teig auf 12 Muffin-Förmchen verteilen und bei 180 °C Ober-/Unterhitze ca. 30 Min. backen.

Weihnachtliche Muffins
Eine Illustration einer alten Filmkamera mit Sternen drum herum.
Tipp
Alltag
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Lass doch mal den Krebsstress hinter dir und lehne dich zurück bei einer schönen heißen Schokolade und einem tollen Weihnachtsfilm. Wir haben extra für dich eine kleine Auswahl mitgebracht, wo du ganz bestimmt einen passenden Film findet wirst. Wir wünschen dir hiermit ganz viel Spaß und besinnliche Weihnachten. 🍿

Kevin – Allein zu Haus

Tatsächlich Liebe

Kevin allein in New York

Schöne Bescherung – Weihnachten bei den Griswolds

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Der Grinch

Verrückte Weihnachten

Liebe braucht keine Ferien

Santa Clause

Sissi

Charlie und die Schokoladenfabrik

Der Polarexpress (vor allem für Kinder)

Die Geister, die ich rief

Das Wunder von Manhattan

Weihnachtliche Filmempfehlungen
Zwei Personen sitzen vor einem Weihnachtbaum und spielen ein Spiel.
Tipp
Angehörige
Alle Krebsarten
Die Kerzen am Tannenbaum brennen, das Weihnachtsessen ist im Ofen und alle sitzen im Kreise der Liebsten zusammen. Doch gerade in dieser Situation werden Krebspatient:innen oft mit unüberlegten Aussagen konfrontiert, auch wenn sie eigentlich lieb gemeint sind.

Wir haben euch ein paar Sprüche herausgesucht, die für Krebspatient:innen – gerade an Weihnachten – echt blöd sind.

»Iss doch mal mehr, du hast doch schon so viel abgenommen!«

Generell gilt: Jemanden auf sein Essverhalten anzusprechen, ist uncool. Doch vor allem bei Krebspatient:innen, die durch eine Therapie unfreiwillig Gewicht verloren haben, kann diese Aussage sehr verletzend sein.
👉 Wie wäre es einfach mit einem »Lasst es euch alle schmecken!« in die Runde?

Kürbisbrei auf einem Teller.

»Du siehst doch schon wieder gesund aus!«

Nur weil die Therapie bei Krebspatient:innen vielleicht vorerst abgeschlossen ist, können Betroffene noch an Nebenwirkungen, Spätfolgen oder psychischen Erkrankungen leiden.
👉 Besser ist ein »Du siehst gut aus, wie geht es dir seelisch?«.

»Du musst positiv denken, nächstes Jahr wird besser!«

Auch wenn dieser Satz oft wirklich gut gemeint ist, können Krebspatient:innen ihn nicht mehr hören.
👉 Betone gerne, wie schön es ist, dass alle heute beisammen sind, aber verzichte lieber auf unüberlegte »Du musst …« – Sätze.

3 echt blöde Sprüche zur Weihnachtszeit
Ein abgebildeter Dickdarm mit lebenden Mikroorganismen unter einer Lupe zu sehen
Info
Ernährung
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Hast du schon einmal lebende Mikroorganismen zu dir genommen? Probiotika sind solche lebende Mikroorganismen, die in bestimmten Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln enthalten sind. Nimmst du sie in ausreichender Menge zu dir, haben sie einen positiven Effekt auf deine Gesundheit.

Was ist noch einmal der Unterschied zu Präbiotika?

Es gibt auch sogenannte Präbiotika. Das sind unverdaubare Kohlenhydrate, die das Wachstum günstiger Mikroorganismen im Dickdarm stimulieren und auf diese Weise ebenfalls positiv für deine Gesundheit sind. Präbiotika kommen zum Beispiel in Flohsamenschalen, Haferflocken und gekochten sowie abgekühlten Kartoffeln vor.

Was sind die Vorteile von Probiotika?

Sie verbessern das mikrobielle Gleichgewicht im Darm und verringern das Risiko einer Besiedelung durch Krankheitserreger.

Sie verbessern die Barrierefunktion der Dickdarmschleimhaut.

Sie modulieren das darmassoziierte Immunsystem.

Sie unterstützen die Verdauung und regen die Darmbewegung an.

Sie tragen dazu bei, Toxine unschädlich zu machen.

Darfst du während deiner Krebstherapie überhaupt Probiotika zu dir nehmen?

Bevor du Probiotika während deiner Chemo-, Strahlen- oder Immuntherapie einnimmst, solltest du die Einnahme mit deinem Onkologen oder deiner Onkologin besprechen. Gerade bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem besteht in seltenen Fällen ein erhöhtes Risiko für Infektionen durch die Einnahme, was du in deinem individuellen Fall unbedingt vorher abklären solltest. Abgesehen davon sind Nebenwirkungen durch Probiotika sehr selten und die Einnahme gilt als sicher.

Wenn deine Therapie Durchfälle verursacht, können Probiotika dazu beitragen, dass weniger Durchfälle auftreten. Sie sollten aber kein Ersatz für Medikamente darstellen.

Du möchtest nicht noch mehr Tabletten einnehmen und deinen Darm lieber natürlich unterstützen?

Dann iss regelmäßig Lebensmittel wie Sauermilchprodukte und fermentiertes Gemüse. Darunter fallen zum Beispiel (stichfester) Joghurt, Quark, Kefir, Dickmilch, Buttermilch, Sauerkraut und Kimchi.

Die Darmgesundheit unterstützen – Helfen Probiotika während deiner Krebstherapie?
Zwei Aprikosen mit Kern und eine Pille.
Info
Ernährung
Alle Krebsarten
Seit deiner Krebserkrankung möchtest du gerne selbst etwas für dich und deine Gesundheit tun? Du hast von Aprikosenkernen gehört, die gegen Krebs wirken sollen? Schauen wir uns mal genauer an, was dahintersteckt.
Ein geöffneter Aprikosenkern.

🍑 Bittere Aprikosenkerne werden in der alternativen Krebstherapie seit den Siebziger Jahren als Heilmittel beschrieben. Angeblich wurden Hunderte von Patienten dadurch bereits geheilt und auf den Internetseiten von Anbietern werden Heilversprechen auch bei fortgeschrittenen Tumoren gegeben, was große Hoffnungen bei Betroffenen weckt.

❌ Bittere Aprikosenkerne enthalten Amygdalin, was auch als Vitamin B17 bezeichnet wird, obwohl es gar kein Vitamin ist. Amygdalin ist ein cyanogenes Glykosid – ein toxischer sekundärer Pflanzeninhaltsstoff, der in Samen von Steinfrüchten vorkommt.

☠️ Bei der Verstoffwechselung von Amygdalin im Körper, soll angeblich ein Stoff entstehen, der Krebszellen vernichtet ohne dabei gesunde Zellen anzugreifen. Diese Wirkung wurde nie wissenschaftlich bewiesen. Was aber beim Verzehr der Kerne oder von amygdalinhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln tatsächlich entsteht, ist Blausäure, die zu potentiell lebensgefährlichen Vergiftungserscheinungen führen kann. Erbrechen, Fieber, Krämpfe, Atemnot und Herzstillstand können bei hohen Verzehrmengen die Folgen sein.

🖐🏻 Wegen dieser bedrohlichen Nebenwirkungen wird auch in der S3-Leitlinie »Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen Patient:innen« von der Verwendung von Amygdalin abgeraten. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt Erwachsenen pro Tag nicht mehr als zwei Aprikosenkerne zu essen.

Aprikosenkerne bei Krebs – Gut oder gefährlich?
Eine Person erinnert sich an die Krebstherapie zurück.
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Es ist früh am Morgen. Du bist gerade aufgestanden, die akute Therapiezeit ist noch nicht lange vorbei und du freust dich auf ein wenig mehr Normalität. Während du dir ein warmes Getränk zubereitest, um es dir damit an deinem Lieblingsplatz in deiner Wohnung gemütlich zu machen und in den Tag zu starten, kommen plötzlich all die schmerzhaften Erinnerungen aus deiner Zeit der Akut-Therapien hoch, die sich dabei auch sehr echt anfühlen. Du kannst den Stress, der sich damit bei dir bemerkbar macht, nicht nur emotional spüren, er breitet sich auch körperlich durch Symptome, wie Schmerzen, aus. Kommt euch so eine Situation bekannt vor?

Worum handelt es sich bei diesen Erinnerungen?

Menschen, die ein Trauma erlitten haben, zu dem auch eine Krebserkrankung zählt, erfahren manchmal sogenannte »Nachhallerinnerungen« (Intrusionen) oder »Flashbacks«. Während die Intrusionen vor dem inneren Auge ablaufen, hat man bei Flashbacks das Gefühl, wieder in der bedrohlichen Situation zu stecken. Oft werden diese Intrusionen oder Flashbacks durch Trigger ausgelöst, wobei die Symptome, die bei den Betroffenen auftreten, durchaus unterschiedlich sein können. Nach einer solchen Intrusion oder einem Flashback fühlt man sich meist psychisch und körperlich sehr erschöpft.

Wann treten solche Intrusionen oder Flashbacks auf?

Leider kann man das Auftreten dieser sehr realen Erinnerungen nicht wirklich voraussagen, weil die Schlüsselreize, die sie auslösen, bei Krebspatient:innen sehr verschieden sind. Keine Krebserkrankung läuft nach demselben Schema ab, sie ist immer individuell. Genauso wie die Erfahrungen der Betroffenen. Die Erinnerungen können sowohl durch Trigger, wie einen bestimmten Geruch, einen Ort, ein Zusammentreffen mit jemandem oder ein bestimmtes Datum ausgelöst werden.

Wie gehe ich mit Intrusionen oder Flashbacks um?

Das Rezept für den einzig richtigen Umgang gibt es nicht. Es ist allerdings wichtig, nicht in die absolute Vermeidung bestimmter Trigger zu gehen, denn das schränkt das Leben nicht nur extrem ein, sondern kann die Situation auch verschlimmern.

Hier sind einige Tipps, wie man Intrusionen und Flashbacks begegnen kann:

  • Suche dir psychoonkologische oder verhaltenstherapeutische Hilfe: Du musst da nicht alleine durch und es gibt Expert:innen, die dir helfen können, mit den Situationen souveräner umzugehen.
  • Tausche dich mit anderen Betroffenen in Selbsthilfegruppen aus: In vielen Städten gibt es die Möglichkeit, anderen Krebsbetroffenen zu begegnen und sich mit diesen auszutauschen.
  • Führe ein Tagebuch: Das Aufschreiben von Erfahrungen und Emotionen kann dir bei der Verarbeitung des Traumas helfen. Lass deinen Gedanken freien Lauf.
  • Entspanne dich mit einer Meditation, einer Achtsamkeits- oder Atemübung. Angeleitete Übungen findest du zum Beispiel auf diversen Social Media-Plattformen.
  • Aktiviere deine Sinne und nimm das Hier und Jetzt wahr: Wo bist du? Was geschieht um dich herum? Wer ist bei dir? Versuche, dich in die Realität zurückzuholen.
  • Überschreibe schmerzhafte Erinnerungen, indem du neue Erlebnisse mit lieben Menschen schaffst. Wenn ein Ort dich besonders triggert, nähere dich ihm mit einem Lieblingsmenschen. Der kann dir helfen, den Ort zu ent- oder gar zu verzaubern.
Blumen sprießen symbolisch für neue, positive Erinnerungen aus dem Kopf einer Frau.

Es dauert einige Zeit, bis die Intrusionen oder Flashbacks weniger werden. Auch Jahre nach der Akuttherapiephase gibt es manchmal immer noch durch Momente, Orte oder Schlüsselreize, die Ängste auslösen können.

Wichtig ist aber: Die Erinnerungen verblassen von Jahr zu Jahr immer ein wenig mehr. Du wirst lernen, mit diesen Erfahrungen umzugehen. Du bist nicht alleine!

Unsere Atemübung

Eine Anleitung zur Boxatmung findest du auf unserer Webseite – zum Beitrag Boxatmung

Wenn Erinnerungen uns nicht loslassen wollen
Illustration einer Frau bei der Physiotherapie
Tipp
Alltag
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Eine geeignete Einrichtung für die Anschlussheilbehandlung (kurz: AHB) zu finden ist nicht leicht. Die Wahl hängt von den unterschiedlichsten Faktoren ab. Unter anderem spielt auch das Alter eine Rolle. Da immer mehr junge Menschen an Krebs erkranken, haben sich einige Kliniken auf genau diese Zielgruppe spezialisiert. Nachfolgend wollen wir euch vier Kliniken, speziell für junge Betroffene, vorstellen:
1

Tannheim

In der Nachsorgeklinik Tannheim sind Jugendliche, sowie junge Erwachsene bis zu einem Alter von 26 Jahren willkommen. Die Reha/ AHB dauert dort grundsätzlich 28 Tage. Örtlich gelegen ist die Klinik in Villingen-Schwenningen im schönen Schwarzwald und die Angebote reichen von Sporttherapie bis Physiotherapie.

Weitere Infos gibt es unter: www.junge-reha.de
2

Katharinenhöhe

Die Rehabilitationsklinik Katharinenhöhe ist ebenfalls im Schwarzwald gelegen, genauer gesagt in Schönwald. Sie bietet ein breites Angebot an Therapien, wie Sporttherapie oder Meditation. Hier kommen Jugendliche und junge Erwachsene bis zu einem Alter von 28 Jahren unter. Die Dauer der Reha/AHB beträgt vier Wochen.

Hier geht’s zur Webseite: www.katharinenhoehe.de
3

Bad Oexen

Die Klinik Bad Oexen bietet ein breites Reha-Angebot für verschiedene Altersklassen: Reha für junge Erwachsene, 32 Plus-Reha, 50 Plus-Reha und Familienreha. Die Reha für junge Erwachsene beherbergt Menschen bis zu einem Alter von 32 Jahren und dauert vier Wochen. Im Vordergrund steht hier die Gemeinschaft, man befindet sich immer in derselben Reha-Gruppe. Die Klinik liegt in Bad Oeynhausen, in Nordrhein-Westfalen.

Weitere Infos gibt es hier: www.junge-erwachsene-reha.de
4

Sylt

Die Asklepios Kliniken Sylt und Triberg haben ein gemeinsames Reha-Konzept für junge Erwachsene von 25–35 Jahren entwickelt. Die Sportangebote reichen hier von Surfen bis Beachvolleyball. Des Weiteren gibt es als Besonderheit einen Kochkurs mit einem Sternekoch. Der Aufenthalt in der Asklepios Klinik lässt sich flexibel und gemäß den Bedürfnissen der Betroffenen gestalten.

Schaut gerne mal vorbei: www.asklepios.com

Gut zu wissen …

Und das ist nur eine kleine Auswahl von Reha/ AHB Angeboten für junge Betroffene. Weitere Entscheidungsgründe können beispielsweise die Lage, die Bilder auf der Webseite oder Google Bewertungen sein. Worauf schlussendlich die Wahl fällt, ist eine ganz individuelle Entscheidung.

Anschlussheilbehandlung und Reha für junge Betroffene
Mann grübelt welche Nahrungsmittel richtig sind
Info
Ernährung
Alle Krebsarten
Eine basische Ernährung basiert auf der Idee, dass bestimmte Lebensmittel den Säure-Basen-Haushalt des Körpers beeinflussen können. Deshalb werden Lebensmittel je nach ihrer Wirkung in drei Kategorien eingeteilt, nämlich sauer, basisch und neutral.

📈 Das Prinzip

🥩 Sauer: z. B. Fleisch/Wurst, Fisch, Eier, Käse, Zucker, Alkohol

🥦 Basisch: z. B. Gemüse, Obst, Fruchtsäfte, Soja

🫒 Neutral: Fette, Öle

❓ Solltest du basisch bevorzugen?

Eine basische Ernährung wird empfohlen, da der Körper angeblich durch zu viele säurebildende Nahrungsmittel (z.B. Fleisch) in eine gesundheitsschädliche Übersäuerung rutscht. Eine Übersäuerung des Körpers sei die Ursache fast aller Zivilisationskrankheiten. Damit der Körper weniger sauer ist, muss der Anteil basenbildender Nahrungsmittel (z.B. Gemüse) erhöht werden. Dadurch wird angeblich das Krebswachstum gehemmt.

🤔 Kann unser Körper überhaupt übersäuern?

Grundsätzlich nicht, denn unser Körper gleicht über Lunge, Niere und Leber den Säure-Basen-Spiegel bzw. den pH-Wert unseres Blutes aus und hält ihn konstant bei etwa 7,4. Wenn in unserem Körper aber veränderte Stoffwechselprozesse vorliegen, kann es zu einer Übersäuerung (Azidose) kommen. Ursache dafür ist beispielsweise eine eingeschränkte Nierenfunktion.

🍽️ Basisch: Ja oder nein?

Wenn du dich überwiegend basisch ernährst, also viele pflanzliche Lebensmittel isst, führst du deinem Körper mehr gesundheitsfördernde Nährstoffe zu als jemand, der mehr »saure« Lebensmittel wie Fleisch, Wurst oder Zucker isst. Die gesundheitlichen Vorteile beruhen daher nicht auf der basischen Wirkung, sondern auf dem höheren Verzehr an Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen aus pflanzlichen Lebensmitteln.

✅ Iss also gerne basisch und ergänze deine Lebensmittelauswahl mit sauren (tierischen) Lebensmitteln. Das entspricht nämlich auch dem Prinzip einer ausgewogenen Ernährung.
❌ Für die Behauptung, eine Übersäuerung des Körpers sei die Ursache fast aller Zivilisationskrankheiten, gibt es keine wissenschaftlichen Belege.
Basische Ernährung bei Krebs – ist das sinnvoll?
Eine junge Frau sitzt gemütlich auf einem Sitzkissen und liest.
Motivation
Gefühle & Achtsamkeit
No items found.
Was brauchst du jetzt gerade besonders? Horche in dich hinein und schaue, was dein Körper und Geist braucht oder sich wünscht. Gönne dir kleine oder größere Auszeiten im Alltag. Manchmal reichen auch nur 5 Minuten, um deine leeren Batterien eine neue Ladung Energie zu schenken.
Selbstfürsorge-Bingo für achtsame Auszeiten in deinem Alltag
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Selbstfürsorge-Bingo
Zwei Nieren und ein Stethoskop.
Info
Zahlen & Fakten
Nierenkrebs
Im März soll das Bewusstsein für verschiedene Krebsarten geschaffen werden. Wir widmen uns in diesem Beitrag dem Nierenkrebs.

Im Gegensatz zu anderen Tumorerkrankungen, tritt Nierenkrebs relativ selten auf. Laut des Robert-Koch-Instituts erkranken hierzulande jährlich knapp 14.000 Menschen daran. Davon sind etwa 8.864 Männer und circa 5.136 Frauen betroffen. Das »Nierenzellkarzinom« ist die häufigste Form und zählt zu den bösartigen Nierentumoren. Fünf Prozent aller Tumore sind gutartig. Zu ihnen gehören beispielsweise »Onkozytome« und »Papilläre Adenome«.

🩺 Symptomatik

Die Anzeichen zu erkennen ist gar nicht so leicht. Die Symptome können einen anderen Ursprung haben. Ständige Müdigkeit, Übelkeit, Blutarmut und Verwirrtheit können auf Nierenkrebs hindeuten, aber auch andere Ursachen haben. Deswegen ist es wichtig, sich untersuchen zu lassen. Zu Beginn der Erkrankung bringen Nierenkarzinome nur selten Beschwerden mit sich. Je größer der Tumor ist, desto mehr Probleme bereitet er. Schmerzen im Bereich der Nieren und Urin im Blut können dazugehören.

Das Gute ist, dass 70 Prozent aller Nierenkarzinome zufällig bei einer Routineuntersuchung per Ultraschall entdeckt werden.

🔬 Ursachen

Wieso Patient:innen an Nierenkrebs erkrankt sind, lässt sich oft nicht mehr nachweisen. Als Risikofaktoren gelten Übergewicht, Bluthochdruck und Rauchen.

💊 Behandlung

Beschränkt sich der Tumor ausschließlich auf die Niere, so kann dieser durch eine Operation entfernt werden. Hat der Krebs gestreut, werden eine Immuntherapie und eine zielgerichtete Therapie eingesetzt.

Wie bei allen Krebsarten gilt auch hier: Je früher der Tumor entdeckt wird, desto größer ist die Chance auf Heilung.

Unser Tipp …

Lass uns nicht nur über Nierenkrebs sprechen, sondern auch denen zuhören, die davon betroffen sind: Lerne Alexandra (37) und Tatjana (34) kennen – sie teilen ihre ganz persönliche Geschichte.

Nierenkrebs-Monat
Krankenhaus zwischen zwei grünen Hügeln
Tipp
Alltag
Alle Krebsarten
Lange Krankenhausaufenthalte können ziemlich öde sein. »Wenn man sich langweilt, läuft alles gut!«, hat man mir einmal gesagt. Heute verstehe ich diesen Satz besser als früher. Denn wer an Schmerzen leidet oder bestimmte Behandlungen mit Komplikationen erleidet, kriegt gar nicht so aktiv mit, wie die Zeit vergeht. Die Betroffenen sind nämlich mit anderen Problemen konfrontiert als sich mit der Frage nach dem »Wann komme ich hier raus?« zu beschäftigen.

Wir geben euch  5 Tipps, wie ihr einen langen Krankenhausaufenthalt überleben könnt.

1

Nimm dir ein interessantes, aber nicht allzu dickes Buch zur Hand und ließ, falls möglich, ein Buch!

2

Wann hast du zuletzt deine Lieblingsserie gesehen? Wenn du WLAN hast, dann starte deinen Serienmarathon.

Pro-Tipp: Lade dir ein paar Serien oder Filme auf dein Smartphone.

3

Ruf deine Freunde oder Familie an und rede dir die Seele vom Leib. Manchmal kann Social Media auch wahrhaftig Wunder bewirken.

4

Du bist noch relativ fit im Kopf? Dann mach ein Puzzle oder ein paar Sudokus. Am besten ganz einfache Puzzle und Sudokus, damit du nicht frustriert bist, falls du das Rätsel mal nicht löst.

5

Hör Musik oder lass dir von deinen Lieben etwas zum Malen und Zeichnen vorbeibringen.

Wichtig!

Nicht jede:r wird in der Lage sein, diese Tipps auszuführen. Eine Krebstherapie kann viele Schäden verursachen, wodurch die sensorischen und/oder neuronalen Funktionen beeinträchtigt werden können. Deshalb sind diese Tipps nur für diejenigen, die sich körperlich und geistig fit genug fühlen, diese Tätigkeiten auszuführen.

5 Tipps für lange Krankenhausaufenthalte
Ein Blister Tabletten, drei Reagenzgläser und eine Injektionsflasche stehen im Vordergrund. Dahinter schwebt ein DNA-Strang, sowie keine Krebszellen und die Brustkrebsschleife.
Info
Zahlen & Fakten
Brustkrebs
Brustkrebs ist nicht gleich Brustkrebs, deshalb gibt es auch unterschiedliche Therapieformen, die je nach Art und Stadium zum Einsatz kommen. In unserem Beitrag erklären wir euch die gängigsten Formen der Brustkrebstherapie.
1

Operation

Bei einer Operation denkt man häufig an das Schlimmste: die sogenannte »Mastektomie«, also eine vollständige Brustentfernung. Die gute Nachricht: Diese wird heute nur noch in wenigen Fällen durchgeführt. Und wenn, kann bereits während der Operation oft wieder mit dem Brustaufbau begonnen werden.

In den allermeisten Fällen wird eine brusterhaltende Operation durchgeführt. Die OP ist oft eine der ersten Behandlungen nach der Diagnose. Strahlen- oder Chemotherapie können zusätzlich, davor oder danach, eingesetzt werden.

2

Strahlentherapie

Bei der Strahlentherapie schädigen hochdosierte ionisierte Strahlen das Erbmaterial der Körperzellen. Zwischen Krebs- und gesunden Zellen kann dabei nicht unterschieden werden. Krebszellen können sich jedoch nicht so gut regenerieren und sterben ab. Die gesunden Zellen erholen sich dafür nach und nach.

Die Strahlenbehandlung schließt sich in der Regel unterstützend an einebrusterhaltende OP an. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Krebs wieder auftritt kann dadurch deutlich gesenkt werden.

3

Chemotherapie

Eine Chemotherapie kann sowohl vor als auch nach einer OP durchgeführt werden. Bei größeren Tumoren kann eine Chemotherapie vor der OP dabei helfen diese zu verkleinern, so dass anschließend möglichst brusterhaltend operiert werden kann. Wurde der Brustkrebs erst in einem späten Stadium entdeckt oder besteht ein hohes Rückfallrisiko werden mit Hilfe einer Chemotherapie kleinste Tumorabsiedlungen und Metastasen bekämpft.

4

Antihormontherapie

Zeigt die Brustkrebsform ein von Östrogen, also ein vom weiblichen Geschlechtshormon abhängiges Wachstum, kann mit einer Antihormontherapie behandelt werden. Bei diesen Tumorformen sitzen spezielle Hormonrezeptoren auf den Krebszellen. Wirkstoffe, die z. B. die Östrogenproduktion stoppen, oder die Rezeptoren auf den Tumorzellen blockieren, werden hier als Tabletten oder Injektionen eingesetzt.

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Zielgerichtete Therapie

Die sogenannte Targeted Therapy ist eine noch relativ junge Behandlungsform. Anders als bei der Chemotherapie werden hier die Krebszellen gezielt angegriffen. Die Methode ist also für den Gesamtorganismus weniger belastend. Bisher gibt es unterschiedliche zielgerichtete Therapien, die in verschiedener Weise das Wachstum der Tumor- und Blutgefäße beeinflussen. Viele weitere zielgerichtete Ansätze sind momentan in der Entwicklung und werden derzeit in klinischen Studien getestet.

Therapieformen bei Brustkrebs

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Illustration, in der eine Hand zu sehen ist, die ein Smartphone in der Hand hält. Dadrüber ist ein Vergrößerungsglas, das über dem Smartphone schwebt.
Illustration eines Smartphones, aus dem eine Person heraus kommt und winkt.

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